Bernhard Schlink – Von Abschied und Neuanfang

Bernhard Schlink – Von Abschied und Neuanfang

Mit seinem Roman «Der Vorleser» erlangte der Schriftsteller Bernhard Schlink Weltruhm. Als Jurist hat er in Deutschland Rechtsgeschichte geschrieben. Sein Denken kreist um Recht und Moral – und darum, wie wir uns verändern, ohne uns zu verlieren.
57 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
Mit seinem Roman «Der Vorleser» erlangte der Schriftsteller
Bernhard Schlink Weltruhm. Als Jurist hat er in Deutschland
Rechtsgeschichte geschrieben. Sein Denken kreist um Recht und Moral
– und darum, wie wir uns verändern, ohne uns zu verlieren. Bernhard
Schlink ist einer der bekanntesten Schriftsteller der Gegenwart –
und hat zugleich als Spezialist für Öffentliches Recht die deutsche
Bundesregierung bei Prozessen vor dem Verfassungsgericht vertreten.
Nach dem Fall der Mauer war er Teil des «Runden Tischs», an dem für
die Ex-DDR eine neue Verfassung ausgehandelt werden sollte.
Beruflich wie privat war stets neues Umdenken gefragt. In seinem
neusten Erzählband «Abschiedsfarben» geht Schlink nun der Frage
nach, was einen Abschied zum Aufbruch werden lässt und wie
Veränderung gelingt, auch wenn uns alte Muster prägen. Diese Frage
stellt sich auch mit Blick auf unsere Gesellschaft. Schlink
fürchtet eine umfassende Moralisierung als Reaktion auf
tiefgreifende Verunsicherung. Auch als Gesellschaft gilt es, die
Beweglichkeit im Umgang mit Traditionen nicht zu verlieren. Barbara
Bleisch spricht mit Bernhard Schlink über das Verlassen
ausgetretener Pfade, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren.
Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 4. Oktober 2020.
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