Achtung Waldbrand – Wie die Schweiz löschen lernt

Achtung Waldbrand – Wie die Schweiz löschen lernt

Nirgends in der Schweiz brennt es so oft wie im Tessin. Im Durchschnitt sind es rund 20 Waldbrände pro Jahr – Tendenz steigend. Mit dem Klimawandel brennen aber auch in der Deutschschweiz immer mehr Wälder. «Einstein» zeigt, was wir von den Waldbrande ...
37 Minuten

Beschreibung

vor 3 Monaten
Nirgends in der Schweiz brennt es so oft wie im Tessin. Im
Durchschnitt sind es rund 20 Waldbrände pro Jahr – Tendenz
steigend. Mit dem Klimawandel brennen aber auch in der
Deutschschweiz immer mehr Wälder. «Einstein» zeigt, was wir von den
Waldbrandexperten im Tessin lernen können. Lange Trockenperioden im
Sommer, die das Brandrisiko erhöhen, bedrohen alle Wälder in der
Schweiz. Im Tessin und in den südlich ausgerichteten Bündner-Tälern
gibt es solche Waldbrände schon länger. Der Südkanton hat deshalb
in den letzten Jahren spezialisierte Waldbrand-Löschtruppen
ausgebildet, die mit Unterstützung aus der Luft in der Lage sind,
auch Feuer in unzugänglichen Berggebieten zu löschen. Diese
Spezialisierung ist nötig, denn Waldbrände sind schwierig zu
löschen und erfordern ein hochspezialisiertes Wissen. Das Brände in
Wäldern schnell gelöscht werden, ist entscheidend. Denn sie
hinterlassen eine grosse Zerstörung. Sie sind nicht nur gefährlich
für Mensch, Tier und Pflanzen. Auch das Risiko vor Steinschlägen,
Erdrutschen und Lawinen steigt, wenn ein Schutzwald von einem Feuer
heimgesucht wurde. Dadurch entstehen auch Gefahren für Siedlungen
und Verkehrswege. Es reicht aber nicht, Brände professionell zu
löschen. So ist es auch wichtig, sie – wenn immer möglich – im
Vorfeld zu verhindern. Im Tessin erforscht deshalb das
Eidgenössische Institut für Wald, Seen und Landschaft, wo die
Waldbrandgefahr am grössten ist. Forschende haben dort
herausgefunden, dass die Brände im Wald je nach Region und
Jahreszeit unterschiedlich sind. Zudem haben sie ein Frühwarnsystem
entwickelt, das einschätzen kann, wann die Waldbrandgefahr am
grössten ist. Von diesem Wissen können in Zukunft auch die Kantone
auf der Alpennordseite profitieren. Denn bedingt durch den
Klimawandel nehmen Hitze- und Dürreperioden stetig zu. Dadurch
werden auch Gebiete anfälliger auf Brände, die bisher kaum von
Feuern betroffen waren, wie zum Beispiel die Buchenwälder auf der
Alpennordseite.

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