Nahtoderfahrungen – Blicke ins Jenseits

Nahtoderfahrungen – Blicke ins Jenseits

Was passiert, wenn wir sterben? Davon berichten Menschen, die mit einem Fuss im Jenseits standen. Sie reden darüber, wieso sie keine Angst mehr haben vor dem Tod. Und wie ihre Nahtoderfahrung ihr weiteres Leben verändert hat.
34 Minuten

Beschreibung

vor 3 Monaten
Was passiert, wenn wir sterben? Davon berichten Menschen, die mit
einem Fuss im Jenseits standen. Sie reden darüber, wieso sie keine
Angst mehr haben vor dem Tod. Und wie ihre Nahtoderfahrung ihr
weiteres Leben verändert hat. Andrea Pfeifer war 26 Jahre alt, als
sie im Urlaub eine Lebensmittelvergiftung bekam, an der sie beinahe
gestorben wäre. Was sie erlebte, als sie mit einem Fuss im Jenseits
stand, behielt sie für sich. «Ich habe es ganz lange niemandem
erzählt, weil man automatisch in eine Schiene reingedrängt wird: In
eine spirituelle oder religiöse Schiene, wo ich überhaupt nicht
hingehöre.» Heute kann sie von dem erzählen, was in jener Nacht
passiert ist: «Es gab einen Moment, als etwas in meinem Körper zum
Stillstand gekommen ist. Als wäre ich ein Uhrwerk: Plötzlich
rastete es ein. Da wusste ich: Jetzt ist es gar nicht mehr gut.»
Dann habe sie eine Bewegung wahrgenommen. «Ich habe den Kopf
gedreht. Es sass jemand neben meinem Bett: ein junger Mann. Aber er
war ganz etherisch, ausgefüllt mit Licht.» Rund fünf Prozent der
Menschen machen im Laufe ihres Lebens eine sogenannte
Nahtoderfahrung. Aber nur wenige reden darüber – oft aus Angst,
nicht ernst genommen zu werden. Bei jenen, die davon erzählen,
lassen viele wiederkehrende Elemente identifizieren: Sie erleben
bewusstes Sein ohne physischen Körper, berichten von einem Tunnel,
von Licht, von tiefen Gefühlen des Friedens und der Liebe – und von
Lichtwesen oder verstorbenen Angehörigen, mit denen sie
kommunizieren konnten. Viele Schulmedizinerinnen und -mediziner
sind indes überzeugt, dass es ganz simple Erklärungen gebe für
solche Erfahrungen: etwa Sauerstoffmangel, zu viel Kohlendioxid
oder chemische Reaktionen im Gehirn. Andrea Pfeifer kann darüber
nur lächeln: «Was ich erlebt habe, ist so viel grösser als alles,
was wir uns vorstellen können: Ich bin in einer Ekstase explodiert
und zu Licht geworden. Es war pures Glück.» Viele sagen, die
Nahtoderfahrung habe sie verändert. «Ich habe den Eindruck, ich
wurde intuitiver», erzählt die promovierte Historikerin Magdalen
Bless, «ich hatte plötzlich Vorahnungen, die ich mir nicht erklären
konnte.» Dem Hauswart Marcel Gasser geht es ähnlich: «Plötzlich
habe ich Bauchweh. Oder Krämpfe. Mir wird schlecht. Dann ist etwas.
Oder es kommt etwas.» Bei Ramón Gartmann, der als sogenannter
«Lebenscoach» sein Geld verdient, gehen die Veränderungen noch
weiter: «Wenn ich jemanden ansehe, sehe ich verschiedene Schichten
von Energien um die Person herum.» Allen gemeinsam ist, dass das
Ende des Lebens für sie den Schrecken verloren hat. «Ich freue mich
auf den Tod, auch wenn ich ihn noch nicht will», sagt Magdalen
Bless. «Der Tod ist ein grossartiger Übergang, in dem sich die
Rätsel des Universums entschlüsseln.»

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