Wirtschaftsnews vom 15. Juni 2021

Wirtschaftsnews vom 15. Juni 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Thema heute:   


Hundehaltung: Wer Vorschriften missachtet, riskiert
Versicherungsschutz


 


 


Gerade in Coronazeiten, in denen wir noch immer sehr
eingeschränkt sind, was den Besuch von Lokalen oder
Freizeitstätten angeht, werden Spaziergänge oft als Ersatz
genutzt. Diese finden häufig im Wald statt und sehr oft trifft
man dort auf freilaufende Hunde, deren Besitzer ebenfalls
spazieren gehen. 



Gerade NICHT-Hundebesitzer wissen oft nicht, wie sie sich
verhalten sollen. Umso wichtiger ist es, dass die Hundehalter
vernünftig sind! Hundefans sollten sich zudem über die an ihrem
Wohnort geltenden Gesetze und Verordnungen für die Vierbeiner
informieren. Ob Hunde-Führerschein, Leinenpflicht oder
Maulkorbzwang: Denn wer sie ignoriert, riskiert nicht nur
rechtliche Konsequenzen, sondern auch den Versicherungsschutz in
der Hunde-Haftpflicht. In Niedersachsen ist ein
"Hundeführerschein" bereits seit Jahren für alle Hundehalter
verpflichtend, jetzt zieht Baden-Württemberg nach. Wer sich einen
Hund anschafft, muss künftig einen Sachkundenachweis erbringen.
Das gilt für alle Rassen, egal ob kleiner Pinscher oder riesiger
Hütehund. "Viele Menschen fürchten sich vor großen Hunden wie
Doggen. Tatsächlich können auch kleine und vermeintlich gutmütige
Hunde aggressiv reagieren und einen Schaden verursachen, wenn sie
falsch gehalten werden oder in Stress geraten. Das belegen auch
unsere Schadenakten", sagte Benny Barthelmann, Haftpflichtexperte
bei der R+V Versicherung, zum "Tag des Hundes" am 13. Juni.


Wenn der Hundeführerschein vorgeschrieben ist, müssen die Halter
in einer theoretischen und praktischen Prüfung nachweisen, dass
sie sich mit dem Sozialverhalten der Hunde auseinandergesetzt
haben und in der Lage sind, ihr Tier im Griff zu behalten. "Wer
die Prüfung erfolgreich absolviert hat, ist auch im Schadenfall
auf der sicheren Seite. Dann zahlt die
Hundehalter-Haftpflichtversicherung, wenn beispielweise ein Hund
auf die Straße rennt und einen Verkehrsunfall verursacht." Auch
wenn ein Hund einen Artgenossen oder gar einen Menschen angreift,
springt diese Versicherung ein, sagt man bei der R+V
Versicherung. Hundehaltern, die sich vor verbindlichen Prüfungen
drücken, drohen Geldbußen bis 10.000 Euro. Außerdem ist dann der
Versicherungsschutz gefährdet. "Versicherungsnehmer sind
verpflichtet, alle gesetzlichen und behördlichen
Sicherheitsvorschriften zu beachten. Tun sie das nicht, kann die
Versicherung im Schadenfall die Leistungen zumindest kürzen",
erklärt Barthelmann. Das gilt auch, wenn Hundebesitzer regionale
Bestimmungen wie beispielsweise eine Maulkorbpflicht in Bussen
und Bahnen missachten.  


 


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