Hans-Dieter Huber »From new media to old media: unclear concepts, complex problems, open questions«

Hans-Dieter Huber »From new media to old media: unclear concepts, complex problems, open questions«

Prof. Dr. Hans Dieter Huber, Von Neuen Medien zu Alten Medien: Unklare Begriffe, komplexe Probleme, offene Fragen – Vortrag im Rahmen des Symposiums The Digital Oblivion, ZKM_Medientheater [04.-05.11.2010]
Podcast
Podcaster
Das Symposium »The Digital Oblivion - Substanz und Ethik in der Konservierung digitaler Medienkunst« ist Teil des EU-Projekts »digital art conservation« und fand am 04. und 05.11.2010 im ZKM_Medientheater statt.

Beschreibung

vor 11 Jahren

Hans-Dieter Huber »From new media to old media: unclear concepts,
complex problems, open questions«
ReleasedMar 01, 2011
Der Vortrag versucht das Feld auszuloten, in dem sich eine
künftige Auseinandersetzung mit der Frage der Langzeiterhaltung
digitaler Medienkunst bewegen müsste. So sei zu beachten, dass
Neue Medien schneller als Alte Medien altern. Auf der einen Seite
ist das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft auf
Langlebigkeit ausgerichtet, auf der anderen Seite unterliegt die
Funktionsfähigkeit digitaler Objekte einer immer kurzfristigeren
Anpassung. Demnach stehen die Interessen der Softwareindustrie
der Bewahrung und der Nachhaltigkeit unseres kulturellen Erbes
entgegen. Hinzu kommt das Problem unklar definierter Begriffe,
wie der des »Originals«, der »Materialität« oder der
»Authentizität«, die häufig unpräzise gebraucht werden. Zur
Behebung dieses Problems fordert Prof. Huber eine kritische
Hinterfragung dieser Begrifflichkeiten und startet den Versuch
einer Definition der für die Diskussion wichtigen Begriffe. Ein
weiterer Begriff, mit dem sich Huber in seinem Vortrag
auseinandersetzt, ist der des Gedächtnisses. In diesem Kontext
merkt der Sprecher an, dass Speicherung und Archivierung alleine
noch keine Erinnerung darstellen. Des Weiteren wird auf bekannte
Strategien zur Langzeiterhaltung eingegangen, wie beispielsweise
das OAIS-Modell, das mittlerweile als Standardreferenzmodell für
Langzeitarchivierung digitaler Daten dient. Der Vortrag schließt
mit Überlegungen zum fiktiven Charakter von authentischer
Erfahrung veralteter Medien in der Gegenwart. Hans Dieter Huber
(1953) ist seit Oktober 1999 Professor für Kunstgeschichte der
Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie an der Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart und hat seit Mai 2006 die Position des
Leiters des Internationalen Master Studiengangs »Konservierung
Neuer Medien und digitaler Information« an der Staatlichen
Akademie der Bildenden Künste Stuttgart inne. ///
Hans-Dieter Huber argued that the particular »presence« of
artworks was due to their materiality. This presence is in turn
the basis for aesthetic experience. As regards the relation of
the original and its documentation, we must make a distinction
between analogue and digital works. He listed various well-known
strategies for the conservation of digital artworks – storage,
emulation, migration, re-interpretation. Possibly, he went on,
improved forms of description should replace the physical
maintenance of the work, just as music is preserved through
notation. This would have to be done in collaboration with the
artist. Since the authenticity of the experience of the artwork
depends on conditions prevailing at creation, and since these are
unrepeatable, there in any case is no authenticity. Since October
1999 Hans Dieter Huber (1953) is professor for contemporary art
history, aesthetics and art theory at the State Academy of Fine
Arts Stuttgart and Head of the Study Program »Conservation of New
Media and Digital Information« at the State Academy of Fine Arts
Stuttgart since 2006.

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