Unternehmenswohl statt Eigennutz - mit Christian Macht

Unternehmenswohl statt Eigennutz - mit Christian Macht

Eine Arbeitskultur schaffen, in der Flexibilität nicht als Malus verstanden wird
46 Minuten
Podcast
Podcaster
Gespräche zur digitalen Transformation in der Versicherungswirtschaft

Beschreibung

vor 1 Jahr

Zusammenfassung In einer neuen Folge des Digital Insurance
Podcast spreche ich mit Christian Macht, dem CEO der ELEMENT
Insurance AG über die Vorteile junger Unternehmen und der
besonderen Arbeitskultur bei ELEMENT.


ELEMENT ist ein vergleichsweise junges Versicherungsunternehmen.
Sie entwickeln, so Christian Macht,
White-Label-Versicherungsprodukte auf Basis neuester
Technologien, wie cloud-nativem Arbeiten und der Verwendung
moderner Schnittstellen. Es habe zudem den Vorteil, sich der
ständigen Aufbereitung von Legacy-Systemen entledigen zu können.
Dabei gehe es nicht primär um den Einsatz bahnbrechend neuer
Technologien: Das, was gerade als State of the Art gilt, reicht
vollkommen aus, so Christian. Cloud, Microservice und API würden
bereits viele Arbeitsprozesse erleichtern. Da sich die
Philosophie, was den Einsatz moderner Programmteile wie API
angeht, alleine in den letzten paar Jahren fundamental verändert
habe, sei deren Verwendung praktisch unausweichlich. Gerade in
einer Versicherung, wo ein Großteil der Wertschöpfung inhouse
stattfände, mache das einen großen Unterschied und sei deutlich
günstiger, als auf externe Anbieter angewiesen zu sein.


Bei der Frage, welchen Verwendungszweck BiPRO und REST-API haben,
werden wir uns ganz nicht einig. So gibt es zum Beispiel
Maklerversicherer, die alles auf BiPRO setzen, sagt Christian. Um
mit diesen eine Zusammenarbeit zu ermöglichen, brauche es
entsprechende Schnittstellen. Ein Ansatz, der für einzelne
Bereiche funktioniere, habe auch seine Daseinsberechtigung.


Darin, dass die Mitarbeiter das höchste Gut einer Versicherung
darstellen, sind wir uns hingegen einig. Umso wichtiger sei es,
meine ich, die Besten ins eigene Unternehmen zu holen. Das
ergänzt Christian mit dem Hinweis, es gehe auch darum die höchst
unterschiedlichen Mitarbeitertypen miteinander zu verbinden und
sprachliche sowie kulturelle Barrieren abzubauen. Kooperation und
Flexibilität seien gerade bei einem Unternehmen wie ELEMENT von
unschätzbarem Wert. Während in alteingesessenen Konzernen der
individuelle Eigennutz häufig über dem Unternehmenswohl stehe,
gebe es bei ELEMENT eine Kultur der Rücksichtnahme und des
Vertrauens. Harte Arbeit und gute Ideen sollen belohnt werden.
Christian selbst sei hier das beste Beispiel: Leute, die nun im
Rang unter ihm stünden, haben ihn ursprünglich eingestellt. In
einer gewachsenen Unternehmensstruktur sei das schwieriger, wo so
etwas als Abstieg verstanden würde. Bei ELEMENT werde diese
Flexibilität hingegen von den Mitarbeitern mitgetragen und als
Stärke des Unternehmens angesehen.


Doch auch ELEMENT steht früher oder später vor den
Herausforderungen, die jene etablierten Konzerne bereits haben,
meine ich. Dies ist vor allem eine Frage des richtigen
Managements, entgegnet Christian. Jeden Tag baue man schließlich
ein Stück weit Legacy auf - ob im technologischen oder
personellen Bereich. Der richtige Umgang damit sei entscheidend.
Zudem hätten große Unternehmen auch Vorteile, wie etablierte
Infrastrukturen zum Beispiel im Recruiting-Bereich.


Links in dieser Ausgabe
[Zum LinkedIn-Profil von Christian Macht]
(https://de.linkedin.com/in/christianmacht)


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