Schweizer Flussgeschichten: Am Inn

Schweizer Flussgeschichten: Am Inn

Hoch oben auf 2484 Metern entspringt einer der längsten und mächtigsten Alpenflüsse: der Inn. Auf seiner Reise durch die Schweiz schlängelt er sich im Oberengadin durch glasklare Seen und ein weites Tal; im Unterengadin durch steile, tiefe Schluchten.
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Beschreibung

vor 2 Monaten
Hoch oben auf 2484 Metern entspringt einer der längsten und mächtigsten Alpenflüsse: der Inn. Auf seiner Reise durch die Schweiz schlängelt er sich im Oberengadin durch glasklare Seen und ein weites Tal; im Unterengadin durch steile, tiefe Schluchten. Unterwegs spricht man Italienisch, Deutsch und Rätoromanisch. Der Inn ist die Lebensader für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt. Mal eingedämmt und geradlinig, mal wild, ungezähmt und naturbelassen. Von oberhalb des Lunghinsees aus fliesst er etwa 100 Kilometer durch die Schweiz, danach durch Österreich, mündet im deutschen Passau in die Donau und fliesst schliesslich ins Schwarze Meer. Wir lernen Mensch und Natur im Hochtal kennen, bewegen uns zwischen 2484 und etwa 1000 Metern über Null. Gioconda Segantini begleiten wir an die Inn-Quelle, in die Albula Alpen. Sie stimmt uns ein in die farbenreiche, faszinierende Welt des Engadins. Zu einem Fotoshooting sind wir am Silvaplanersee mit Fotograf Daniel Meuli verabredet. Mit seiner selbst gebauten Camera Obscura hält er die Schönheit der Natur in Einzelstücken auf Papier fest. Mehr über die Spitzfindigkeiten der Wasserversorgung auf knapp 2500 Meter Höhe erfahren wir von Älpler Christian Bartl, der im Sommer 160 Angus-Rinder auf dem Muottas Muragl beherbergt und eine kleine Alp-Beiz betreibt. Züchter Gian Peter Niggli erzählt uns von den schwarzen, edlen Rindern und über die Viehwirtschaft in den Bergen. Die Revitalisierung des Inns spielt im Oberengadin eine immer grössere Rolle. Bei Bever möchte man dem eingedämmten Flusslauf ein Stück Natur zurückgeben. Hier werden in einem 10 Millionen Franken Mega-Projekt zurzeit alte Dämme abgerissen, der Inn auf 2,1 Kilometern Länge revitalisiert, er kann sich seinen Flusslauf wieder selbst suchen. Von Christine Levy und David Jenny erfahren wir, welch neue Lebensräume für Pflanzen- und Tierwelt hier bereits entstanden sind. Entlang des Flusses entdecken wir noch vollkommen unberührte Natur. Im Schweizer Nationalpark nimmt uns Seraina Campell mit auf eine spannende Hirschsuche, durch eine gigantische Landschaft. Hier ist die Natur auf 170 Quadratkilometern sich selbst überlassen. Im Unterengadin, bei Scuol, führt uns Sabina Streiter dann zu extrem hoch mineralisierten Quellen, die ein besonderes Markenzeichen der Gegend sind. Sie sind auch Ursprung der hiesigen Tradition des Bädertourismus und wurden früher zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Viele Menschen entlang des Flusslaufs setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander, so kocht Küchenchef und Gastgeber des Hotels Guarda Val, René Stoye, vornehmlich mit Zutaten aus dem Tal. Mit ihm besuchen wir auch die kleine Käserei von Peter Mair, von der er seinen Käse bezieht. Das Engadin, ein Naturidyll, umgeben von Bergen und Gletschern, durchzogen von einem wilden Fluss, der Mensch, Flora und Fauna mit seinem Wasser speist. Viele grosse Künstler liessen sich einst von dieser farbenreichen Schönheit inspirieren. Die Menschen hier tun dies noch heute. Sie achten auf ihre Umgebung, damit das Naturidyll auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt.

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