Folge 19: Rundum das MalOrtWerk

Folge 19: Rundum das MalOrtWerk

36 Minuten

Beschreibung

vor 5 Monaten
Mein Weg
 
Mein
Name ist Susanne Löhnig, ich bin 50 Jahre alt und lebe mit unseren Töchtern (16
und 18), unserem Sohn (21), meinem Mann und unserer Hündin Maja am
wunderschönen Niederrhein in Viersen.



Ich bin Diplom Ingenieurin, habe Architektur mit Schwerpunkt Städtebau an der
RWTH Aachen studiert und hatte klare Pläne für mein Leben. Ich wollte zwei
Kinder bekommen, in meinem Beruf arbeiten und mein eigenes Geld verdienen.
 Es
kam etwas anders. Als mir nach dem zweiten Kind die erwünschte Stelle in Krefeld
zugesagt wurde, war da auf einmal eine klare innere Stimme, ein tiefes
Bauchgefühl, das mir signalisierte, dass dies nicht MEIN Weg sein sollte. Ich
bin und war schon immer ein sehr kreativer Mensch und konnte diese Leidenschaft
täglich wunderbar gemeinsam mit meinen Kindern leben. Und nun sollte ich
Bauanträge u.ä. am Schreibtisch bearbeiten. Nein, das fühlte sich nicht gut an.
Ich entschied mich von jetzt auf gleich gegen die Stelle und für ein drittes
Kind. Und es war nicht das letzte Mal, dass ich mein Herz entscheiden ließ.
 Bis
dahin war meine kreativ gestalterische Ader eher die ‚schönste Nebensache der
Welt’ gewesen. Ich wusste damals noch nicht, dass es einmal zu meiner Berufung werden
würde. Und auch erst viel später wurde mir bewusst, dass es meine Kinder waren,
die mir diesen Weg bereitet hatten. Denn es war so wundervoll und wohltuend,
ihnen zuzuschauen und zu genießen, wie sie spielten, lachten, tobten, in
Rollenspielen versanken, lautstark sangen, malten, bastelten ... Ich glaube, es
war ihre kindliche Unbekümmertheit, ihre spielerische Lebendigkeit und
Leichtigkeit, die mich nach meiner Kindheit und Jugend mit sehr viel Streit,
Stress, Schuldgefühlen, Ohnmacht und Trauer wieder ins Fühlen brachten, die
mich wieder MICH spüren ließen.
 2009
richtete ich mir mein erstes eigenes kleines Kunstatelier ‚KIKUS - die
KinderKunstKiste’ ein. Über vier Jahre kamen jede Woche zwei Gruppen à fünf
Kindergartenkindern zu mir zum Malen und Werken. In Bezug auf mein Malangebot
kam ich jedoch bald an meine Grenzen. Ich nahm wahr, wie immer wieder ein Kind
durch meine vorgegebenen Malthemen überfordert war. Das fühlte sich nicht
richtig an, mir fehlte die Freude am Tun in den Augen des Kindes. So suchte ich
nach alternativen Wegen zu denen, die mir in all den vielen
Kunsterzieherbüchern als ‚gut’ und ‚richtig’ suggeriert wurden.
 Nach
kurzer Online-Suche fand ich Antworten in den Bildern und Texten von Arno
Stern, dem Begründer des Malortes. Ich absolvierte noch im selben Jahr, Ende
2013, bei ihm die ‚Ausbildung zur dienenden Rolle im Malspiel’. Zeitgleich
hielt ich Ausschau nach geeigneten Räumen. Nach wenigen Monaten fanden sie
mich: Anfang 2014 durfte ich mein MalORTWerk im Erdgeschoß des
denkmalgeschützten Petershauses in Viersen eröffnen. Mein eigener Malort und
meine eigene große Werkstatt, ein geschützter Ort auf 100qm zum Malen und
Werken für Groß und Klein ohne Vorgaben und Bewertungen war geboren.
Wie
meine Arbeit genau aussieht könnt ihr euch gerne im Podcast anhören ;-)
Das
Corona-Jahr hat mir Raum für zwei wundervolle zusätzliche Ausbildungen
geschenkt, ich bin nun zusätzlich zertifizierte MalRaumpädagogin und
zertifizierter Frey Spiel Coach. Dafür bin ich sehr dankbar.
 Mein
persönliches Ziel und Herzensanliegen dreht sich heute um die Themen spielerische
Potentialentfaltung und Selbstermächtigung, d.h. sich selbst im eigenen freien Wirken
und Werken, in seiner Malspur zu fühlen und neu zu entdecken. Ich nehme dabei
die Haltung des bedingungslosen Vertrauens, der Wertschätzung und des
Wohlwollens den Menschen gegenüber ein. Daraus ist eine Lebenseinstellung
gewachsen, die nicht zwischen privat und beruflich unterscheidet.
Ich
spüre heute eine große Demut allem Leben gegenüber und eine tiefe Dankbarkeit,
meinen Kindheitstraum leben zu dürfen. An dieser Stelle möchte ich mich von
Herzen bei meinem wundervollen Ehemann bedanken, der mich nun schon seit 33
Jahren begleitet und unterstützt und natürlich bei meinen Kindern. Ihr seid
drei ganz wunderbare Persönlichkeiten und habt mich zu dem gemacht, was ich
heute bin: eine stolze Mama, eine selbstbewusste Frau und seit nunmehr 12
Jahren freiberuflich selbständig tätig als Kreativpädagogin.
 DANKE
ª
 







































 





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