Psychologie für den Alltag - Spontanität und Beziehungen

Psychologie für den Alltag - Spontanität und Beziehungen

16 Minuten
vor 1 Monat

Beschreibung

Der Spontanität kommt ein sehr großer Stellenwert zu, denn in gewisser Weise öffnet sie das Tor zu dem, was wir dem Reichtum unseres Unbewussten und der sich von dort ableitenden Gefühlen entnehmen können. Immer wenn wir uns spontan mitteilen – über Worte, Gesten oder auch Handlungen - können wir davon ausgehen, dass dies authentisch dem entspricht, was in uns vorhanden ist. In der Spontanität liegt insofern viel Wahrheit. Sie kann zurecht beanspruchter Ausdruck von Aufrichtigkeit sein, denn das, was der Spontanität entspringt, ist nicht das Ergebnis einer zuvor vorgenommenen Prüfung bzw. Zensur. Insofern ist es auch nicht das Ergebnis einer Filterung: es ist das Unmittelbare, deckungsgleich mit dem in uns tatsächlich vorhandenen tiefen Empfinden. In Anbetracht dieser Feststellungen können wir einen Bereich unseres Lebens benennen, in welchem diese Art der Spontanität – als Ausdruck des Wahren in uns Vorhandenen – ihren berechtigten Platz haben darf und auch haben sollte. Es sind die nahen Beziehungen zu den Menschen, die uns umgeben und zu denen wir eine sehr enge, innige, von Liebe, liebevoller Zuwendung, Wertschätzung, Respekt und Anerkennung gekennzeichnete Bindung haben. In diesen Beziehungen sollte es möglich sein, Spontanität zu leben, unsere Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte und ebenso unsere Ängste, Befürchtungen und Zweifel zuzulassen und mitzuteilen. Dies sollte immer auch dann möglich sein, wenn uns danach ist. Dies bedeutet, es nicht nach einem vorgegebenen Zeitplan zu tun, welcher Ausdruck einer Planung oder Organisation wäre.

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