NichtWissen ist Macht.

NichtWissen ist Macht.

51 Minuten

Beschreibung

vor 7 Monaten
Die Aufnahme dieser Episode begeisterte uns. Denn mit dem erneuten Exkurs ins Unbekannte kamen wir zu einer erstaunlichen Perspektive. Es ist eine klare, direkt realisierbare Möglichkeit, um die Spannungen in unserer Gesellschaft sowie in nahezu jedem MitEinAnder aufzulösen …

Diese wundervolle Chance zeigte sich, während wir die momentane, gesellschaftliche Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachteten. Jegliches Thema kann ein Mensch so oder so sehen. Egal, welchen Blickwinkel ich einnehme, es ist immer ein Ausschnitt und somit ein Detail der Wahrheit. Was es wirklich und in Gänze ist, weiß ich nicht.

Somit kommen wir zur tiefsten Wahrheit, die wir Menschen erfahren und verinnerlichen dürfen. Es ist die Tatsache, dass wir es schlichtweg nicht wissen.

Damit enttarnen wir einen, möglicherweise sogar den Grundkonflikt der Menschheit. Bisher meint der individuelle Mensch, dass er es ganz genau wüsste: "Ich weiß doch, was richtig und was falsch ist. Deshalb entscheide ich darüber, wie die Welt und wie das Leben zu sehen sind. Aufgrund dieser Sicht entscheide ich auch, wie es laufen muss. Schließlich kann es nur so gehen. Also lebt einfach so, wie ich und schon läuft der ganze Laden."

Doch in Wahrheit wissen wir es nicht. Wir wissen nicht, wie es wirklich ist. Genauso wenig wissen wir, was wirklich passieren wird.
WIR WISSEN ES NICHT.

Die äußeren Bedingungen werden aktuell immer restriktiver. In der Atmosphäre von latenter Existenzangst, die permanent befeuert wird, entzweien sich Menschen mehr und mehr. Jeder behauptet für sich die Meinungshoheit: "Ich habe Recht." Mit dieser Haltung bewertet und degradiert er seine Mitmenschen in ihrer Sichtweise.

Das Spiel im Außen ist die Einladung, immer tiefer zu erkennen, was wirklich ist. Und die Wirklichkeit ist, dass wir keine Ahnung haben. Wir stehen immer wieder vor dem großen Unbekannten des Lebens und meinen, dass wir trotzdem wüssten, was nun passieren wird.

Die Anerkennung unseres Nichtwissens erfordert die Kapitulation des Verstandes. Ein Verstand, der bisher verschiedenste Szenarien konstruierte, die behaupten, wie sich das Leben weiter entwickeln wird. Was, was sich tatsächlich im nächsten Moment entfaltet, ist unvorhersehbar. Somit ist  jeder Schritt auf unserem Lebensweg der Übergang ins Neue, ins Unbekannte.

Wenn wir uns dieser tiefen Wahrheit der menschlichen Existenz hingeben, entspannt sich alles. Der Druck der Existenzängste und alle damit verbundenen Zwänge lösen sich auf. Ebenso verschwinden die destruktiven Kämpfe in unserem Miteinander. Denn die Wahrhaftigkeit des Nichtwissens schafft Verbundenheit: Wenn ich mich im eigenen Nichtwissen voll annehme und hingebe, kann ich jeden Menschen in seinem Nichtwissen und damit in seinem Wesen annehmen.

Im Nichtwissen sind wir wirklich miteinander verbunden.

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