Luzern im Coronajahr

Luzern im Coronajahr

Während der historischen Krise lassen sich fünf Menschen aus der Region Luzern ein Jahr lang von SRF «DOK» begleiten. Ein Hotelier, ein Unternehmer, eine Künstlerin, ein Souvenirhändler und ein Arbeitsloser erzählen ihre persönlichen Geschichten in de ...
41 Minuten
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vor 2 Monaten

Beschreibung

Während der historischen Krise lassen sich fünf Menschen aus der Region Luzern ein Jahr lang von SRF «DOK» begleiten. Ein Hotelier, ein Unternehmer, eine Künstlerin, ein Souvenirhändler und ein Arbeitsloser erzählen ihre persönlichen Geschichten in der vierteiligen DOK Serie «Luzern im Coronajahr». «Wir hatten die letzten zwei Monate fast nur Stornierungen und kaum Buchungen», sagt Manuel Berger, Direktor des Boutiquehotels Beau Séjour. Jetzt nach dem Shutdown wagt er eine Wiedereröffnung des 28-Zimmer-Hauses, unter erschwerten Bedingungen durch Corona-Verordnungen und Hygienemassnahmen. Mit innovativen Ideen und viel Herzblut wollen er und sein Geschäftspartner Walter Willimann Schweizer Gäste und die Luzerner Bevölkerung gewinnen. Der Plan scheint aufzugehen. Kaum aus dem Shutdown, stellt Roland Küng fest: «Das Jahr ist eigentlich gelaufen.» Küng ist CEO des KMUs Hunziker AG in Willisau mit 70 Mitarbeitenden. Der bekannteste Festzeltbauer der Schweiz hat vor der Pandemie die grössten Events ausgerichtet: Das WEF in Davos, das eidgenössische Schwingfest und Musikfestivals. Doch jetzt sind die Auftragsbücher leer und die Lagerhallen voll. Die Künstlerin Claudia Kienzler will die älteste Showbude der Schweiz retten, ein über 70 Jahre altes Varieté. Einen Monat vor dem Shutdown hat die ausgebildete Violinistin als Geschäftsführerin eines Vereins das marode Zelt gekauft. Nun ist sie für drei Angestellte verantwortlich, die Renovationsarbeiten machen. Doch an Aufführungen ist im Moment nicht zu denken. Auch alle Konzerte der 39-Jährigen wurden abgesagt. «Im Moment habe ich fast keinen Lohn», sagt sie. Robert Casagrande, der grösste Souvenirhändler Luzerns, hat jahrzehntelang sehr gut von Touristengruppen aus aller Welt gelebt. Doch jetzt herrscht am Grendel gähnende Leere, dort wo Einheimische erst noch über Overtourism geklagt haben. Robert Casagrande – der scherzhaft heimlicher Stadtpräsident Luzerns genannt wird – hat so etwas noch nie erlebt.

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