Drogen als Medikamente: Wie LSD und Co heilen könnten

Drogen als Medikamente: Wie LSD und Co heilen könnten

Werden illegale Drogen wie LSD, Psilocybin und GHB schon bald als Medikamente gegen Depression, Sucht oder Angstzustände eingesetzt? Wenn es um Drogenforschung geht, haben Schweizer Forschende die Nase vorn. Die Psychiatrie setzt grosse Hoffnungen in ..
22 Stunden 58 Minuten
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vor 1 Monat

Beschreibung

Werden illegale Drogen wie LSD, Psilocybin und GHB schon bald als Medikamente gegen Depression, Sucht oder Angstzustände eingesetzt? Wenn es um Drogenforschung geht, haben Schweizer Forschende die Nase vorn. Die Psychiatrie setzt grosse Hoffnungen in die Entwicklung dieser Medikamente. Illegale Drogen wie LSD, Psilocybin oder KO-Tropfen wie GHB sind in vielen Ländern verboten – auch für die Forschung. Nicht so in der Schweiz. Unter strengen Auflagen ist hier Drogenforschung schon seit ein paar Jahren wieder erlaubt – erste Erfolge sind schon sichtbar. Die Wissenschaft entdeckt die heilsame Wirkung der psychedelischen Stoffe neu. Erste Studienergebnisse zeigen, dass psychoaktive Drogen bei Depressionen, Ängsten und Süchten helfen können. Die Erfahrungen, die solche Substanzen auslösen, können im therapeutischen Prozess entscheidend zur Heilung beitragen. Ein Beispiel dafür ist Oleg Kogut. Er hat Krebs und kaum Chancen auf Heilung. Der junge Mann ist depressiv und leidet unter Angstzuständen. Er nimmt in Solothurn beim Psychiater Peter Gasser an einer LSD-Studie teil. Nach zwei therapeutisch begleiteten LSD-Sitzungen kommt er mit Gefühlen in Berührung, die er sein Leben lang verdrängt hat. Die Drogenerfahrung hilft ihm, einen anderen Umgang mit seiner Krankheit zu finden und seinen ausweglosen Zustand besser zu akzeptieren. Solche Studien sind hierzulande keine Seltenheit. «Einstein» zeigt, dass an Schweizerischen Psychiatrischen Kliniken intensiv an Drogen geforscht wird. Forschende untersuchen an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, ob Psilocybin, der Wirkstoff sogenannter Zauberpilze, Alkoholsüchtigen beim Entzug helfen kann. Eine weitere Studie erforscht, ob GHB, bekannt als KO-Tropfen, Depressiven helfen kann, sich im Schlaf besser von der Krankheit zu erholen. Für die Psychiatrie ist diese Forschung wichtig, denn sie setzt grosse Hoffnungen in diese neuen Medikamente.

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