Audio ots.Audio: China = Wachstum - Gespräch mit Joel Kim, Head of Asian Debt von ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong

ING Investment Management Podcast16.01.08 09:20 Uhr

ots.Audio: China = Wachstum - Gespräch mit Joel Kim, Head of Asian Debt von ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong

ots.Audio: China = Wachstum / Gespräch mit Joel Kim, Head of Asian Debt von ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong: anbei erhalten Sie eine Einschätzung zum Thema China ist Wachstum von Joel Kim, Head of Asian Debt, ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong. Joel Kim wird auf dem Fonds Kongress 2008 in Mannheim am 30. Januar, 12:30 - 13:00 Uhr, Vortragsaal 3 eine Präsentation zum Thema Die künftigen Wirtschaftsmotoren in Asien halten und steht im Anschluss bis 15:30 Uhr für individuelle Gespräche nach Vereinbarung zur Verfügung. Bitte melden Sie einen Gesprächswunsch im Vorfeld über uns an. China ist zum Inbegriff des Wirtschaftsbooms geworden. Wie lange muss China noch wachsen, bis das Land sich von der Rolle eines Schwellenlandes oder Emerging Markets emanzipiert hat? Angesichts der Tatsache, dass China nach den USA, Japan und Deutschland die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, hält Kim diese Frage für berechtigt. Damit hat sich China bereits jetzt eine Position erobert, die sich nur schwerlich mit dem Bild eines Schwellenlandes vereinbaren lässt. Man erwartet, dass China diese Liste bereits in ein paar Jahrzehnten anführen wird. "Aber", räumt Kim ein, "China hat eine riesige Bevölkerung. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatte in den ersten drei Quartalen 2007 im Jahresvergleich bereits um 11,5 Prozent zugelegt. Im November 2007 stieg Chinas Inflationsrate auf den höchsten Stand seit elf Jahren. Dieser Anstieg war vor allem auf die exportgestützte wirtschaftliche Expansion des Landes zurückzuführen. Chinas Außenhandelsüberschuss, der von Januar bis November 2007 um sage und schreibe 52 Prozent auf 238,1 Milliarden US-Dollar angestiegen war (Stand November 2007: Außenhandelsüberschuss 26,28 Milliarden US- Dollar) hat die Devisenreserven des Landes ebenfalls auf ihren bisher höchsten Stand getrieben: 1,46 Billionen US-Dollar. Vor diesem Hintergrund wird es der Regierung schwer fallen, die wachstumspolitische Bremse anzuziehen und die Inflation bei Vermögenswerten zu zügeln. Auch gemessen an anderen Kriterien, wie Infrastruktur und Analphabetentum liegt China immer noch auf dem Niveau eines Entwicklungslandes. Die Wachstumsraten sind zweifelsohne beeindruckend. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass der Ausgangspunkt vergleichsweise niedrig ist. Insofern ist China mit Japan in den 1960er Jahren vergleichbar, als Japan Wachstumsraten von 10 % pro Jahr schrieb. In den 1980ern war diese Rate bereits auf rund 5 Prozent gesunken." Und dann geriet Japan in eine anhaltende Krise... Kim meint allerdings, dass sich die Erfahrungen mit Japan nicht auf China übertragen lassen. "Japans Finanzkrise wurde unter anderem durch die Überschuldung des Banken- und Immobiliensektors ausgelöst. In China werden problembehaftete Bilanzen dagegen durch das enorme Wachstum ausgeglichen. Die Situation in Japan am Ende der 80er Jahre lässt sich nicht mit der gegenwärtigen Lage in China vergleichen." Dazu Kim: "Der Export ist ein wichtiger Bestandteil wirtschaftlichen Wachstums. Das wird sich aller Voraussicht nach nicht ändern. Abhängigkeit von Exporten birgt allerdings auch ein Risiko. So mehren sich in den USA bereits die Rufe nach verstärktem Protektionismus. Zudem entstehen durch die Handelsbilanzüberschüsse enorme Devisenreserven. China ist bereits seit langem der größte Investor in US-Staatsanleihen und übt auf diese Weise Druck auf das amerikanische Zinsniveau aus. Ich teile jedoch nicht die Befürchtung, dass die chinesische Regierung ihre US-Schatzanleihen massenhaft abstoßen wird. Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund, denn sie würde sich damit sozusagen ins eigene Fleisch schneiden. Klar ist jedoch, dass China sich jetzt risikoreicheren Anlageformen zuwendet, die höhere Renditen bieten." Gemeinhin besteht der Verdacht, dass der Yuan unterbewertet ist. Ist dieses niedrige Niveau auf Dauer zu halten? "Um noch einmal auf Japan zurückzukommen: Seit den 60er Jahren ist der Yen gegenüber dem Dollar um rund 300 Prozent gestiegen. Die starke Aufwertung der Währung ist nämlich ein typisches Merkmal für einen aufstrebenden Markt. Somit rechne ich auch beim Yuan in den nächsten Jahrzehnten mit einem Anstieg um mehrere Hundert Prozent. Die geldpolitisch Verantwortlichen in China behalten die Entwicklung natürlich im Auge. Daher verläuft der Aufwertungsprozess kontrolliert und graduell, da ein zu schneller Anstieg zu einer Destabilisierung führen würde. Wirtschaftswachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen haben höchste Priorität. Denn schließlich gibt es außerhalb der Städte noch massive Arbeitslosigkeit und Armut. "Ein Faktor, der sich hartnäckig der Einflussnahme der Behörden entzieht, ist das Fehlen einer Konsumkultur in China selbst. Gelänge es China, seine Einfuhren anzukurbeln, würden auch die Handelsbilanzüberschüsse schrumpfen." Kim weiß aber auch, warum die Chinesen lieber sparen als ausgeben: "Die soziale Infrastruktur wie Gesundheits- und Altersversorgung ist völlig ungenügend. Deshalb legen die Chinesen ihr Geld lieber auf die hohe Kante, anstatt der Konsumfreude zu frönen." Chinas Sparquote liegt bei 50 % des BIP und ist wohl die höchste in der ganzen Welt. Und derzeit scheint ein Großteil dieser Ersparnisse an der Börse zu landen... "Ich meine, dass das bedenklich ist. Unerfahrene Privatanleger engagieren sich an der Börse, ohne über das nötige Know-how zu verfügen. Angesichts des steigenden Risikos eines Boom-Bust-Szenarios wird damit der Grundstein für mögliche soziale Unruhen gelegt. Dies will der Staat um jeden Preis verhindern. Damit also nicht zu viele Ersparnisse auf den Aktienmärkten investiert werden, wurde die Erwerbssteuer 2007 angehoben. Mit dieser Maßnahme soll übermäßigem Börsenengagement entgegengewirkt werden." Hat dieses Wachstum keine Grenzen? Es besteht doch ein reales Risiko, dass die Wirtschaft überhitzt. "Wir haben 2007 erhebliche Unterschiede gegenüber der Situation von 2005 festgestellt. Damals war die Gefahr einer harten Landung der chinesischen Volkswirtschaft in aller Munde. Jetzt hört man davon überhaupt nichts mehr, das Thema ist einfach nicht mehr aktuell." Kim sieht allerdings eine steigende Inflationsgefahr in China. Kim dazu: ?Inflation kann aber nur auf lange Sicht zu einem strukturellen Problem werden. Dem steuert China bereits mit einer zunehmend restriktiven Geldpolitik gegen." Man war lange Zeit der Annahme, dass billige chinesische Exporte sich deflationär auf die Weltwirtschaft auswirken würden. Nach Kims Auffassung erweist sich diese Theorie zunehmend als irrig. "Der Nachschub an spottbilligen Arbeitskräften kommt jetzt allmählich ins Stocken. Derzeit beobachten wir deren Rückkehr aus den Städten aufs Land. Noch vor Jahren siedelten junge Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren scharenweise vom Land in die Städte um, wo sie den ganzen Tag in Fabriken schufteten und dort vielfach auch noch untergebracht waren. Das ersparte Geld nutzen sie nun, um wieder aufs Land zurückzukehren. Eine wichtige Quelle von Arbeitskräften ist jetzt so gut wie versiegt. Infolgedessen werden die Produktionsstandorte nunmehr dorthin verlegt, wo es Arbeitskräfte gibt, das heißt aufs Land. Die Kosten für den Aufbau von Fabriken sowie die Transportkosten sind daher höher. Die nach und nach steigenden Lohn- und Fertigungskosten chinesischer Hersteller machen somit den deflationären Effekt wett." Haben Sie den Eindruck, dass den Chinesen Umweltschutzfragen wichtig sind? "Umweltschutz hat in China einen hohen Stellenwert. Ich persönlich bin aber noch nicht ganz überzeugt. Ich vermute, dass Chinas Prioritäten so aussehen: erst das Wirtschaftswachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, dann die Frage gewerblichen Eigentums, danach die Gesundheitsversorgung und erst dann der Umweltschutz. Die Regierung bemüht sich sehr darum, die Qualität der Agrarfläche und des Trinkwassers zu verbessern, aber das hat mehr mit der Sorge um soziale Stabilität als mit echtem Umweltbewusstsein zu tun." Betrachten Sie China als eine Chance oder eine Bedrohung für die westliche Welt? "Bestimmte Branchen und Länder werden natürlich negativ betroffen sein, aber man muss sich nur einmal die vielfältigen Handelschancen ansehen, die eine derartig schnell wachsende Region bietet. China stellt eine hervorragende Gelegenheit für die Weltwirtschaft dar!", so Joel Kim, Head of Asian Debt der ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong. Rechtliche Hinweise: Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen dienen ausschließlich informativen Zwecken und stellen auf keinen Fall ein Angebot, insbesondere einen Prospekt oder eine Aufforderung zum Handel, Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, bzw. zur Teilnahme an einer Handelsstrategie, dar. Diese Publikation ist ausschließlich für professionelle Anleger bestimmt. Obwohl der Inhalt dieser Publikation mit großer Sorgfalt zusammengestellt wurde, können wir keine - weder ausdrückliche noch stillschweigende - Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben übernehmen. Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit und unangekündigt Änderungen oder Aktualisierungen der in dieser Publikation enthaltenen Informationen vorzunehmen. Weder ING Investment Management (die für diesen Zweck ING Asset Management (Europe) B.V. als Rechtsperson angibt) noch irgendeine andere zur ING-Gruppe gehörende Gesellschaft oder Körperschaft noch irgendwelche Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer oder Mitarbeiter können direkt oder indirekt für irgendwelche in dieser Publikation enthaltenen Informationen und/oder Empfehlungen haftbar oder verantwortlich gemacht werden. Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind auf keinen Fall als Erbringung einer Investmentdienstleistung zu verstehen. Die Verwendung der in dieser Publikation enthaltenen Informationen erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr. Wir sind weder direkt noch indirekt für irgendwelche Verluste oder Schäden, die dem Leser durch die Verwendung dieser Publikation oder durch eine darauf basierende Entscheidung entstehen, haftbar. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie, dass der Wert der Anlage steigen oder sinken kann und die Wertentwicklung in der Vergangenheit nicht notwendigerweise aussagekräftig für die Wertentwicklung in der Zukunft ist und in keinem Fall als aussagekräftig betrachtet wird. Diese Publikation und die darin enthaltenen Informationen sind streng vertraulich und dürfen zu keinem Zeitpunkt ohne unsere vorherige Zustimmung kopiert, vervielfältigt, verbreitet oder Dritten zugänglich gemacht werden. Jegliche Ansprüche, die sich aus oder im Zusammenhang mit den Bedingungen dieses Haftungsausschlusses ergeben, unterliegen niederländischem Recht. Für alle in dieser Publikation genannten Produkte oder Wertpapiere gelten andere Risiken und Geschäftsbedingungen, die von jedem Anleger vor einem Anlagegeschäft einzeln durchzulesen sind. Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen auf keinen Fall eine Werbung für den Kauf oder Verkauf von Kapitalanlagen bzw. für die Zeichnung von Wertpapieren dar. Bezüglich der in dieser Publikation genannten Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise weitere Informationen über bestimmte für diese Produkte oder Wertpapiere geltende Beschränkungen aufgrund der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen erforderlich. Diese Publikation ist nicht als Werbung für den Kauf oder Verkauf von Kapitalanlagen bzw. für die Zeichnung von Wertpapieren gedacht und auch nicht für Personen in Ländern bestimmt, in denen die Verbreitung solcher Materialien aufgrund geltender Vorschriften oder Gesetze verboten ist. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von ING Investmentfonds sind die jeweiligen Verkaufsprospekte mit Risikohinweisen und ausführlichen Informationen, die Sie kostenlos bei ING Asset Management B.V., Niederlassung Deutschland, Westhafenplatz 1, 60327 Frankfurt am Main, oder unter [www.ing-investments.de] erhalten. Über ING Investment Management: ING Investment Management ist der globale Asset Manager der ING Gruppe. Mit annähernd Euro 400 Milliarden Euro Assets under Management (Q3 2007), vertreten in 31 Ländern und 2.934 Mitarbeitern, (Europa: 850, Americas: 975, APAC: 1109) darunter 2.500 Investment-Experten, gehört die ING Investment Management (ING IM) weltweit zu den Top 25 im Asset Management. ING IM Europe hat Niederlassungen in 15 europäischen Ländern mit Euro 156 Milliarden Assets under Management (Q3 2007). ING Investment Management bietet Investmentprodukte und Lösungen im ING Unternehmensverbund für institutionelle Kunden und Vertriebspartner. Die globale Präsenz bietet eine breite Palette von Investmentstrategien. Dies ermöglicht das Angebot integrierter Lösungen von Finanzdienstleistungen für alle Kundengruppen, sowohl in Europa als auch auf globaler Ebene. ING Investment Management ist seit Januar 2007 mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main vertreten. Pressekontakt: Birgit Stocker -Head of PR Germany- ING Investment Management Westhafenplatz 1 60327 Frankfurt am Main T: +49 69 50 95 49 - 15 Email: birgit.stocker@ingim.com Web: www.ing-investments.de
Der Inhalt ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcast-Angebotes ING Investment Management, die du hier downloaden und online anhören kannst. Informiere dich über den ING Investment Management Podcast Download.

* Download/Wiedergabe im Player erfolgen direkt vom Server des Anbieters.

Stichwörter

Stichwort hinzufügen

Kommentare

Copyright 2012, news aktuell GmbH

11 ING Investment Management Podcast Downloads

MP3 online hören: ots.Audio: China = Wachstum - Gespräch mit Joel Kim, Head of Asian Debt von ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong

Podcast Download - Folge ots.Audio: China = Wachstum - Gespräch mit Joel Kim, Head of Asian Debt von ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong online hören Verpasse keine Folge dieses Podcasts. ots.Audio: China = Wachstum - Gespräch mit Joel Kim, Head of Asian Debt von ING Investment Management Asien-Pazifik mit Sitz in Hongkong MP3 online hören, solange die Datei verfügbar ist. Die Dateien können jederzeit vom Anbieter offline genommen werden. Die Inhalte stammen nicht von podcast.de. Die Rechte liegen bei: Copyright 2012, news aktuell GmbH Am Einfachsten informierst du dich über neue Downloads, indem du den Podcast ING Investment Management abonnierst. Das geht per E-Mail, online oder mit einem Podcatcher und ohne iTunes. Ein Podcatcher ist eine spezielle Software zum Abonnieren und Herunterladen von Inhalten aus Podcasts.