1985: Interview mit Ulla Meinecke

1985: Interview mit Ulla Meinecke

17 Stunden 27 Minuten
Podcast
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Chanson und Kabarett stehen im Vordergrund dieser Podcast-Reihe, in der die Künstler über sich selbst sprechen und von ihrer Arbeit erzählen.

Beschreibung

vor 3 Monaten
"Jeder Abend hat seine eigene Choreographie" - Ulla Meinecke über ihre Auftritte1984 wurde sie mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte "Chanson" ausgezeichnet und hat laut ihrer Internetseite, auf der sie sich als Songwriterin, Poetin und Sängerin bezeichnet, bis heute knapp zwei Dutzend Platten veröffentlicht. Ulla Meinecke ist eine feste Größe im deutschen Musikgeschäft, das es nicht immer freundlich mit ihr meinte. Eine schicksalhafte Kassette Zur Welt kam Ulla Meinecke am 14.8.1953 in Usingen im Taunus, wo sie bis 1966 aufwuchs. Nach dem Abitur im Jahr 1972 wurde sie in Frankfurt Studentin in den Fächern Germanistik, Völkerkunde und Geschichte, doch ihr Interesse galt mehr der Frankfurter Spontiszene denn dem Studium. Doch sie interessierte sich auch für Musik und begann recht früh eigene Liedertexte zu schreiben, zu denen sie auch die Musik komponierte. In Begleitung einer Gitarre sang sie diese Lieder und nahm sie gleichzeitig auf einer Kassette auf. Eine von diesen Kassetten übersandte sie Udo Lindenberg, der derzeit Musikerinnen für eine Frauenband suchte. Bald holte der Musiker Ulla Meinecke nach Hamburg und es sollte der Beginn einer Karriere werden, die bis heute andauert. Ein Jahr später - 1977 - erschien auch die erste Platte der Sängerin, die sie in Zusammenarbeit mit Udo Lindenberg als Komponist und Produzent aufnahm. Es war ein gelungenes Debüt, das Ulla Meinecke auch zu einer zweiten LP ermutigte, die ebenfalls gute Kritiken erhielt. Zwei Tourneen zusammen mit Udo Lindenberg rundeten den Einstieg ins Musikgeschäft ab. Doch Ulla Meinecke war auch darin bestrebt, ihren eigenen Still weiter zu entwickeln und siedelte schließlich 1979 nach Berlin um. Und hier sollte sich bald eine fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Musikern ergeben. Der Durchbruch Noch im selben Jahr nach dem Umzug nach Berlin, gründete Ulla Meinecke ihre eigene Band und begann eine Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schlagzeuger, Sänger, Komponist und Produzent Herwig Mitteregger. Es folgten zwei weitere Alben und Tourneen der Sängerin, bis 1983 der endgültige Durchbruch kam: die LP "Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig" erwies sich als ein großer Verkaufserfolg. Über die darauffolgende Tournee schrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am 24.11.1983 unter anderem: "Auf ihrer Deutschland-Tornee, die in der Alten Oper in Frankfurt begann, ist sie so gut und überzeugend wie nie zuvor. Instinktsicher zeichnet Ulla Meinecke die Stimmungsbilder täglicher Desillusionen nach, die Fähigkeit zur Freude hart zusetzen, sie freilich nie ganz verlöschen können." Es seien "menschliche Schicksale, die nicht sentimental verkitscht, sondern einleuchtend seziert werden", schrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" weiter. Nach zwei Jahren, 1985, sollte die nächste LP von Ulla Meinecke, "Der Stolz italienischer Frauen", einen ähnlichen Erfolg erlangen. Lediglich das aufwendige Arrangement wurde von der Kritik beanstandet, da es die Textinhalte überdecke. Im Laufe der nächste Jahre folgten weitere zahlreiche Platten und Tourneen von Ulla Meinecke, die ihren festen Platz in der Spitze der deutschen Musikszene nun festigten. Doch die Sängerin bewies ihre Talente mit Erfolg durchaus auch auf anderen Gebieten. Bucherfolge Im Jahr 2003 erfüllte sich Ulla Meinecke einen Traum und sie setzte ihr Lieblingsbuch, den Jugendbuchklassiker „Die Abenteuer von Tom Sawyer“ als Hörbuch um. Zwei Jahre später erschien dann auch ihr erstes Buch „Ulla Meinecke – Im Augenblick / Das Buch“, das sie selbst als eine Sammlung mit Texten, Fotografien und Bühnengeschichten bezeichnete und auf der Leipziger Buchmesse präsentierte. Das Buch erwies sich als ein großer Erfolg und so stellte sie es auf unzähligen Lesungen dem Publikum in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vor. Doch es sollte nicht bei dem einen Buch bleiben: bereits 2007 erschien ihr nächstes Werk "Willkommen in Teufels Küche: Vom Glanz und Elend der Chaotiker", das sie ebenfalls auf eine ausgiebige Lesetournee führte. Ulla Meinecke scheute auch nicht vor Theaterbühnen und war in Theaterstücken mit Songs von Dietmar Loeffler „Männerbeschaffungsmaßnahmen“ an den Hamburger Kammerspielen zu sehen und übernahm auch den Gesang in dem Drama von Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ am Renaissance Theater Berlin. Nach ihren eigenen Angaben auf ihrer Internetseite ist die Sängerin bis heute bei ihren zahlreichen Konzerten zu sehen. Im Oktober 1985 sprach DW-Redakteur Klaus Ulrich mit Ulla Meinecke in Köln. Autor: Andreas Zemke Redaktion: Uta Hardes-Schmeißer

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