Let's talk about money

Let's talk about money

1 Stunde 3 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren
Irgendwann muss man sich dem stellen, worüber eigentlich keiner reden will: dem Geld. Wir tun es trotzdem. Wir stellen uns den harten Zahlen. Der Künstlersozialkasse, dem Kulturprekariat, der Frage, wann Arbeit zur Ausbeutung wird und ob eine starke Sinnstiftung von Arbeit eine gerechte Bezahlung kompensieren kann.
»Das Prosanova-Festival hat über 100.000 Euro gekostet. Ich habe im Monat ungefähr 800 Euro zur Verfügung. Diese Schuhe von meinem Kollegen haben schätzungsweise 70 Euro gekostet. Für den goldenen Litradio-Bauwagen haben wir null Euro gezahlt. Zum Glück. Wir haben ihn geliehen.«
KSK, Haushaltsplan, Knausrigkeit
Geld regiert die Welt. Und weil es sich reimt, muss es die Wahrheit seit. Mareike Köhler und Magnus Rust betrachten aus ihrer Warte den Literaturbetrieb. Wie kann man in ihm Geld verdienen, welche Strategien braucht man zum Leben, welche Werkzeuge der Selbstverwaltung. KSK, Haushaltsplan, Knausrigkeit? Was ist mit dem viel beschworenen Idealismus in der Kulturbranche, der die oft freien Mitarbeiter zu unbezahlten Überstunden treibt? Selbstkasteiung.
Oder ist die Arbeit im Betrieb nicht einfach das Privileg der deutschen Mittelschicht, die abseits großer monetärer Not, ein Leben führt, in dem es immer heißt: Wird schon gut gehen, ist ja schließlich immer gut gegangen. Naivität oder Optimismus.
Als Gäste stoßen Anke Stelling und Tilman Strasser mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung dazu. Sie berichten davon, inwiefern Geld verbittert, was man am Literaturhaus Köln verdient und wie man als Genossenschaft im Prenzlauer Berg eine Wohnung finanziert. Mit drei Kindern oder als Single im Literaturbetrieb.

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