Künstlerin im "Eigenkleid" - Anna Muthesius

Künstlerin im "Eigenkleid" - Anna Muthesius

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Berühmte Brandenburgerinnen – Einmal pro Woche stellen wir hier Brandenburgerinnen vor, die das Zeug zum Role Model haben. Spannende - aber weitgehend vergessene - feministische Vorbilder wie: - Justine Siegemundin – Hebamme, die im 1...

Beschreibung

vor 2 Jahren
Die Frauenmode zur Zeit von Anna Muthesius schnürte ihren Trägerinnen buchstäblich die Luft ab. „Schnürleber“ und „Schnürfurchen“ waren gängige gesundheitliche Folgen des Korsetts. An sportliche Betätigung war nicht zu denken. Die ausgebildete Konzertsängerin Anna Muthesius war in Sachen Mode eine Autodidaktin, aber sie hatte die richtigen Ideen zur richtigen Zeit. Mit schönen Stoffen und künstlerischem Anspruch befreite sie den Frauenkörper vom Modediktat des Korsetts. Inspiriert von der englischen „Arts and Crafts“-Bewegung schlossen sich Anna Muthesius und ihr Ehemann, der Architekt Hermann Muthesius, der deutschen Reformbewegung an. Während ihr Mann Landhäuser entwarf, machte sich Anna Muthesius daran, das weit geschnittene „Reformkleid“ - im Volksmund als Sack verspottet – salonfähig zu machen. Die Entwürfe aus Seide und Baumwolle, verziert mit Jugendstilmustern, sollten die Individualität der Trägerin betonen. Eine sehr moderne Vorstellung von Selbstermächtigung durch Mode.

Gäste in der Sendung: Prof. Dr. Antonella Giannone, Professorin für Modetheorie, Modegeschichte und Bekleidungssoziologie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Dr. Ina Ewers-Schultz, Kuratorin bei den Kunstmuseen Krefeld Anna Muthesius hat ihre Entwürfe stets selbst gemodelt.

In dieser Fotogalerie ist sie mit einigen ihrer Kleider zu sehen: https://rbburl.de/annamuthesius Buch: Ina Ewers-Schultz, Magdalena Holzhey (Hrsg.): "Auf Freiheit zugeschnitten - Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft" Hirmer Verlag, 2018, 288 Seiten, 45 Euro

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