Audio Kultur mit «Glaubenssachen» : Bagger und Barock

Deutsche Welle - Kultur mit «Glaubenssachen» : Deutschland ist mehr als Goethe, Grass & Co. Podcast27.11.07 08:45 Uhr

Kultur mit «Glaubenssachen» : Bagger und Barock

Der Abriss geht weiter - historische Bausubstanz wird in Ostdeutschland noch immer plattgemacht

Manchmal ist Reichtum auch eine Last. Gerade im Osten Deutschlands haben sich zahllose historische Gebäude erhalten - vom Mittelalter über Renaissance und Barock bis zu Gründerzeit und Jugendstil. Ein Traum für Denkmalschützer, müsste man meinen. Aber allzu oft hat sich der Traum als Albtraum entpuppt. Denn die historische Bausubstanz war nur allzu oft in den vier Jahrzehnten der DDR vernachlässigt worden. Das Ergebnis: Abbruchreife Bauruinen, verfallene Gemäuer. Weitreichende Sanierungsprojekte wurden fällig. Doch Sanierung ist teuer - und mitunter haben öffentliche Mittel sogar das Gegenteil von Sanierung erreicht. Denn Abriss wurde finanziell mitunter mehr belohnt als Erhaltung. So rückten die Bagger mancherorts gleich flächendeckend an. Und stellenweise geht der Abriss munter weiter. Zum Beispiel in Leipzig - ausgerechnet dort, wo man stolz auf eine fein herausgeputzte Innenstadt verweisen kann. Aber ein paar Ecken weiter sind immer noch Gründerzeithäuser vom Abriss bedroht. Das ruft noch heute Denkmalschützer auf den Plan.

Bis vor einigen Jahren wütete die Abrissbirne besonder schlimm in der kleinen Stadt Weißenfels, etwa 50 Kilometer von Leipzig entfernt: Statt Barockhäuser zu sanieren, hat man gleich ganze Straßenzüge abgerissen. Das rief internationale Proteste hervor. Inzwischen hat man nun ein Einsehen in Weißenfels. Viel ist zwar nicht mehr übrig von der historischen Substanz, doch die Reste sollen nun saniert werden - auch wenn die Nutzung der historischen Bauten noch nicht völlig geklärt ist. Denn immer mehr Menschen verlassen den Osten - so dass sich immer weniger Interessenten für leerstehende Häuser finden - und seien sie auch noch so schön saniert.

Wir berichten aus Leipzig und Weißenfels und sprechen mit einer Denkmalpflegerin über die Frade, wie man angesichts schrumpfender Bevölkerungszahlen mit historischer Bausubstanz umgehen kann.

Außerdem in den "Glaubenssachen":

Wer andere mit in den Tod reißt

Selbstmordattentate sind seit den 1990er Jahren zu einer gefürchteten Waffe des internationalen Terrorismus geworden, besonders des islamistischen Terrors. Islamisten begründen solche Anschläge in aller Regel religiös. Doch es gibt durchaus auch nicht-religiöse Deutungen als Tätermotive. Darüber diskutierten Experten bei den "Nahost-Gesprächen" der Katholischen Akademie des Bistums Essen.


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