Audio 666, die Zahl der gottlosen Herrschaft

ERKWB Winterthur | Predigt Podcast13.01.21 18:00 Uhr

Wir leben in einer Welt, die Gott immer mehr vergisst. Die Werte, die man einst aus dem Christentum gewann, werden mehr und mehr verachtet. Worauf soll die Kirche unter diesen Umständen hoffen? Über diese Frage denken wir mit dem heutigen Abschnitt aus . von Thomas Reiner

Wir leben in einer Welt, die Gott immer mehr vergisst. Die Werte, die man einst aus dem Christentum gewann, werden mehr und mehr verachtet. Worauf soll die Kirche unter diesen Umständen hoffen? Über diese Frage denken wir mit dem heutigen Abschnitt aus der Offenbarung nach. Herzlich willkommen zur Abendandacht!Der Apostel Johannes sah in einer Vision, wie die Welt wie ein wildes Tier, angestachelt vom Teufel, gegen alles wütete, was zu Gott gehört. Welche Aussichten haben nun jene, die auf Christus vertrauen? Mit dieser Frage schlagen wir die Offenbarung auf (Offenbarung 13,11-18).Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache. Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. Und es tut grosse Zeichen, so dass es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen lässt vor den Menschen.Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, dass sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen. Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Grossen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.Hier ist die Weisheit! Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.Das zweite TierNach dem furchtbaren Tier, das aus dem Meer hervorkam, sah Johannes ein zweites Wesen. Es stieg aus der Erde auf. Auf den ersten Blick ist dieses Tier nicht so schrecklich wie sein Vorgänger. Es gleicht nicht einem Raubtier, sondern hat Hörner wie ein Lamm. Das ist bemerkenswert, wenn wir uns daran erinnern, dass Christus in der Offenbarung als verwundetes Lamm im Himmel dargestellt wurde. Wiederum wird hier auf der Erde etwas Himmlisches nachgeäfft.Das Tier trägt zwei Hörner auf seinem Kopf. Sie sind Zeichen für seine Macht. Dieses Mal scheint es aber auf den ersten Blick, es komme eine Herrschaft auf, die Gottes Volk freundlich gesinnt sei. Mitten in einer Zeit, in der die Kirche bedrängt wird, kommt ein Regent auf, der scheinbar die Art ihres Herrn an sich trägt.Der Schein trügt. Das wird deutlich, als das zweite Tier seinen Mund aufmacht. Es redet wie ein Drache. Von ihm kommen die Worte des Teufels. Wer aufmerksam zuhört und sich nicht von der Erscheinung blenden lässt, bemerkt sofort, dass dieses Tier die Kirche niemals unterstützt wird. Genauso wie das erste Wesen, das aus dem Meer stieg, richtet sich das zweite gegen alles, was von Gott kommt; also auch gegen jene, die sich zu ihm halten.Bereits beim Aufkommen des Tieres wird deutlich, dass die Kirche nichts Gutes zu erwarten hat. Nichts, was von der Erde kommt, wird von sich aus Gottes Sache dienen.Die Verführung des TieresTatsächlich wird im Lauf der Geschichte klar, dass dieses zweite Tier in die Fussstapfen des Ersten tritt. Es übt seine Vollmacht aus. Es sorgt sogar dafür, dass sein Vorgänger angebetet wird. Um die Menschen dazu zu bringen, bewirkt es unerklärliche Wunderzeichen. Es heisst, dass es sogar Feuer vom Himmel fallen lässt. Die ganze Welt staunt über diesen Machtbeweis.Das scheinbar harmlose Tier, lässt es nicht bei Worten und Zeichen. Es richtet einen Kult auf, indem es die Menschen dazu verführt, ein Bild jenes Tieres zu machen, das von seiner Wunde genesen ist. Es ist dieselbe Verführung wie in der Wüste Sinai, wo Aaron Israel ein goldenes Kalb goss. Dem Abbild wird diesmal sogar Leben eingehaucht. Das Tier mit seinen zwei Hörnern verleiht ihm einen Geist, den es reden lässt und alle tötet, die es nicht anbeten.Alle Menschen, Gross und Klein, Reich und Arm, Freie und Sklaven tragen daraufhin das Malzeichen des Tieres auf der Hand und auf der Stirne. Einst gab Gott seinem Volk ein Zeichen in die Hand und vor die Augen. Die ungesäuerten Brote sollten Israel daran erinnern, dass der Herr es durch seine Macht aus der Sklaverei befreite (2. Mose 13). Der neue Kult richtet sich direkt gegen dieses Gedächtnis. Das Tier, das aus dem Meer aufsteigt, will als Erlöser der ganzen Menschheit anerkannt und angebetet werden.Dieses Malzeichen hat nicht nur einen kultischen Zweck, sondern prägt den Alltag aller Menschen. Schliesslich wird nur noch mit jenen Handel getrieben, die sich dem gottfeindlichen Befreier widmen. Wie in den griechischen Städten, in denen der Markt vor den Tempeln und im Namen der Götter gehalten wurde, wird allen, die sich nicht unter die Herrschaft des Bösen stellen, die Lebensgrundlage entzogen.Der scheinbar freundliche Herrscher wendet sich also deutlich gegen die Kirche. Das Böse ist nicht bloss eine Idee. Es ist die Macht, die auf Erden alles zerstört, was Gottes Ehre dienen will, und zwar schonungslos.Die Identität des TieresNun wird es Zeit, dass wir uns um den Elefanten im Raum kümmern. Es ist die Frage, die alle beschäftigt, nachdem sie den letzten Satz des Abschnitts gelesen haben: «Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.» Wer wird mit dieser Zahl bezeichnet?Im Lauf der Geschichte wurde die Zahl 666 auf verschiedene Persönlichkeiten bezogen. Aus Überlieferungen geht hervor, dass man in der frühen Kirche davon ausging, dass der Kaiser Nero damit gemeint sei. Später vermutete man bei dieser Zahl einen Hinweis auf den Papst, auf den Islam oder den Kommunismus, oder auf Despoten wie Hitler oder Stalin. Die Beschreibung der beiden Tiere kann zwar durchaus auf all diese Personen und Ideologien bezogen werden. Dennoch ist es schwer, zu beweisen, dass die Zahl 666 einzig auf die eine Möglichkeit deutet.Einige Gelehrte wollen die Zahl nicht auf eine einzelne Person beziehen. Sie verstehen sie als Aufstand der Schöpfung gegen Gott. Am sechsten Tag hat Gott den Menschen geschaffen. Beim Sündenfall wurde ihm vom Teufel den Floh ins Ohr gesetzt, dass er wie Gott sein könne. Die drei Sechsen deuten an, dass der Mensch an die Stelle des dreieinigen Gottes treten will. Er versucht so, den siebten Schöpfungstag, den Tag von Gottes Ruhe, zu vergessen und sich mit seinem eigenen Werk zu begnügen.Diese Deutung wird durch eine weitere Beobachtung unterstützt. Am Schluss der Offenbarung vermisst Johannes die Mauern des neuen Jerusalems. Das himmlische Mass wird dort in eine irdische Masseinheit übertragen (Offenbarung 21,17): «144 Ellen nach dem Mass eines Menschen». Mit dem Mass eines Menschen ist keine spezielle Persönlichkeit gemeint, sondern die allgemeine Einheit, die alle verstehen. Genauso kann der Ausdruck «Zahl eines Menschen» übersetzt und verstanden werden. Sie bezieht sich nicht auf eine einzelne Person oder eine einzige Sache, sondern beschreibt das allgemeine Prinzip, mit dem alle Menschen rechnen und nach dem alle ihr Leben ausrichten.Die menschliche Zahl 666 ist jederzeit auf Erden zu finden. Sie ist das Prinzip der Sünde. Es nimmt dann in einer Gesellschaft unbarmherzig überhand, wenn sich immer mehr Leute von Gott und seiner Gerechtigkeit abwenden. Unter jenen Umständen werden die Menschen nicht frei, sondern bereit, sich von irgendwelchen Mächten zu einer scheinbaren Ruhe und zu einer eingebildeten Seligkeit führen zu lassen.SchlussWeise ist, wer in einer Situation angemessen handelt. Jesus offenbart diese Dinge seiner Gemeinde nicht, damit sie dem Bösen einen Namen geben kann. Gottes Kinder sollen vielmehr erkennen, dass die Welt ständig gegen ihren himmlischen Vater streitet. Sie wird davor gewarnt, unter schweren Umständen auf einen Menschen zu hoffen, der ihre Bedrängung erleichtern soll. Menschliche Erlöser haben sich im Lauf der Geschichte schon oft als die schlimmsten Verfolger erwiesen. Solange wir auf dieser Welt sind, umgeben von allen Mächten, die aus der Menschheit aufsteigen, gilt der Rat, den der Apostel Petrus den Gemeinden in der Zerstreuung gab (1. Petrus 5,8-11):Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen! Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Die Sendung ist eine Audio-Datei aus der Liste des Podcast-Angebotes ERKWB Winterthur | Predigt, die du hier downloaden und online anhören kannst. Informiere dich über den ERKWB Winterthur | Predigt Podcast Download.

* Download/Wiedergabe im Player erfolgen direkt vom Server des Anbieters.

Stichwörter

Stichwort hinzufügen

Kommentare

ERKWB Winterthur

MP3 online hören: 666, die Zahl der gottlosen Herrschaft

Podcast Download - Folge 666, die Zahl der gottlosen Herrschaft online hören Verpasse keine Folge dieses Podcasts. 666, die Zahl der gottlosen Herrschaft MP3 online hören, solange die Datei verfügbar ist. Die Dateien können jederzeit vom Anbieter offline genommen werden. Die Inhalte stammen nicht von podcast.de. Die Rechte liegen bei: ERKWB Winterthur Am Einfachsten informierst du dich über neue Downloads, indem du den Podcast ERKWB Winterthur | Predigt abonnierst. Das geht per E-Mail, online oder mit einem Podcatcher und ohne iTunes. Ein Podcatcher ist eine spezielle Software zum Abonnieren und Herunterladen von Inhalten aus Podcasts.