Tod und Teufel – zwei Bücher über Leben und Sterben in England in früheren Zeiten

Tod und Teufel – zwei Bücher über Leben und Sterben in England in früheren Zeiten

32 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren
In der dreizehnten Folge von BRIGITTE Bücher sprechen Angela Wittmann und Meike Schnitzler über einen Roman und ein Sachbuch, die viel mit dem Tod, aber auch mit dem Leben zu haben. Angela Wittmann hat sich “Judith und Hamnet” von Maggie O´Farrell ausgesucht: Es gibt Romane, die stoßen eine Tür auf und schubsen einen hinein in ein Jetzt, das so nah, so absolut scheint wie der eigene Herzschlag. „Judith und Hamnet“ von Maggie O´Farrell ist so ein Buch. Jede Zeile hat etwas Pulsierendes, und zugleich spürt man in jedem Moment, wie fragil der Lebensstrom ist und wie schnell alles vorbei sein kann. Davon handelte schon ihr Memoir „Ich bin, ich bin, ich bin“, in dem die irisch-britische Autorin von ihren Begegnungen mit dem Tod erzählte. Auch in ihrem neuen Roman drängt der Tod machtvoll in das Leben einer Familie. Vor über 400 Jahren verloren Agnes (oder Anne) Hathaway und ihr Mann William Shakespeare ihren Zwillingssohn Hamnet, der mit elf Jahren an der Pest starb. Wie haben die Eltern diesen Verlust verkraftet? Der Vater schrieb später sein weltberühmtes Drama „Hamlet“. Aber wie erging es der Mutter? Wer war sie überhaupt? Acht Jahre älter als ihr Mann, eine Kräuterkundige mit vielen Gaben, die Vernunft allein nicht erklären kann. Ihr Kind wird also sterben. Aber zugleich geschieht das Leben, und eine Liebe wächst – der Name Shakespeare fällt übrigens kein einziges Mal. (Ü: Anne Kristin-Mittag, 416 S., 22 Euro, Piper). 

Kommentare (0)

Lade Inhalte...
15
15
:
: