#CITYMAKING_17 - Bernadette Spinnen - Immobilienbesitzern kommt eine besondere Bedeutung in der Wiederbelebung der Innenstädte zu

#CITYMAKING_17 - Bernadette Spinnen - Immobilienbesitzern kommt eine besondere Bedeutung in der Wiederbelebung der Innenstädte zu

Beschreibung

vor 10 Monaten
Bernadette Spinnen ist Leiterin des Stadtmarktings der Stadt Münster und langjährige Vorsitzende des Bundesverbandes City- und Stadtmarketing e.V., dem mehr als 350 Städte angehören. Sie ist seit 21 Jahren in der Vermarktung von Städten aktiv und ihre Stimme findet besonderes Gehör, wenn aktuell über die Auswirkungen von Corona für die Innenstädte und deren Wiederbelebung gesprochen wird.
Für die Aufgabenstellungen im Stadtmarketing hat ihr ihr Germanistik- und Theologie-Studium durch die Auseinandersetzung mit Sprache in besonderer Weise geholfen. „Die Rolle ist eine, die mit Gesprächen zu tun hat. Es geht um dauernde Dialoge mit Bürgerinnen und Bürgern, mit Gästen, um Themen zu entwickeln und weiterzubringen,“ so Bernadette Spinnen. Es braucht eine Idee, an die man glaubt, so ihre feste Überzeugung. Ihre Herkunft ist die Kultur, die sie als Herstellung von Beziehungsreichtum definiert. „Es ist der Klebstoff in einer Stadt, die Art und Weise, wie wir zusammenleben. Sie wird nicht durch Pläne gemacht, sondern durch Interaktionen zwischen den Häusern.“ Aus dieser Überzeugung heraus hat sie die Schnittstellen zu anderen Aufgabenstellungen einer Stadt gesucht und stets die Persönlichkeit bzw. die Seele der Stadt in Gänze betrachtet.
Zur Veränderung der Innenstädte hat sie klare Vorstellungen. „Das was uns bevorsteht ist ein Transformationsprozess. Die Weiterentwicklung der Stadt funktioniert nur dann, wenn die Tunnel überwunden werden und ein Zusammendenken sowie Handeln einsetzt,“ so ihre feste Überzeugung. Sie sieht die Eigentümer von Immobilien in Innenstadt-Lagen in der Verantwortung, sich über die eigenen Immobiliengrenzen hinweg für die Stadt einzubringen und damit dem einsetzenden Down-Trading-Prozessen entgegen zu wirken. Dabei geht es um die Entwicklung von Orten mit Aufenthaltsqualitäten und nicht-kommerziellen Nutzungen. Diese helfen der Innenstadt auf Sicht ihre Qualitäten und Anziehungskräfte aufrechtzuerhalten. „Wir müssen Innenstädte anders denken, konkret sich aus der Perspektive eines Bürgernutzens dem Thema anzunehmen. Die Frage muss lauten: Was sind die menschlichen Bedürfnisse, die wir aktuell bedienen wollen?“ Für sie sind es die Themen der „Selbstinszenierung“, „Gesundheit“ als Wohlfühlfaktor“ sowie „Wissenstransfer“, die die Menschen zukünftig in Städte ziehen werden.
Bernadette Spinnen hat klare Vorstellungen, welche Aufgaben anstehen und welche Prozesse notwendig sind, um die Innenstädte auch zukünftig als relevante Anziehungsorte zu entwickeln. Sie sieht Chancen für das Stadtmarketing, in dem ist nicht um die Vermarktung von Stadt geht, sondern um die Kommunikation einer Stadt nach innen und außen, speziell im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung. In der Folge 17 von „#CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben“ sieht sie die Zukunft in einem ganzheitlichen Stadtmanagement.

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