Audio «Böögg», «Goschdüm» oder «Häid» - Vielfältige Fasnachtssprache

Schnabelweid Podcast20.02.20 20:03 Uhr

In der Schweiz gibt es nicht «die» Fasnacht, sondern viele verschiedene lokale Fasnachten. Und jede dieser Fasnachten hat ihre eigenen Traditionen, Figuren und Geschichten und vor allem auch ihre eigene Sprache mit typischen Begriffen. von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Dauer: 12009168:00:00 In der Schweiz gibt es nicht «die» Fasnacht, sondern viele verschiedene lokale Fasnachten. Und jede dieser Fasnachten hat ihre eigenen Traditionen, Figuren und Geschichten und vor allem auch ihre eigene Sprache mit typischen Begriffen. Schweizweit bekannt sind der Luzerner Urknall und die Solothurner Chesslete am heutigen Schmutzigen Donnerstag. Und den Basler Moorgestraich anderthalb Wochen später kennt man weit über die Landesgrenzen hinaus. Dass ein Verkleideter in Basel ein «Goschdüm» ist, in Luzern aber ein «Grind», dieser Unterschied ist schon weniger verbreitet. Und dass man in Villmergen im Kanton Aargau, am dortigen, wilden Fasnachtstreiben, den Verkleideten «Heid» sagt, das wissen nur die Freiämter. Vom Bruder Fritschi bis zum König Rabadan Ähnlich ist es mit den verschiedenen Fasnachtsfiguren: Luzerns Bruder Fritschi ist allgemein ein Begriff, genauso wie die Waggis in Basel. Aber wer ausser den Einheimischen kennt den Drapoling von Amsteg oder den Blätz von Schwyz? Wer hat schon von den Empaillé, den Ausgestopften, in Evolène gehört oder vom König Rabadan in Bellinzona - der im übrigen nicht verwechselt werden darf mit dem Grand Rababou, der an der Freiburger Bolzen-Fasnacht verbrannt wird wie in Zürich der Böögg? Dos and Don'ts  Die Schnabelweid geht in die Tiefen der Fasnachtsbräuche und -gepflogenheiten. Welche sprachlichen Feinheiten muss man an der Luzerner oder der Basler Fasnacht kennen, um nicht ausgelacht zu werden? Wie verhält man sich jeweils, um nicht unangenehm aufzufallen? Und welche lokalen Fasnachtsbräuche irgendwo in der Schweiz könnte man als Alternative zu Luzern, Solothurn oder Basel besuchen? «Merssi fur bi üüs Komissioone z mache» Ausserdem in dieser Sendung: Auf den Kassenzetteln von Coop wird der Einkauf zuweilen in Mundart verdankt. In Steinhausen im Kanton Zug mit «Vile Dank für Ihre Ichauf», in Adelboden mit «Tuusigfältiga Daach für öuwan Ychuuf bin öes». Wie kommt die Mundart auf die Kassenzettel und wie kommt es, dass der Dank für den Einkauf lokal so unterschiedlich formuliert ist? Schliesslich wird auch die Redewendung «bis d Schwarte chracht» erklärt und die Familiennamen «Trinkler» und «Treichler».
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