Asymmetrische Hebel - Teil 2

Asymmetrische Hebel - Teil 2

5 Minuten
vor 1 Jahr

Beschreibung

Lieber LifeTime Interessent,  erinnern Sie sich an die Mail vor einiger Zeit über die New Yorker Polizei? Es ging um die Erfolge von Bill Bratton als Polizeichef in den 90er Jahren. New York drohte damals in Anarchie zu versinken. Es gab mehr Morde als je zuvor.    Doch Bratton schaffte das schier Unmögliche:    In knapp 2 Jahren machte er New York -ohne Erhöhung des Budgets- zur sichersten Großstadt der USA.  Wie machte er das?   Bratton konzentrierte sich auf 4 Hürden.   1. Bewusstseinshürde   2. Ressourcenhürde   3. Motivationshürde   4. Politische Hürde     Tipp 8: Nutze den Asymmetrischen Hebel Nr. 2 für die Ressourcenhürde.    Wenn die Mitarbeiter Ihrer Organisation akzeptiert haben, dass eine Änderung der Strategie notwendig ist.  Stehen Sie oft vor einem neuen Problem:  Die Ressourcen sind beschränkt. Es gibt nicht genug Mittel für notwendige Veränderungen.  An diesem Punkt beschneiden viele Unternehmer ihre Ideen und demoralisieren damit die Mitarbeiter.  Die Lösung: Den Wert der bisherigen Ressourcen maximal vergrößern!    Bill Bratton erkannte dabei 3 entscheidende Faktoren:     1. Kritische Bereiche  (benötigen wenig Ressourcen, haben aber ein hohes Potential)  2. Unkritische Bereiche  (haben enorme Ressourcen, die sich jedoch kaum auf die Leistung auswirken)  3. Tauschhandel  (dabei wird mit dem Überschuss aus einem Bereich die Lücke in einem anderen geschlossen)  In allen Unternehmen gibt es jede Menge an kritischen und unkritischen Bereichen, sowie Chancen für einen Tauschhandel.      Ressourcen für die kritischen Bereiche  Nach den ersten Analysen im Drogendezernat fiel auf, dass ca. 50% aller Kriminalfälle mit Drogenmissbrauch zu tun haben.  Allerdings arbeiteten nur 5% aller Polizisten in diesem Bereich.  Meist auch nur von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr.  Der Drogenverkauf fand allerdings fast ausschließlich am Wochenende statt.    Also verschob Bratton die Kapazitäten aus anderen Bereichen und führte Wochenendschichten ein.  Mit dramatischen Verbesserungen. Die Verhaftungen verdoppelten sich.   Doch woher nahm er diese Kapazitäten?    Abziehen aus unkritischen Bereichen   Bratton stellte fest, dass zum Vorführen von Straftätern vor Gericht ca. 16 Stunden Aufwand benötigt wurde. Denn die Straftäter mussten von den großen Polizeirevieren in die Innenstadt gebracht werden. Auch bei Bagatelldelikten.  Bratton änderte das. Er ließ alte Busse zu kleineren Polizeirevieren umbauen, stationiert in der Nähe von U-Bahn-Stationen.  Die dort aufgegriffenen Straftäter konnten innerhalb von kurzer Zeit zum Gericht gebracht werden.   Bei Bagatellfällen wurde auch direkt in den Bussen verhandelt.   Somit konnten 15 Stunden der Polizei-Kapazität pro Straftäter anders investiert werden.    Tauschhandel    Clevere Unternehmer verschieben nicht nur Ihre Kapazitäten, sondern tauschen auch ganz geschickt ihre nicht benötigten mit notwendigen Ressourcen.   Bratton und sein Berater fanden damals heraus:  Einige Dezernate besaßen ungenutzte Räumlichkeiten, aber leider zu wenig Fahrzeuge.   Wieder andere hatten zu viele Fahrzeuge zur Verfügung, aber sehr enge Büroräume.   Bratton fing an diese Ressourcen miteinander zu teilen, um für beide Bereiche bessere Bedingungen zu schaffen.  Die Idee einer höheren Nutzungs-Effizienz durch den Share-Economy-Ansatz. Und das bereits in den 90er Jahren!     Sollten Sie auch einen Veränderungsprozess mit engen Ressourcen umsetzen müssen.   Prüfen Sie doch einmal:  Wo sind die kritischen Bereiche?  Also, welche Aktivitäten wirken sich besonders stark auf ihre Leistung aus, sind aber nicht ausreichend versorgt?  Wo finden Sie unkritische Bereiche mit reichlich Ressourcen, die aber keine dramatische Wirkung erzielen?  Wie können Sie für Ausgleich und Verschiebung sorgen?  Bestehen Möglichkeiten des Tauschhandels?    Bitte schreiben Sie mir. Vielleicht finden wir gemeinsam einen Ansatz.  Zeit ist Ihre wichtigste Ressource!Herzliche GrüßeMarcus WagnerPS:Manchmal haben wir alles, was wir benötigen, vor unseren Augen. Und trotzdem sehen wir es nicht.Bevor wir über neues Budget nachdenken, sollten wir unsere Ressourcen genauer prüfen.   

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