Folge 5 - Spaltkopf von Julya Rabinowich

Folge 5 - Spaltkopf von Julya Rabinowich

Über innere Zerissenheit, Identität und Exilliteratur
33 Minuten
Podcast
Podcaster
Der Podcast über die Literatur von Frauen, nur von Frauen.

Beschreibung

vor 4 Jahren


Es ist passiert: Wir waren uns das erste Mal uneinig. Als wir uns vor der Aufnahme kurz über unseren ersten Eindruck austauschten, war Vivi von Sprache und Form begeistert, Katha eher ernüchtert. Nichtsdestotrotz ist Spaltkopf ein Roman, den man lesen kann. Er ist unbequem und drückt das durch Sprache und Aufbau, Einschübe und unklare Verhältnisse auch immer wieder aus. Julya Rabinowitsch stellt in der Geschichte der kleinen Mischka, die im Alter von sieben Jahren mit Eltern und Großmutter ihre sowjetische Heimat verlässt, ihre eigene dar. Kulturschocks, versuchte Anpassung und gleichzeitige Abgrenzung und das Leben und Suchen zwischen zwei Identitäten sind Problematiken, mit denen Mischka kämpft, doch auch ihre Erwachsenen Bezugspersonen tragen innere Konflikte aus. Wir sprechen in der Folge über Entwurzelung, innere Zerissenheit und wie man über diese schreiben kann und darüber, ob Sprache auch mal unangenehm sein kann und muss. Spannend, wenn man mal richtig darüber diskutieren kann, was Bücher mit einem machen!

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