Audio 10.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle Podcast10.10.19 09:38 Uhr

10.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten von DW.COM | Deutsche Welle

Dauer: 07:44:00 Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Angreifer wollte Massaker in Synagoge in Halle anrichten Nach dem versuchten Angriff auf eine Synagoge in Halle hat die Polizei den schwer bewaffneten Täter festgenommen. Der mutmaßliche Rechtsextremist Stephan B. aus Sachsen-Anhalt hatte nach Angaben aus Sicherheitskreisen versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen, scheiterte jedoch. In dem Gotteshaus befanden sich am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur 70 bis 80 Menschen. Der 27-jährige Deutsche soll vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er floh vom Tatort und wurde später festgenommen. Weltweite Bestürzung nach Angriff von Halle Der Angriff von Halle hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Der Jüdische Weltkongress forderte einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland. Es seien "Taten statt Worte" nötig, sagte der Vorsitzende Ronald Lauder. Der Zentralrat der Juden in Deutschland erklärte, es sei skandalös, dass die Sicherheitskräfte die Synagoge am Feiertag Jom Kippur nicht geschützt hätten. Bundeskanzlerin Angela Merkel kam in Berlin zur Synagoge in der Oranienburger Straße, um mit anderen Politikern der Opfer zu gedenken. Vertreter der EU, der UN und zahlreicher Staaten äußerten sich ebenfalls bestürzt. Türkei beginnt Bodenoffensive in Nordsyrien Die Türkei ist nach Luftangriffen und Artilleriefeuer nun auch mit Bodentruppen in Nordsyrien eingedrungen. Das bestätigte das türkische Verteidigungsministerium. Die Offensive richtet sich gegen kurdische Milizen. Senatoren des US-Kongresses stellten als Reaktion einen Resolutionsentwurf vor, der zahlreiche Strafmaßnahmen gegen die Türkei vorsieht. Unter anderem soll der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan persönlich mit Sanktionen belegt werden. US-Präsident Donald Trump hatte mit dem Abzug von US-Truppen dem türkischen Einmarsch den Weg geebnet, diesen dann aber kritisiert. Tunesischer Präsidentschaftskandidat Karoui aus Haft entlassen Der tunesische Präsidentschaftskandidat Nabil Karoui ist wieder auf freiem Fuß. Vier Tage vor der Stichwahl um das höchste Staatsamt verließ der umstrittene Medienmogul das Gefängnis nahe der Hauptstadt Tunis. Sein Anwalt sagte, das Gericht habe die Beschwerde gegen die Haft akzeptiert. Der Medienunternehmer war im August wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche festgenommen worden. Karoui zog Mitte September mit 15,6 Prozent der Stimmen knapp hinter dem Verfassungsrechtler Kais Saied (18,4 Prozent) in die Stichwahl ein. Apple löscht nach Kritik aus Peking App in Hongkong Der US-Konzern Apple hat eine App aus seinem Angebot entfernt, die Demonstranten in Hongkong bei ihren Protesten die Standorte von Polizisten anzeigte. Zur Begründung hieß es, die mobile Verkehrsanwendung behindere die Strafverfolgung und gefährde Hongkongs Bewohner. Zudem sei sie genutzt worden, um Angriffe auf Polizisten zu organisieren. Zuvor hatte China dem iPhone-Konzern vorgeworfen, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen. Die App erleichtere es ihnen, an gewalttätigen Aktionen mitzuwirken. Apple hat sich in den vergangenen Jahren mindestens zwei Mal dem Druck Pekings gebeugt. Neue Mängel bei Boeing-Flugzeugen entdeckt Die Probleme beim US-Flugzeugbauer Boeing reißen nicht ab. Die brasilianische Fluggesellschaft Gol zog nach einer Inspektion elf Jets des Typs 737 NG aus dem Verkehr. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte zuvor Flugzeugbetreiber aufgefordert, 165 Maschinen des Typs binnen sieben Tagen auf strukturelle Risse zu untersuchen. Auch zwei Flieger der US-Linie Southwest Airlines bleiben wegen Rissen vorerst am Boden. Die 737 NG ist der Vorgänger des Unglücksfliegers 737 Max, der im März nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten fast weltweit Startverbot erhielt. Fußball: Deutschland und Argentinien spielen 2:2 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat einen Sieg im Testspiel gegen Argentinien verpasst. Das personell stark geschwächte Team von Bundestrainer Joachim Löw musste sich nach einer 2:0-Führung zur Halbzeit am Ende mit einem 2:2 zufriedengeben. Vor nur rund 45.000 Zuschauern in Dortmund erzielten Serge Gnabry vom FC Bayern München in der 15. Minute und Kai Havertz von Bayer Leverkusen in der 22. Minute die deutschen Tore. Die Argentinier, die ohne ihren gesperrten Weltfußballer Lionel Messi auskommen mussten, kamen durch Lucas Alario (66.) und Lucas Ocampos (85.) zum Ausgleich.
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