Audio Mache Dich nützlich. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

ganusch Podcast29.05.16 16:51 Uhr

Mache Dich nützlich. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Mache Dich nützlich Das Thema, über das ich sprechen werde, ist so faszinierend und facettenreich, dass ich stundenlang darüber spreche könnte. Tagelang sogar. Dennoch werde ich es auf den Kern meiner Botschaft abkürzen. Es handelt sich um Engagement, um Einsatz und darum, sich für die Gesellschaft, im Verein, in einer Organisation oder auch in der Familie nützlich zu machen. Sich nützlich zu machen, ist ein Bündnis mit der Zukunft. Mahatma Gandhi Mahatma Gandhi sagte einmal: „Das Ziel weicht ständig vor uns zurück. Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Wir leben in einer Welt, die dynamisch, turbulent und chaotisch ist, damit haben wir uns abgefunden. Aber wie sieht es mit uns selbst aus? Sind wir flexibel und wandlungsfähig genug? Denn in einer dynamischen Welt wird die Leidenschaft und die Inspiration Grenzen zu überwinden, zum entscheidenden Wesenszug. Abraham Lincoln Abraham Lincoln sagte einmal: " Der Mensch kann sich nur verbessern, wenn er sich seiner gegenwärtigen Situation bewusst ist." In einer Geschichte über einen jungen Mann in Köln, möchte ich veranschaulichen, wie wichtig es ist, sich immer seiner gegenwärtigen Situation bewusst zu sein, um nicht perspektivenlos am Rande der Gesellschaft zu enden. Es geht um: Hein, der Bettler von der Domplatte Die Anekdote von Hein vun dr Domplaat, vom Heinz vom Domvorplatz ist eine echte, eine wahre Geschichte, wie Sie sie an der Suppenküche vor dem Domforum oder im Lobby-Restaurant „Lore“ (für Berber und Banker) in Köln in der Domstraße 81, zu hören ist. Eine Geschichte vom Niedergang und der Geschichte neuer Perspektiven und eines Erfolgs. Ein junger Arbeitsloser namens Hein, saß im Schatten des Doms auf dem Domvorplatz in Köln. Er befand sich in einer großen Krise. Job verloren, Scheidung, Insolvenz. Alles verloren. Dä Hein vun dr Domplaat In einem Song der Kölner Musikgruppe Höhner wird dieser Typ beschrieben: Dä Hein vun dr Domplaat – wor e Levve lang Elektromontör, Firma pleite, Frau fottjelaufe – alles leef quer. Nix mieh zo rette, Finanzamp am Hals, keine Penning en dr Täsch. Nit opjepass‘, ussjerass‘ – hück hängk hä aan dr Fläsch Hein hatte alles versucht, doch vergeblich. Niemand hatte Arbeit für ihn. Er war gezwungen, zu betteln, um nicht verhungern zu müssen. Eines Tages trat jemand auf Hein zu: Es war ein vornehmer, eleganter Geschäftsmann, der ihn mit folgenden Worten ansprach: "Junger Mann, ich gebe nicht einen Cent, dafür aber einen guten Rat, der Gold wert ist: „Machen Sie sich nützlich“! Machen Sie sich nützlich! Und ohne ein weiteres Wort setzte er seinen Weg fort. Wir können uns die Überlegungen des Bettlers leicht vorstellen: "Mich nützlich machen? Habe ich nicht alles versucht, bevor es mit mir so weit gekommen ist? Sein innerer Schweinehund hatte die volle Macht über ihn. Habe ich nicht an allen erdenklichen Büros angeklopft, um jedes Mal die gleiche Antwort zu hören: - "Wir haben keine Arbeit für Sie." „ Mich nützlich machen...., mehr will ich ja gar nicht. Wenn ich nur Gelegenheit dazu hätte. Wenn mich wenigstens jemand brauchen würde." Während Hein noch mit diesen Gedanken beschäftigt war und sich fragte, auf welche Weise er sich denn nützlich machen könnte, kam eine alte Frau über die Domplatte von der gegenüber liegenden Seite, dort wo jeden Freitag Juttas Suppenküche vor dem Domforum steht. Sie zog einen schweren Karren hinter sich her, der so mit Kisten vollgepackt war, dass sie oft anhalten musste, um die Ladung wieder geradezurücken. In diesem Moment schoss Jupp ein Gedanke in den Kopf: "Mich nützlich machen. Ist das nicht die Gelegenheit. Im Grunde genommen habe ich mich eigentlich immer darauf beschränkt, eine Stelle zu suchen, aber ich habe nie versucht, mich nützlich zu machen." Ohne lange zu zögern lief Jupp auf die alte Frau zu und half ihr, den Karren zu ziehen, wobei er bald nach rechts, bald nach links eilte, um die Kisten, die herunterzufallen drohten, wieder an ihren Platz zu schieben. Sie denken nun sicher, die alte Frau habe sich von so viel Hilfsbereitschaft gerührt, bei Hein bedankt. Aber nein, ganz im Gegenteil: Sie schickte ihn weg! – Warum? Weil ein unentgeltlicher Dienst das letzte ist, was man von anderen erwartet. So traurig das auch ist, so ist es dennoch die Wahrheit! Hein ließ´ sich nicht so leicht vertreiben. Er drang beruhigend auf die alte Frau ein: "Sie sollen mich ja nicht bezahlen; da wir denselben Weg haben, will ich mich ganz einfach nützlich machen." Die alte Frau ließ sich schließlich überzeugen. Bald erreichten die beiden ein Lagerhaus, wo Arbeiter damit beschäftigt waren, Container zu beladen. Hein bemerkte, dass einer mit einer besonders schweren Kiste große Mühe hatte. Immer noch eingedenk des Ratschlages, den ihm der junge Geschäftsmann erteilt hatte, eilte Hein hinzu, um auch hier mit anzupacken. Augenblicke später kam ein Vorarbeiter vorbei. Er bemerkte das neue Gesicht und forderte unseren Freund Hein sogleich auf, das Gelände zu verlassen: "Wir haben Sie nicht gerufen. Verschwinden Sie hier." Und nach einer kurzen Überlegungspause fügte er hinzu: "Wie lange haben Sie geholfen? Wir wollen Sie nicht ausbeuten, kommen Sie also mit mir zu Kasse, damit wir Ihnen Ihren Lohn zahlen können." Nachdenklich und eher überrascht über seine Erfahrungen kehrte Hein ins Wohnheim für Obdachlose in der Annostr. zurück. Er hatte schon sehr lange nicht mehr so viel Geld in der Tasche gehabt. Am folgenden Tag wachte Hein voll Unternehmungslust auf, und er fragte sich, wie er den Grundsatz 'Mache dich nützlich', der sich bis dahin so gut bewährt hatte, erneut in die Tat umsetzen könnte. Sein erster Gedanke war, sich zum Lagerhaus am Rhein zu begeben, um zu sehen, ob dort vielleicht immer noch Container beladen würden. An Ort und Stelle angekommen, musste er allerdings feststellen, dass an dem Tag nur wenig Betrieb herrschte. Dennoch kehrte er in den folgenden Wochen jeden Tag zum Lagerhaus zurück, um gelegentlich, und sei es nur für ein paar Stunden, bei der Arbeit als Aushilfsarbeiter mitzuhelfen. In Neudeutsch – „Freelancer“! Eines Tages teilte ihm der Vorarbeiter mit, dass einer seiner älteren Arbeitnehmer gestorben sei. "Wenn Sie wollen," meinte er, "stelle ich Sie in den Betrieb ein." Hein ließ sich das nicht zweimal sagen. Auch als Arbeiter setzte er den berühmten Grundsatz in die Tat um. Mache dich immer und überall nützlich. Die Fortsetzung dieser Geschichte ist geradezu unglaublich aber wahr. Wären Sie überrascht zu hören, dass Hein, der Bettler von der Domplatte, in der Folge Generaldirektor eines bedeutenden Transportunternehmens geworden ist? Eben dort, wo er mit der Absicht sich nützlich zu machen, angefangen hatte. Dieser Schlüssel - sich nützlich zu machen- verschaffte ihm nacheinander Zugang zur Stelle eines Werkmeisters, dann eines Direktors und schließlich den Posten des Generaldirektors dieses Unternehmens. Die Moral der Geschichte Und die Moral dieser Geschichte? Wir kommen nicht umhin zu lernen, uns nützlich zu machen, bevor man uns darum bittet. Mark Twain pflegte zu sagen: "Gehe nicht mit der Behauptung durch die Welt, die Gesellschaft schulde dir dein tägliches Brot. Die Gesellschaft schuldet dir überhaupt nichts; sie war vor Dir da!" Eines ist sicher. Wenn wir das, was man von uns erwartet, in untadeliger Weise erfüllen, erbringen wir bereits eine überdurchschnittliche Leistung. Versuchen wir sogar noch 10% mehr zu geben. In dem Bemühen, sich immer und überall nützlich zu machen, liegt überdies eine unermessliche Stärke. Glauben Sie nicht, dass die Erfolgsaussichten eines Menschen verschieden sind, je nachdem ob er sich nützlich machen will oder ob er an seine eigenen Interessen denkt? Es kommt auf das TUN an, auf die Hilfe und den Beitrag den Sie in der Gesellschaft anbieten. An jedem Ort, zu jeder Zeit, ob in Ihrer Gemeinde, in Ihrem Land, geschäftlich oder privat, im Verein oder im sozialen Umfeld. Was ist Ihr Beitrag in einer Zeit der Veränderung und der Zukunftsneuausrichtung? Was geben Sie zurück? Besondere Menschen (erkennt man daran), sind diejenigen, die in unserer Seele die Sonne scheinen lassen. Und auf die kommt es im Leben an. wachstumsorientierte Geisteshaltung Und wenn Sie kontinuierlich an sich und Ihrer Persönlichkeit arbeiten, sind Sie nicht einfach nur Sternschnuppen. Sie habe eine wachstumsorientierte Geisteshaltung, anstatt einer statischen, unbeweglichen Haltung, die wir leider heutzutage zu oft in der Mehrheitsgesellschaft vorfinden. Menschen, die offen sind für neues, fördern ein wachstumsorientiertes Selbstbild, mit der Überzeugung, dass Ihre Fähigkeiten ausbaufähig sind. Sie gehen der Sache auf den Grund. Ihre Gehirne sind vom "Feuer der Begeisterung" beflügelt und das gibt Kratt, sich auch für andere nützlich zu machen. Dieser Einsatz ist eine Qualität, die die heutige Zeit braucht. In einer Zeit, wo Kulturen aufeinander prallen, wo es jede Menge kommunikative und kulturelle Missverständnisse gibt. Durch Ihr persönliches Engagement können Sie Brücken bauen. Denken Sie nicht nur an sich, sondern machen Sie sich für eine bessere Zukunft nützlich. Wenn ich Ihnen aus meinen Worten einige Anregungen zum Nachdenken gegeben konnte – dann bin ich überaus zufrieden. Nach Loriot heißt es aber auch, dass "Die Eintagsfliege bereits zwölf Stunden nach ihrer Geburt von ihrer Midlife-Crisis erwischt wird. Das muss man sich mal klarmachen." Deshalb bin ich noch zufriedener, wenn Sie darin eine Motivation sehen, sich nachhaltig und kontinuierlich in unserer Welt auf die eine oder andere Weise nützlich zu machen und es einfach TUN. Ganz im Sinne von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes außer man tut es.“
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