Audio Die hohe Kunst der österreichischen Küche

Der Weg des zynischen Menschenfreundes zum Glück Podcast18.09.14 09:14 Uhr

Die hohe Kunst der österreichischen Küche

Rezept zum Nachkochen, lecker, lecker
>Die hohe Kunst der Österreichischen Küche



Hier bin ich wieder aus den unendlichen Weiten des Internets. Heute gibt es eine Spezialsendung für meine LeserInnen., mit Binnen I, damit die Frau MinisterIn nicht wieder motsckert. Nein, keine Lesung aus Alice Schwartzers gesammelten Werken. Ich hab mir gedacht, jetz wo der Lafer Hans Probleme mit der Justiz hat und bald nur mehr für Ulli Hoeness kocht, übernehm ich gleich auch seine Sendung. Genau Sie haben es erraten, ein Kochrezept ganz speziell für die emanzipierte Frau von Welt. Damit auch meine treue Zuhörerin die Leutnant Uhura den Captain Kirk auf der Enterprise gebührend verwöhnen kann. 

Wie Sie wissen, sind wir Österreicher für unsere Süßspeisen bekannt, die Mehlspeisen. Heute gibt es ein Rezept für Anfänger, Fortgeschrittene aber auch Sie meine lieben Damen, die Zurückgebliebenen, nämlich Palatschinken, oder wie Sie dazu sagen mögen, Pfannkuchen. 

Dazu brauchen Sie weisses Pulver, Mehl, weil Koks ist schwarz, Eier von glücklichen Hühnern, Milch von noch glücklicheren Rindsviechern, jede Menge Backpulver, Zucker, Marmelade und so weiter. Wenn Sie wissen wollen, wieviel gemau, schauen Sie in Wikipedia nach. Ich bin zwar Menschenfreund aber schließlich nicht die Auskunft. 

Und ausserdem sind genaue Mengenangaben völlig überflüssig. Egal wieviel Sie von den Zutaten mischen, in welcher Reihefolge und bei welcher Temperatur auch immer, am Ende bleibt der Baaz immer am Pfannenboden picken. Da können Sie vorher Butter oder Öl, Schmalz oder Schmierseife schwenken, soviel sie wollen, schupfen, was sie wollen, umdrehen, iss nicht. Auch mit der Schmarrenschaufel schaffen Sie es nicht, sie heil zu wenden. Die heißt ja auch Schmarrenschaufel und nicht Palatschinkenschaufel. 

Drum nach dem erfolglosen Wenden, zerstierln Sie den angebrannt riechenden Baaz einfach noch mehr. Schütten Sie eine spottbillige Portion Apfelmus zu 0.29 € von Hofer oder Aldi, um die Sponsoren dieser Sendung nicht unerwähnt zu lassen, drüber. Den grauslich säuerlich fauligen Geschmack überdunken Sie mit Staubzucker. 

Wenn Ihre Gäste höflich darin herumstochern, oder ehrlich motschkern, sagen Sie ihnen einfach, das gehöre so, diesen Schmarren hätten schon die Kaiser gefressen, Kaiserschmarren eben. 

So meine lieben Damen, das war es schon für heute. Schreiben Sie mir wie es Ihren Lieben geschmeckt hat. Beim nächsten Mal erzähl ich Ihnen nicht, wie man Koalagulasch zubereitet wird, Austria is not Australia, sondern das kannibalische Fiakergulasch. Fiaker sind in Wien sehr beliebte Zweispänner, aber die Rösser sind zu zäh; die kriegt man nicht einmal im Druckkochtopf weich, da muss eben der Kutscher, der heißt auch Fiaker, dran glauben. 

Aber lassen Sie sich dabei nicht erwischen:

In diesem Sinne, küß die Hand die Damen, und griaß eich de Madln..


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