Audio Casted 4

casted Podcast29.06.06 13:15 Uhr

Casted 4

Auch hier wieder der Text im Wortlaut:

Willkommen beim vierten Podcast.

Heute geht es um das hochauflösende Internet.

Hochauflösendes Internet? Weshalb braucht man das denn? Nun diese Frage ist relativ leicht zu beantworten: Auf dem Bildschirmmarkt gibt es einen Trend zur Miniaturisierung.

Dies bedeutet, dass die Pixelzahl steigt, die Größe der Bildschirme jedoch abnimmt.

Mein Notebook, welches jetzt fast zwei Jahre alt ist, hat beispielsweise eine Auflösung von 1280×800 Pixeln, bei einer Bildschirmdiagonale von 15,4 Zoll.

Das neue MacBook hat die selbe Auflösung, der Bildschirm ist aber nur 13,3 Zoll groß.

Das bedeutet, das die Pixel schrumpfen.

Aber keine Panik, das ist kein neuer Prozess. Erinnert sich noch jemand an die Anfänge von Windows 95? Da war man froh, wenn man eine Auflösung von 800×600 auf einem 15 Zoll-Monitor hatte.

Kein Wunder also, dass 12 Pixel große Schrift bald zum alten Eisen gehört. Mehr noch.

Kleine Displays operieren teilweise bereits mit 220 DPI. Was DPI ist? DPI ist eine Abkürzung aus der Druckersprache und bedeutet Dots per Inch. Das ist also die Anzahl der Farbkleckse pro Zoll.

Nun passen Farbkleckse nicht zu LCD-Displays, weshalb man sich eigentlich darauf geeignet hatte PPI zu sagen, also Pixel pro Zoll.

Dies bedeutet also auch, dass Webprojekte immer kleiner werden.

Eine Webseite, die den Viewport eines 800×600er-Monitors gerade so ausfüllt ist bei einer Auflösung von 1920×1200 nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Was tun?

Man kann die Webseite so vergrößern, dass sie wieder lesbar ist. Dies bedeutet aber, dass Grafiken ebenfalls vergrößert werden, was natürlich zu einer hässlichen – wenn auch feineren – verpixlung führt.

Als Lösung bietet sich dann natürlich ein mitskalierendes Vektorformat wie SVG (also Scalable Vector Graphics) an.

Ein neuer Vorschlag kommt von den Entwicklern des Webbrowsers Safari.

Sie schlagen eine Erweiterung der Media Queries von CSS3 vor. Media Queries dienen dazu Informationen vom Endnutzergerät abzufragen.

Man kann also die Breite eines Fensters abfragen und ein entsprechendes Stylesheet verwenden.

Das Surfin’ Safari Blog hat sich mit eben dieser Erweiterung der Safari-Entwickler befasst. Sie lässt Abfrage zum Pixelverhältnis zu.

Man wird also Safari ein Medium angeben können, welches screen and min-device-pixel-ratio: 2 hat.

Wenn also (durch Zoom) ein CSS-Pixel 2×2 Gerätepixel sind wird ein spezielles Stylesheet angezeigt.

Ob und wie dieser Vorschlag vom Safari-Team vom W3C auf- und angenommen wird ist noch nicht vorherzusehen.

Es ist aber sicher, dass wir eine entsprechende Spezifikation für hochauflösende Bilder benötigen.

Kommentar der Woche

Zu jeder Ausgabe soll es jetzt einen Kommentar eines Webentwicklers geben. Heute ist es Håkon Wium Lies Antwort auf die Frade, weshalb das W3C so langsam sei:

Nein, ich denke nicht, dass das W3C zu langsam ist. Das W3C ist nicht der Flaschenhals, das sind die Browser. Der dominierende Browser auf dem Markt wurde jahrelang nicht auf den neuesten Stand gebracht und es ist nicht sinnvoll, wenn die Spezifikationen der Entwicklung zu weit vorraus sind.

Weitere Antworten und Einsichten von Håkon Wium Lie findet man unter interviews.slashdot.org

Das war die casted-Ausgabe dieser Woche. Nächste Woche bin ich wieder an mein Modem gefesselt, deshalb kann ich kein Erscheinungsdatum garantieren.

Wer mich einmal live erleben will kann auf einen der Webmontage in Karlsruhe am 03. Juli, in Trier am 10. Juli oder in Frankfurt am 14. August kommen.

Zum Abschluss noch ein wenig Reggae, wie immer aus dem Podsafe Music Network. Hier sind Satori mit Loosing Time.

File Download (9:04 min / 4.2 MB)


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