Audio Amazon Redux und XHTML2

casted Podcast04.08.06 19:04 Uhr

Amazon Redux und XHTML2

Willkommen beim Casted-Podcast Nummer 5.

Zuersteinmal möchte ich mich für das lange Fernbleiben entschuldigen, aber mein PC machte Anfang Juni Probleme und es sieht so aus als ob sie noch nicht ausgestanden wären.

Heute gibt es jedoch mal wieder eine Ladung Nachrichten aus der Welt der Webentwicklung.

Amazon Redux

Andy Rutledde, ein Webentwickler aus der Nähe von Dallas, hat auf seiner Webseite ein Redux der Amazon.com-Seite veröffentlicht.

Er zeigt, das auch eine komplexe Seite wie Amazon durch eine Neuausrichtung wieder zu einem Erlebnis werden kann.

Das ganze stellt er zusätzlich noch sehr ausführlich in einem Artikel dar: andyrutledge.com/amazon_redux.php

Wer sich das Ergebnis anschauen möchte sollte unter andyrutledge.com/amazon_redux_example.html vorbeischauen.

Neues vom W3C

Das World Wide Web Consortium, kurz W3C, musste in letzter Zeit etwas Kritik einstecken:

Björn Hörmann hat seine Arbeit bei der Qualitätssicherung des W3C aufgegeben, weil er sich Sorgen macht in welche Richtung die Entwicklung geht.

Dabei kritisiert er vor allem die mangelnde Weiterentwicklung des Validators, die fehlende Hardware und die ausbleibende Wartung von Spezifikationen.

Er spricht dabei auch die Verkürzungen an, die in HTML grundsätzlich erlaubt seien, aber von keinem Browser interpretiert würden.

Jeffrey Zeldman, dessen Buch “Designing with Webstandards” in einer Überarbeitung erscheinen wird, klinkt sich in die Diskussion mit ein:

Er fragt sich, ob sich das W3C nicht von seinen Designern und Entwicklern abgekoppelt habe.

Er kritisiert den fehlenden Meinungsaustausch mit Nicht-Mitgliedern und verweist auf das WASP-Projekt, das – außerhalb des W3C – viel Arbeit investierte um Webstandards zu promoten.

Er bezeichnet das W3C als Fernsehwerbung vor der Einführung des Kabelfernsehens, als geschlossenes Ein-Weg-System.

Am Ende seines Artikels verweist er auf Mikroformate als Alternativen zu den aufgeblähten Spezifikationen des W3Cs.

Die Entwicklung scheint aber beim W3C nicht stehen geblieben zu sein. Gerade in dieser Woche hat das Konsortium wieder ein Projekt vorangebracht.

XHTML2

XHTML2 ist der Nachfolger von XHTML1. Dabei wird XHTML2 nicht völlig Rückwärtskompatibel sein. Per XML-Parser und angewandtem Stylesheet könne aber schon vieles von XHTML2 umgesetzt werden. Das W3C spricht im neuesten Draft sogar von 95% aller Browser.

Einiges XHTML2-spezifisches wird natürlich noch nicht unterstützt.

Folgende Neuerungen soll es gegenüber XHTML1 geben:

  • Es gibt nun section und h Elemente, die die Struktur des Dokumentes besser widergeben sollen.
  • Das hr Element soll ein generisches Trenn-Element sein. Zur Unterstützung dieser Absicht wird es in separator umbenannt.
  • Zeilenumbrüche werden zukünftig nicht per br Element eingeleitet. Die einzelnen Zeilen sollen in l Elemente eingefasst werden. Das mache es auch möglich Zeilen zu nummerieren oder sie abwechselnd zu färben.
  • Absätze können jetzt auch Listen und Tabellen enthalten. Dies ist beispielsweise bei Aufzählungen innerhalb eines Satzes sinnvoll.
  • Es wird ein neues Element nl geben, das eine Navigationsliste darstellen soll. So sollen beispielsweise Drop-Down-Menüs von den Browsern direkt unterstützt werden.
  • In Zukunft wird jedes Element zum potenziellen Bild: Der Inhalt des Elements wird als Alternative zu einem per src Attribut referenzierten Bildes verstanden und nur dann angezeigt wenn es nicht existiert.
    Vorteile sind neben der besseren Durchsuchbarkeit der Seite die einfachere Handhabung im Vergleich zum selten genutzten longdesc Attribut. Zudem hat diese Methode mehr Möglichkeiten der Gestaltung als ein alt Text.
    Nachteil könnte sein, das der Text auf dem Bild nicht mit dem Alternativtext übereinstimmt. Das würde natürlich Suchmaschinen-Spammern in die Hände spielen.
  • Statt del und ins Anweisungen kann das neue edit Element benutzt werden um Änderungen an einem Dokument sichtbar zu machen.
  • Jedes Element kann nun ein Link sein, wenn es ein href Attribut besitzt. Dadurch werden bspw. in Listen Verschachtelungen gespart.
  • Es gibt nun das role Attribut, welches die Rolle im Dokument veranschaulicht und Semantik zum Dokument hinzufügt. So ist beispielsweise ein Absatz mit der Rolle “note” möglich um eine Notiz auszuzeichnen.
  • Statt HTML-Event-Handler werden XML-Events eingesetzt. Sie erlauben eine größere Freiheit.
  • Auch bei den Formularen wird die HTML-Version vom XML-Pendant abgelöst: XML-Forms.

Draft beim W3C

Mit diesem Ausblick auf die Zukunft entlasse ich euch in die Woche. Musik gibt es keine, weil ich hier am Modem sitze und die MP3-Dateien nur bitweise hier eintreffen.

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