Beschreibung

vor 15 Jahren
Bannende Gedankenflaute


Apoll,
Du geistbeseelter Sphärensänger,
entleih' den melodiösen Säuselwind,
der hauchend Dir durch's goldne Harfenspiel
ambrosisch streift,
dem flauten Geistesregen
meiner Seele matten Flügelschlags.

Die irdschen Banden löse,
daß kraftbefiedert
meines Geistes Spähn
sich mit kühnem Argusblick erhebt,
zum reichbestirnten Firmamente strebt,
um derorts edle Sternenworte zu erhaschen.

Nur dort prangt
des Paradieses verbliebene Schöne,
legt Venus
adelnd ihre Maßesschnur.

Nicht des äußer'n Liebreiz flüchtiger Fülle,
den holden Widerscheine, krönet sie.
Sie schmähet dem nichtigen Prunk,
dem Trugbild falscher Wonnen.

Dem Liebschall sanftgewogener Rosenworte
entsendet einzig sie das köstliche Heil.

Oh Apoll, so nimm dahin
den harnischumwobenen Jungfernschleier,
das schmucke Liebespfand,
es sei Dir eigen,
hieß flatternd zum Lohn des Dichter's Banner
in Deinem milden Geisteswinde seligem Reigen.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15
:
: