Donatella Di Cesare – Für eine neue Gastfreundschaft!

Donatella Di Cesare – Für eine neue Gastfreundschaft!

Die Flüchtlingsfrage ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Statt mit Abschottung und Abstumpfung zu reagieren, fordert die Philosophin Donatella Di Cesare radikales Umdenken: Eine Welt der Migration kann nur ohne Grenzen, Nationalstaaten und ...
57 Minuten
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Beschreibung

2 months ago
Die Flüchtlingsfrage ist eine zentrale Herausforderung unserer
Zeit. Statt mit Abschottung und Abstumpfung zu reagieren, fordert
die Philosophin Donatella Di Cesare radikales Umdenken: Eine Welt
der Migration kann nur ohne Grenzen, Nationalstaaten und falsche
«Wir-Identitäten» friedlich sein. «Ich bin eine radikale
Philosophin», sagt die italienische Denkerin Donatella Di Cesare
von sich selbst. In der Tat fordert die in Rom lehrende Professorin
ein grundlegendes Umdenken – insbesondere mit Blick auf die
Phänomene der Migration und der Existenz von Nationalstaaten. In
der Spur Hannah Arendts diagnostiziert di Cesare in ihrem Werk
«Philosophie der Migration» einen grundlegenden, gar tödlichen
Widerspruch zwischen den Menschenrechten und der Existenz
staatlicher Grenzsouveränität. Sie meint gar, Europa führe derzeit
einen «Krieg gegen die Migranten». Stattdessen gelte es, eine neue
Kultur «ansässiger Fremder» zu schaffen, in welcher das Recht auf
Gastfreundschaft und schützende Aufnahme unbedingt regiert. Wie
könnte so eine Welt politisch aussehen? Und: Stellt diese offene
Welt gerade im globalisierten 21. Jahrhundert den einzigen Weg in
ein friedvolles Miteinander dar? Überlebenswichtige Fragen, denen
sich Di Cesare im Gespräch mit Wolfram Eilenberger stellt.
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