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        <title>Podcast: Deutsche Welle - Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                        <pubDate>Sat, 26 May 2012 23:39:43 +0000</pubDate>
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            <title>Deutsche Welle - Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>USA und Europa - hat das Bündnis ausgedient?Mehr als 60 Jahre lang standen die USA und Europa Seite an Seite. Eine feste militärische und politische Allianz während des kalten Krieges, im Kosovo und im Kampf gegen den Terror. Nun kündigt US- Präsident Obama an, einen Teil seiner 80 000 Mann starken Truppen aus Europa abzuziehen, in Richtung Pazifik. Der amerikanische Präsident steht unter Druck. Die USA sind hoch verschuldet und der Wahlkampf hat begonnen. Die Republikaner wetzen die Messer. Obamas Plan ist es, sich militärisch stärker zu fokussieren. Im Pazifik sieht er die neue geostrategische Herausforderung für die USA.

 
Was heißt das für die Transatlantischen Beziehungen? Ist Europa so stabil, dass es auch ohne den großen Bruder USA auskommt? Im Pentagon bezeichnet man die Transatlantische Brücke als eine Erfolgsgeschichte. Die USA finanzieren 75 Prozent der Nato, die 27 Partner zusammen gerade mal ein Viertel. Ein Rückzug der USA bedeutet für die anderen Nato-Mitglieder, vor allem für Deutschland: mehr Eigenverantwortung im Bündnis und eine höhere finanzielle Beteiligung. Doch höhere Ausgaben für Sicherheit, für Ausrüstung, Ausbildung von Soldaten und militärisches Gerät ist für die Europäer, die mitten in einer Schuldenkrise stecken, derzeit ein echtes Problem. 

 
Mehr Eigenverantwortung für die eigene Sicherheit könnte man in Europa aber auch als Chance sehen. Doch im Moment verfolgen die Europäer sehr unterschiedliche Interessen. Frankreich und England zeigen im Gegensatz zu Deutschland wenig Interesse an einer gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik. Allianzen der Willigen, wie beim Libyen-Einsatz untergraben die Nato. Und ohne die Unterstützung der USA geht ihnen, wie beim Libyen-Einsatz, nicht nur im sprichwörtlichen Sinne, auch mal der Sprit aus. Es stellt sich die Frage, wie die Europäer in Zukunft sicherheitspolitisch weiter machen wollen? Welche Rolle wollen sie spielen? 


Denn die Gewichte in der internationalen Politik haben sich verschoben. China ist nicht nur im ökonomischen, sondern auch im politischen und vor allem im militärischen Sinne im Aufstieg begriffen. Damit ist die geopolitische Lage im asiatisch-pazifischen Raum in Bewegung geraten. Länder wie Japan, Südkorea und Australien sehen auf diese Entwicklungen mit Sorge. Es gibt ungeregelte Territorialkonflikte. Die USA wollen stärker, als sie es ohnehin bisher gewesen sind, auch als regionale Ordnungsmacht in Asien eine Rolle spielen. China ist dabei, seine Rolle als globale Weltmacht im Pazifik auszubauen. Dem will Obama nicht tatenlos zusehen, im Gegenteil. 

Was meinen Sie: USA und Europa – hat das Bündnis ausgedient?
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de


Die Gäste der Sendung sind:

 Walther Stützle – Auf der Insel Sylt aufgewachsen geht er nach seinem Studium als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das International Institute for Strategic Studies in London und wird später dann Direktor des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Seine politische Karriere beginnt er als persönlicher Referent und Leiter des Ministerbüros des damaligen Verteidigungsministers Leber. Nach der Wende geht er als Korrespondent zur Stuttgarter Zeitung und wird später Chefredakteur des Tagesspiegel. Von 1998 bis 2002 ist er als Staatssekretär im Verteidigungsministerium tätig. Heute engagiert er sich in einer Institution für transatlantische strategische Beziehungen und verfasst Bücher.
 
 Andrew B. Denison – Der amerikanische Politikwissenschaftler absolviert sein Studium in Deutschland und den USA. In Bonn arbeitet er zunächst als Autor und Wissenschaftler am Institut für Strategische Analysen. Heute ist er Direktor des Forschungsverbunds „Transatlantic Networks“ mit Sitz in Königswinter. Sein Schwerpunkt ist die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Themen: Obama und das zweite amerikanische Jahrhundert, das Verhältnis der amerikanischen und der europäischen Wirtschaftspolitik, die Zukunft der NATO – Pax Atlantica für den Pax Humana und Moore`s Law und die Sicherheitspolitik von Morgen. 

 
 Felix Lee – Der Deutsch- Chinese lebt und arbeitet wechselweise in Peking, Shanghai, Hongkong und Berlin. Seit 2003 schreibt er als Redakteur für die taz in Berlin. Seine Schwerpunkte sind: Zivilgesellschaft, damit einhergehend Entwicklungspolitik und Welthandel. 2008 Jahr berichtet er für die taz mehrere Monate aus China und über den G8-Gipfel in Japan.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Eurokrise - zahlt Deutschland genug? Europa steht ein weiterer Gipfel ins Haus und wie gehabt geht es weiter um die Rettung des Euro. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Regierungschefs suchen in einem wahren Abstimmungsmarathon nach den richtigen Maßnahmen, um Europa zusammenzuhalten. Dabei fallen die Erwartungen an Deutschland immer höher aus. Wurde in der akuten Notlage das deutsche Diktat zunächst akzeptiert, so beginnen sich jetzt einige gegen die Dominanz der deutschen Kanzlerin zu wehren.

 Das Bild Deutschlands in Europa hat sich sehr verändert. Die Deutschen sind die Gewinner der Euro-Krise. Also sollen sie jetzt auch mehr bezahlen. So die Forderung nicht nur von Italiens Premier Monti. Angela Merkel gerät von vielen Seiten immer stärker unter Druck: Ihren verhassten Sparkurs hat sie durchgesetzt, aber das rettet Griechenland noch lange nicht. Die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen mehr als 50-prozentigen Schuldenerlass drohen zu scheitern. In diesem Fall müsste der Rettungsfond EFSF deutlich mehr Geld nach Griechenland schicken. Europas Haushaltsprüfer haben bislang auch nichts Gutes aus Athen zu berichten und ohne milliardenschwere Hilfen ist ein Staatsbankrott sowieso nicht abzuwenden. Es stellt sich eher die Frage, wie lange das so noch gehen kann, und wie groß die Ansteckungsgefahr für andere Länder ist. 

 Die Kernfrage bleibt: Wer bezahlt in Zukunft wie viel in Europas Gemeinschaftstopf ESM. Diesem permanenten Rettungsfonds stehen bislang 500 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Ruf nach einer Erhöhung des Fonds wird immer lauter, doch Merkel ist zum jetzigen Zeitpunkt strikt dagegen. Sie setzt auf Haushaltssanierung. So werden sich die Gipfelteilnehmer mehr mit Sparvorschlägen, Schuldenbremsen und dem Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin beschäftigen. Vorausgesetzt allerdings, Griechenland macht keinen Strich durch Merkels Rechnung. Ansonsten müsste sie sich doch noch schneller mit Milliardenzusagen beschäftigen als ihr lieb ist.

Was meinen Sie: Euro Krise - zahlt Deutschland genug?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.
 Friedrich Thelen – Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Alessandro Alviani – Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaften in Perugia und Brüssel arbeitet der Journalist für verschiedene italienische Zeitungen. 2006 kommt er nach Berlin. Heute berichtet er aus Deutschland, unter anderem für die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ und er beschäftigt sich mit der Lage der italienischen Medien und der Regierungskrise unter Berlusconi.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Ungarn - Abschied von der DemokratieUngarns Ministerpräsident Viktor Orbán treibt das Land immer tiefer in die Krise und immer weiter nach rechts. Jetzt hat die Europäische Kommission ein Verfahren wegen der Verletzung von EU-Recht gegen das Land eingeleitet. Orban, einst ein aufrechter Dissident, steht in Brüssel schon länger unter scharfer Beobachtung wegen eines umstrittenen Pressegesetzes. Mittlerweile aber befürchtet man in Brüssel, dass Orban sein Land komplett in den Bankrott reitet. Anstatt Wirtschaftsreformen einzuleiten will er jetzt mehr politischen Druck auf die ungarische Zentralbank ausüben. 
Allein um eine Staatspleite abzuwenden bedarf es Milliarden, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen deutlich mehr. Die Ratingagenturen haben die ungarischen Staatsanleihen auf Ramschniveau herabgestuft. Orban ist deshalb darauf angewiesen, mit der EU und dem IWF über Milliarden-Finanzspritzen zu verhandeln – ein Druckmittel jetzt für Brüssel, dessen Einsprüche von Orban in der Vergangenheit immer wieder zurückgewiesen wurden.
Seit Orbans Partei mit Zweidrittel-Mehrheit im Parlament das Sagen hat, hat er Ungarn kontinuierlich nach rechts gesteuert – auf allen Ebenen. Die Verwaltungen, die Justiz, die Kulturszene, ja sogar die Medien werden von seinen Gefolgsleuten und von Parteikadern auf Linie gehalten. Politisch Unliebsame werden kaltgestellt. Der Staat greift in sämtliche Lebensbereiche ein. Im Ungarn von heute ist so zum Beispiel der Antisemitismus wieder hoffähig geworden. 
EU-Gesetze, wie zum Beispiel das Datenschutzgesetz, werden konsequent ignoriert. Aber jetzt scheint Brüssel Druck zu machen, denn es geht auch um die Glaubwürdigkeit Europas. 
Was meinen Sie: Ungarn – Abschied von der Demokratie
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Griechenland - ein aussichtsloser Fall Für Griechenland geht es in den nächsten Wochen ums Ganze. Die finanzielle Notlage ist kritisch wie nie zuvor, die Staatspleite droht. Und Europas Rettungsversuche greifen nicht. Was tun? Bislang ist die EU entschlossen, dem griechischen Partner zu helfen. Doch wie lange verkraften die Europäer und der Euro das noch? 
 Die Experten der sogenannten Troika aus Europäischen Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfond (IWF) wissen schon heute, dass sie nächste Woche in Athen mit neuen Hiobsbotschaften konfrontiert werden. Die griechische Regierung wird trotz rigider Sparpolitik ihre Ziele deutlich verfehlen. Die Bedingungen für ein neues Hilfspaket über 130 Milliarden Euro können wohl nicht erfüllt werden. Wenn Griechenland dieses Geld nicht bekommt, ist endgültig Schluss. Immer lauter werden deshalb die Rufe nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone.
 Die Experten des IWF glauben mittlerweile nicht mehr an die Sanierungsfähigkeit des Landes. Neue Milliardenpakete würden die Zahlungsunfähigkeit nur hinauszögern. So wird Griechenlands Schuldenkrise auch zur Euro-Krise, setzt die Gemeinschaftswährung unter Druck: der Euro fällt, die Märkte sind verunsichert. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy suchen verzweifelt, Europas Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Ein europäischer Fiskalpakt mit strikten Haushaltsregeln soll künftig vor Finanzkatastrophen schützen. Für Griechenland aber kommt das alles zu spät.
Was meinen Sie?: Griechenland - ein aussichtsloser Fall
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Die Gäste der Sendung sind:
 
 Panagiotis Kouparanis – Er arbeitet seit 1993 als Korrespondent bei der Deutschen Welle. Sein Fachgebiet ist die deutsche Innenpolitik, aber auch alles was seine griechische Heimat betrifft. So beschäftigt er sich mit dem Staatshaushalt Griechenlands ebenso wie mit dem türkisch- zypriotischen Konflikt.
 
 Holger Zschäpitz - Der Journalist arbeitet heute als leitender Wirtschaftsredakteur für die Tageszeitung die WELT und die Welt am Sonntag. Seine Spezialgebiete sind Verhaltensökonomie, Staatsfinanzen und die Kapitalmärkte. Der Zusammenbruch der DDR hat ihn dafür sensibilisiert, welche Ideen Menschen antreiben und was die Welt im innersten zusammenhält. Der Systemcrash von 1989 macht aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung einen leidenschaftlichen Ökonom und begeisterten Journalisten. Er baut neben seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1999 den eigenständigen Finanzteil der WELT mit auf. Er ist Autor mehrerer Bücher. In seinem Buch „Schulden ohne Sühne?“ schreibt er über die Schuldensucht der Staaten.
 
 Ulrike Guérot - Nach ihrem Studium arbeitet die Politikwissenschaftlerin zunächst als Juniorprofessorin an der amerikanischen Johns Hopkins University im Fachbereich European Studies. Später wird sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Organisation Notre Europe in Paris sowie Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Büro von Karl Lamers. Als Leiterin der Forschungsgruppe Europa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) kommt sie nach Berlin und arbeitet dann 2004 beim German Marshall Fund. Heute leitet die Politikwissenschaftlerin das Berliner Büro des European Council on Foreign Relations. Dort forscht sie in den Bereichen Europäischer Integrationsprozess, Europäische Institutionen, Deutsch-Französische Beziehungen und Deutsch-Amerikanische Beziehungen; derzeit schwerpunktmäßig zu Deutschlands Rolle in Europa.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Säbelrasseln am Persischen Golf - eskaliert der Atomstreit mit Iran?Säbelrasseln am Persischen Golf: Der Iran droht, die Meeresenge von Hormus zu sperren. Eine mächtige Drohung für die ganze Welt. Denn jeden Tag müssen 20 Supertanker diese Meerenge passieren. Allein China erhält über diesen Weg die Hälfte seines Öls. Und auch die USA machen klar: Sie werden keine Blockade dulden. Mit ihrer schlagkräftigen Marine sind die Amerikaner eine militärische Macht in der Region.



Auslöser ist wie so oft der Streit um das iranische Atomprogramm. Für den Iran ist das Recht auf Urananreicherung eine Frage der nationalen Ehre. Das Land will endlich auch die Atomkraft für - wie die Mullahs sagen - friedliche Zwecke nutzten. Doch die Weltgemeinschaft kann und will das nicht zulassen: Denn wer Uran anreichern kann, der kann auch eine Atombombe bauen. Und damit wäre der Iran eine Nuklearmacht. Das wäre nicht nur für Israel brandgefährlich, sondern auch für alle anderen Länder in der Region.

 

Um das zu verhindert, haben die USA Sanktionen beschlossen, die den Iran empfindlich treffen: Der Ölhandel soll lahm gelegt werden. Denn mit dem Erdölgeschäft erzielt der Iran 80 % seiner Staatseinnahmen. 

 Doch jetzt droht der Streit zu eskalieren. Der Iran hält ein Manöver ab, bei dem er nach eigenen Angaben das erste Mal selbstentwickelte Mittel- und sogar Langstrecken-Raketen testet. Waffen, mit denen der Iran auch Israel und Europa erreichen könnte. Nicht auszudenken, was passiert, wenn diese Raketen mit atomaren Sprengköpfen bestücken werden könnten.


Was meinen Sie:  Säbelrasseln am Persischen Golf - eskaliert der Atomstreit mit Iran?
 
Die Gäste der Sendung sind:
 
 Hossein Yazdi – Der Iraner ist in Teheran geboren und dort aufgewachsen. Nach dem Abitur kommt er zum Studium nach Deutschland. Seine journalistische Laufbahn beginnt er beim Nationalen Fernsehen. Die Revolution trieb ihn ins Exil nach Deutschland.1979 wird er Redakteur bei der BZ in Berlin. Seit 1999 ist er für die Nachrichten Agentur &quot;Iran Press International&quot; zuständig. Die Agentur beliefert deutsche wie persische Medien. Nebenbei arbeitet er auch als Nachrichtenmoderator bei dem persischsprachigen TV-Sender &quot;TV-Yek&quot; in Berlin. 
 
 Malte Lehming –  Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik - mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte. 
 
 John Kornblum – Der amerikanische Politikwissenschaftler tritt 1964 in den diplomatischen Dienst ein. In den 70er Jahren ist er Mitglied des politischen Planungsstabes im US-Außenministerium in Washington. In den folgenden Jahren bekleidet Kornblum verschiedene Posten in Washington und in der diplomatischen Vertretung der USA in Berlin, bevor er von 1987 bis 1991 als stellvertretender Ständiger Vertreter der USA bei der NATO in Brüssel fungiert. Anschließend vertritt er die USA bis 1994 als Botschafter bei der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), kehrt dann für mehrere Jahre nach Washington zurück und bekleidet schließlich von 1997 bis 2001 das Amt des amerikanischen Botschafters in Deutschland. Von 2001-2007 ist er Deutschland-Chef der Investment Bank Lazard. In seinen Büchern und Schriften beschäftigt er sich mit der Zukunft der Transatlantischen Beziehung.

 
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>2012 - Jahr der Wahlen, Jahr des Wandels?Gleich drei Großmächte entscheiden über einen Wechsel an der Staatsspitze: USA, Russland und China. Aber auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich wird spannend. US-Präsident Obama steht mächtig unter Druck, die Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. In Russland dürfte nach menschlichem Ermessen Wladimir Putin erneut das Rennen machen, auch wenn die Kritik an ihm wächst. Und in China warten die Beobachter gespannt darauf, wohin sich das Land mit einer neuen Führung entwickeln wird.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>2011 - Jahr der Krisen, Jahr der HoffnungDer arabische Frühling 14.01.2011: Nach wochenlangen Straßenschlachten vertreiben die Tunesier als erstes arabisches Volk ihren Diktator. Präsident Zine el Ben Ali flieht ins Exil nach Saudi Arabien. Der arabische Frühling nimmt seinen Lauf: Aufstände in Ägypten, dem Jemen, ein Bürgerkrieg in Libyen: Die Zeit der Diktatoren scheint vorbei, doch was folgt? 
Die Atomkatastrophe 11.03.2011: Ein Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert Japan. Ein Tsunami überflutet die Küsten. Mehr als 10.000 Menschen sterben, Tausende werden vermisst. Doch die wahre Schreckensnachricht ist eine andere: Im Atomkraftwerk in Fukushima fällt die Kühlung aus. Es kommt zur Kernschmelze mit radioaktiver Verseuchung. Die atomkraftfreundliche Kanzlerin im fernen Deutschland hält fest: &quot;Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verändert!&quot; Am 30.06. besiegelt der deutsche Bundestag den Ausstieg aus der Atomkraft. Die Energiewende in Deutschland - kann sie gelingen
Die Euroschuldenkrise 07.04.2011: Nach Griechenland und Irland muss nun auch Portugal unter den Eurorettungsschirm. Die Schuldenkrise weitet sich immer weiter aus. Angela Merkel mahnt: Scheitert der Euro - scheitert Europa. Der Anteil der Deutschen an den Garantieleistungen für den Rettungsfonds steigt von 123 auf 211 Milliarden Euro. Am 09.12. soll mit Hilfe einer EU-Vertragsänderung die Eurorettung endlich gelingen, doch Großbritannien weigert sich. Wann ist ein Ende der Krise endlich in Sicht?
Was meinen Sie: 2011 - Jahr der Krisen, Jahr der Hoffnung
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
                                    <link>http://www.dw-world.de/dw/episode/0,,15551319,00.html?maca=de-podcast_quadriga-2645-xml-mrss</link>
                                    <description>Der Kurs der Kanzlerin - wie deutsch wird Europa?Angela Merkel soll in der Krise führen, denn Deutschland sei das einzige Land, das in der Lage ist, der Schuldenkrise Herr zu werden und die Eurozone zu retten. Diese Forderung ist in den letzen Wochen und Monaten immer lauter zu vernehmen. 

Auf dem EU-Gipfel setzt sie ihre Vorstellungen von einer Fiskalunion weitgehend durch: Zusammen mit dem französischen Präsidenten Sarkozy fordert sie eine Schuldenbremse in allen EU-Staaten und eine automatische Bestrafung der Länder, die gegen die Regeln verstoßen. Bis auf Großbritannien folgen alle den Vorgaben – wenn auch widerwillig. 

Wie die Kanzlerin Europa ihren Stempel aufdrückt, löst nicht überall Jubelstürme bei den Nachbarn aus. Frankreichs sozialistischer Präsidentschaftskandidat Hollande kritisiert Merkel mit den Worten, die Kanzlerin versuche, ein „europäisches Modell durchzusetzen, dass nicht das unsrige ist“. Viele fühlen sich gegängelt. Großbritannien ist isoliert. Die Gemeinschaft ist in ihrer größten Krise gespalten. Alte Ressentiments aus längst überwunden geglaubten Zeiten werden wiederbelebt. Angela Merkel als Domina, die Europa die finanzpolitische Ordnung Deutschlands aufzwingt. Merkel mit Pickelhaube und Reitpeitsche. Das sind die wenig schmeichelhaften Beschreibungen der deutschen Dominanz.

Die Kanzlerin sieht ihr Handeln als alternativlos: Nur eine strikte Sparpolitik und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit können die Krise beenden. Denn für sie ist klar: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“. Und das will sie mit allen Mitteln verhindern. Selbst auf die Gefahr hin, dass die Deutschen als Buhmänner dastehen. 

Was meinen Sie: Der Kurs der Kanzlerin – wie deutsch wird Europa?
 
Schreiben Sie uns an Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin. 

 Friedrich Thelen – Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Almut Möller – Nach ihrem Studium ist die Politikwissenschaftlerin zunächst als Trainerin und Moderatorin in der europäischen Bildungsarbeit tätig. Nach verschiedenen Lehraufträgen in München folgen mehrere Forschungsaufenthalte in Peking, Kairo und Washington. 2008 geht sie als freiberufliche Autorin, Trainerin und Beraterin nach London. Als Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet sie an dem Projekt zur internen Reform der erweiterten EU und leitet zeitweise das EU-Mittelmeerprojekt. Seit 2010 ist sie die Programmleiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen (AOZ) der DGAP. Nebenbei ist sie auch Associate Fellow am Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES) in Österreich und Herausgeberin von berlinbrief, einem Briefing zu deutscher Außenpolitik in englischer Sprache.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Wahlbetrug - reicht's den Russen Das hat Russland lange nicht erlebt: Tausende aufgebrachte Demonstranten auf den Straßen der Großstädte. Lautstarker Protest gegen Wahlbetrug bei der Parlamentswahl und das - wie sie sagen - &quot;System Putin&quot;. Allein in Moskau formierten sich über 6000 Demonstranten der Solidarnost-Bewegung unter dem Motto &quot;Diese Wahlen sind eine Farce&quot; zu einer Großkundgebung. Die Staatsmacht reagiert mit massivem Polizeiaufgebot. Mehrere Hundert friedliche Regierungskritiker werden verhaftet.

 Wladimir Putins Partei &quot;Einiges Russland&quot; musste trotz mutmaßlichen Wahlbetrugs zu ihren Gunsten eine herbe Niederlage einstecken. Sie hat bei den Wahlen zur russischen Staatsduma die Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament verloren, rutschte von einst 64,3 Prozent auf 49,7 Prozent ab. Putins Anhänger sind über den Image- und Machtverlust schockiert. Sie befürchten, dass die wahren Machtverhältnisse für sie noch weit schlechter aussehen könnten. Der amtierende Präsident Medwedew bezeichnet die Wahlen als &quot;Demokratie in Aktion&quot;, neutrale Wahlbeobachter hingegen attestieren schwere Verfahrensverletzungen und Manipulationen bei der Auszählung der Stimmen. So kommt es schon mal vor, dass plötzlich mehr Stimmen als Wähler verzeichnet sind und die Überzahl immer an &quot;Einiges Russland&quot; fällt.

 Auch die internationalen Reaktionen werden dem Präsidentenkandidaten Putin nicht gefallen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) spricht von Wahlmanipulationen, und die USA mahnen ein Untersuchungsverfahren an. Putin selbst hat wohl erkannt, dass sein geplanter Ämtertausch mit Medwedew nicht unbedingt auch Volkes Wille ist und er die Proteste wohl ernst nehmen muss. Für die Zeit nach der Präsidentenwahl im März verspricht er jetzt Erneuerungen im Machtapparat, denn er wolle &quot;als unabhängiger Politiker wahrgenommen werden&quot;, so sein Sprecher. Daran wird er arbeiten müssen, denn sein Machtanspruch bröckelt. Sind die Zeiten der gelenkten Demokratie a la Putin vorbei?

Was meinen Sie: Wahlbetrug – reicht’s den Russen?

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Die Gäste der Sendung sind:

 Sergej Sumlenny – Nach seinem Journalismusstudium an der Moskauer Universität arbeitet er zunächst als Producer im ARD-Studio Moskau, dann für den Wirtschaftsfernsehsender RBC TV und wird Chefredakteur der Nachrichtensendung &quot;World Business&quot;. 2005 kommt er als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung nach Deutschland und promoviert im Fach Politikwissenschaft. Heute ist er der Deutschland-Korrespondent der russischen Wirtschaftszeitschrift &quot;Expert&quot;. 2010 veröffentlicht er sein Buch &quot;Nemezkaja Sistema&quot; (Das Deutsche System). Eine Untersuchung der sozialen und wirtschaftlichen Mechanismen in der deutschen Gesellschaft.

 Alexander Rahr – Nach seinem Studium, Geschichte und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty in München und als Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln. Er fungierte als Berater für die RAND Corporation in Santa Monica, ist im Vorstand von Yalta European Strategy (YES) und Mitglied des Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs. Heute ist er der Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums – Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien in der DGAP. Er ist Autor der Biographien von Michael Gorbatschow (1986) und Wladimir Putin (2000). Sein Buch &quot;Russland gibt Gas&quot; erschien 2008, &quot;Putin nach Putin” 2009 und &quot;Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen&quot; 2011.
Gesine Dornblueth – Die promovierte Journalistin hat in Hamburg Slavistik und Journalistik studiert. Seit 1992 arbeitet sie als Journalistin. Gesine Dornblueth berichtet aus Russland, der Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, der Republik Moldau und dem Balkan für Deutschlandradio, Deutsche Welle und alle ARD-Anstalten. Ihre Themenschwerpunkte sind Regionale Konflikte, Demokratisierung, Menschenrechte, Alltag.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Klimagipfel - heiße Luft in Durban Schon vor Beginn der Weltklimakonferenz in Durban zeigen sich die Vertreter der 194 Nationen wenig zuversichtlich. Die Erfolgsaussichten für ein verbindliches Abkommen zum Schutz unserer Erde sind trübe. Zwar wird mit großem Aufwand um ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll gerungen, aber vor allem die großen Industriestaaten tun sich mit der strengen Regulierung des Kohlendioxid-Ausstoßes schwer. Doch wie soll es nach 2012 weitergehen? Nehmen wir die Erderwärmung und die daraus resultierende Klima- und Naturkatastrophen einfach hin?

 Dabei haben die Regierungschefs noch auf dem letzten Treffen den Klimaschutz zur Chefsache erklärt. Doch der Klimaschutz wurde lange durch die globale Finanz- und Schuldenkrise in den Hintergrund gedrängt. Darüber hinaus wollen Länder, die sich einst als Vorreiter brüsteten, wie Japan und Russland, jetzt sogar wieder ganz aussteigen aus den Verhandlungen. Kanada und Australien waren schon immer skeptisch. Und die USA sind bis heute keinerlei Verpflichtung eingegangen. Und fast unbemerkt ist inzwischen China, neben Indien und Brasilien, zum größten CO2-Emittenten herangewachsen. Starke Verhandlungspartner mit weit auseinander liegenden Vorstellungen und Zwängen drücken auf das Konferenzklima. Es wird immer schwieriger, Auswege und Lösungen zu finden. Doch können wir es uns noch leisten, die Sorge um das Klima vor uns herzuschieben?

 Die Klimaforscher und Experten mahnen die Politik dringend zum Handeln an. Für sie ist die Klimaerwärmung die Ursache für immer häufiger auftretende extreme Wetterlagen: Hitzewellen, jahrzehntelange Dürren, extreme Regenfälle, Überschwemmungen, Stürme und schmelzende Gletscher. Dem jüngsten UNO-Klimareport ist zu entnehmen, dass diese Extremwetter noch deutlicher zunehmen werden. 

Was meinen Sie: Klimagipfel – heiße Luft in Durban

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Die Gäste der Sendung sind:

 Ramesh Jaura - Der indische Journalist erlangt 1964 den Abschluss als Master of Arts an der Universität von Delhi. Danach beginnt er seine journalistische Laufbahn. Seit 1987 ist er Leiter der IPS Nachrichtenagentur für den deutschsprachigen Raum in Berlin. Im Mittelpunkt seiner Berichterstattung steht die Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Lebensumstände von Bewohnern der Dritten Welt.


 Christian Schwägerl - Nach seinem Bioologiestudium arbeitet der Journalist von 2001 bis 2007 als Feuilletonkorrespondent bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) in Berlin. Heute schreibt er für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind: Wissenschaft, Biopolitik, Klimawandel, Klimaschutz und Forschungspolitik.

 
Dagmar Dehmer - Seit 2001 arbeitet die deutsche Journalistin in der Politikredaktion der Zeitung „Der Tagesspiegel“ in Berlin. Zuvor schrieb sie für die Wirtschaftsredaktion der Badischen Zeitung in Freiburg. Ihr Spezialgebiet ist die Umwelt- und Entwicklungspolitik. Besonderes Augenmerk gilt dabei Afrika. Sie ist mit einem Kenianer verheiratet.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Ägypten - versinken die Wahlen in der Gewalt? Wenige Tage vor den ersten freien Wahlen droht Ägypten erneut im Chaos zu versinken. Tausende Ägypter protestieren wieder auf dem Tahrir-Platz - diesmal aber gegen die Militärregierung. Der Protest eskaliert zusehends. Die erste Bilanz: über 30 Tote und viele Verletzte durch Schlagstöcke, Tränengas und Gummigeschosse. Sind jetzt die Wahlen zum neuen Parlament, die am Montag beginnen sollen, gefährdet?

 Die Angst der Bevölkerung vor der Rückkehr alter Machthaber ist genauso groß wie das Misstrauen gegenüber dem Militärrat. Einst im Kampf gegen das alte Regime als Verbündete gefeiert, wirft die Bevölkerung den Generälen jetzt vor, mit der gleichen Gewalt gegen Oppositionelle vorzugehen wie einst Mubaraks Schlägertruppen. So fragen sich jetzt viele Ägypter, ob der Militärrat wirklich einen politischen Wandel herbeiführen will, oder ob es ihm nur um den eigenen Machterhalt geht? Der Chef des Militärrats, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, gilt vielen als neuer Mubarak.

 Die noch vom gestürzten Präsidenten eingesetzten Generäle betonen immer wieder, nur den Übergang in eine zivile Regierung begleiten zu wollen. Doch die Übergangsregierung aus Experten, inzwischen komplett zurückgetreten, war nichts als eine Marionette des Rates. Auch der Entwurf einer Verfassung zementiert den Machterhalt der Militärs statt neue demokratische Strukturen. Tausende von willkürlichen Verhaftungen, Folter und andere Menschenrechtsverletzungen tun ein Übriges, um das letzte Vertrauen zu zerstören. Inzwischen haben sich die Anhänger der islamistischen Muslimbruderschaft den Revolutionären angeschlossen, denn sie wollen in einer neuen Regierung die Macht nicht mit Generälen teilen.

Was meinen Sie. Ägypten - versinken die Wahlen in der Gewalt?
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Mazen Hassan - Der ägyptisch-deutsche Journalist studiert an der Kairo-Universität Germanistik und arbeitet zunächst als Deutschlehrer am dortigen Goetheinstitut. Ab 1990 schreibt er als freier Journalist hauptsächlich für die Tageszeitung Al-Ahram, die älteste und auflagenstärkste Tageszeitung im Nahen Osten. 1994 wird er Deutschlandkorrespondent für diese Zeitung in deren Frankfurter Büro. Heute arbeitet er als Redakteur bei der Deutschen Welle TV in Berlin.

 Thomas Hasel - Der Journalist und Politologe absolviert sein Studium an den Universitäten in München, Paris und Berlin. 2002 promoviert er an der Berliner Freien Universität über den algerischen Machtkonflikt zwischen Islamisten und Staatsführung. Seit 1994 beschäftigt er sich intensiv mit den Staats- und Wirtschaftssystemen in der arabischen Welt. Als Lehrbeauftragter an der Freien Universität liegt der Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf einer Untersuchung der autoritären Regime in Nordafrika und den Schwierigkeiten, diese zu demokratisieren. Als Journalist war er in den vergangenen Jahren mehrfach in der Region unterwegs.

 Hoda Salah - Sie studiert Pädagogik und Deutsch in Ägypten, sowie Politikwissenschaften, Medienwissenschaften und Germanistik in Mannheim und Waterloo/Kanada. In ihrer Doktorarbeit beschäftigt sie sich mit der politischen Partizipation von Frauen im Islamismus. Nach ihrer Ausbildung ist sie bis 2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politik des Vorderen Orients der Freien Universität Berlin tätig. Heute ist sie Postdoktorandin an der Universität Frankfurt. Ihr Forschungsthema ist die Jugendkultur in Ägypten und die Jugend als Träger der Moral und des Sexualwandels. Forschungsschwerpunkte sind weiterhin auch die Politik und Kultur des Nahen Ostens, Demokratisierungsprozesse, Frauenbewegungen, islamischer Feminismus, Politischer Islam und soziale Bewegungen im Nahen Osten. Nebenbei ist sie auch als politische Beraterin für das Europäische Parlament, politische Stiftungen und Institutionen tätig.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Terror von Rechts - Deutschland unter Schock Deutschland ist schockiert. Über 13 Jahre lang konnten rechtsextreme Terroristen ungehindert morden, Banken überfallen und Bomben legen. Zehn Menschen haben sie kaltblütig erschossen – neun Migranten und eine Polizistin. Zwei der drei bisher bekannten Täter sind tot, eine mutmaßliche Täterin hat sich der Polizei gestellt. Jetzt ist ein zynischen Video aufgetaucht, in dem die Opfer der Bluttaten verhöhnt werden. Die Bundeskanzlerin zeigt sich tief betroffen und bezeichnet die Mordserie als eine Schande für Deutschland. 
 Die Ermittlungen gegen das Killertrio laufen auf Hochtouren. Schrecklich und beängstigend, was nach Jahren ans Licht kommt, unvorstellbar was noch kommen könnte. Denn die Hintergründe sind alles andere als aufgeklärt, ganz zu schweigen von der Rolle, die die Sicherheitsbehörden in dem Fall gespielt haben. Ganz Deutschland fragt sich, wie es sein kann, dass diese Verbrecher mehr oder weniger ungestört eine Blutspur durch das ganze Land ziehen konnten, angeblich sogar unter den Augen des Verfassungsschutzes. Und darüber hinaus drängen sich weitere bange Fragen auf:
 Haben Politik und Verfassungsschutz die Gefahr unterschätzt und die braune Szene nicht mehr im Griff? Hat das Killertrio alleine und selbständig gehandelt oder ist hier schon ein gefährliches Netzwerk herangewachsen, das weitere Terroranschläge plant? Schon ziehen die Medien Vergleiche zur „Roten Armee Fraktion“. Die Bundeskanzlerin gesteht ein, dass sich schon jetzt Strukturen erkennen ließen, die die Regierung sich so nicht vorgestellt habe. Der Rechtsstaat werde alles tun um die Hintergründe aufzuklären.
Was meinen Sie: Terror von Rechts - Deutschland unter Schock
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Die Gäste der Sendung sind:

 Peter Carstens – Sein Studium der Geschichte und Politik führt den Deutschen nach Paris, Wien und Berlin. 1994 beginnt er seine journalistische Arbeit bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach seiner Korrespondententätigkeit in Sachsen kommt er 2001 nach Berlin in die Hauptstadtredaktion der Zeitung. Neben der Innenpolitik beschäftigt er sich mit Sicherheits- und Verteidigungsfragen.
 Hajo Funke –  Der emeritierte deutsche Politikwissenschaftler forscht zunächst am Wissenschaftszentrum Berlin über die Emigration von Juden. Er veröffentlicht das Buch „Die andere Erinnerung. Interviews und Portraits von Jüdischen Gelehrten im Exil“. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Harvard University in Cambridge übernimmt er vorübergehend einen Lehrstuhl der Politischen Philosophie, an der Freien Universität Berlin. Danach geht er als Professor für Moderne Geschichte, Literatur und Politik an die University of California (USA). 1993 kehrt er nach Deutschland zurück und übernimmt einen Lehrstuhl für Politik und Kultur am Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin, an der er bis heute lehrt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Vergleichende Politische Kulturforschung, Autoritarismus, Rechtsextremismus, Migration, Fremdendenfeindlichkeit und Antisemitismus, die Verarbeitung der beiden deutschen Diktaturen und nicht zuletzt die Analyse von Staatsautoritarismus und Genozidpolitik.

 Bodo Wegmann – Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt er sich mit geheimen Nachrichtendiensten. Er hat insbesondere über die Spionageorganisationen der DDR und des früheren Ostblocks geforscht; seine Studie über die geheime Militäraufklärung der Nationalen Volksarmee gilt als Standardwerk. Der promovierte Politologe ist Vorstand und Geschäftsführer des Gesprächskreises Nachrichtendienste in Deutschland. Dem GKND gehören sowohl viele ehemals leitende Mitarbeiter deutscher und ausländischer Dienste als auch Fachwissenschaftler und -journalisten an.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Iran und die Bombe - wie groß ist die Gefahr? Geheimdienste, Atomexperten und die internationalen Atomaufseher der IAEA in Wien scheinen sich einig zu sein: Der Iran ist langsam aber sicher auf dem besten Weg eine gefährliche und unkontrollierbare Nuklearmacht zu werden. Unklar scheint nur an welchem Bauabschnitt der Iran gerade arbeitet. Ist Ahmadinedschad zum Bau der Bombe fähig, oder setzt er seine Pläne schon in die Tat um? Der iranische Präsident lässt sich bis heute nicht in die Karten schauen und versetzt mit seinen Verwirrspielen die Welt in Angst und Schrecken. Die Spekulationen schießen ins Kraut und auch der mühsam erarbeitete Bericht der Atomenergiebehörde wartet mit viel Ungewissheit auf. Dennoch gibt es einige neue und wenig beruhigende Fakten.

 Nach Geheimdienstinformationen ist der Iran mit seinem Atomprogramm deutlich weiter vorangekommen als bislang gedacht. So soll ein russischer Waffenexperte an der Entwicklung eines Zünders mitgewirkt haben. Auch von einem Atomwaffenexperten aus Pakisten ist die Rede und mehrereTests mit hochexplosivem Sprengstoff durch iranische Sprengstoffexperten lassen sich nachweisen. Auch das Computermodell eines Atomsprengskopfes lässt wenig Gutes erahnen. Alles Fakten, die eine ausschließlich friedliche Nutzung der Atomanlagen in Frage stellen müssen.

 Israel beobachtet die Entwicklung mit großer Besorgnis und erhöht den Druck auf die internationale Gemeinschaft, indem es mit einem Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen droht. Israel fordert vom UN-Sicherheitsrat endlich massive Sanktionen zu verhängen, eine Maßnahme, die am Veto Chinas und Russlands bislang scheiterte. Jetzt könnte sich das vielleicht ändern. Auch die USA sind besorgt. Eine Horrorvorstellung: Das kleine Israel greift im Alleingang den Iran an und setzt damit die ganze Region in Brand. Eine Herausforderung, die das kriegsmüde Amerika unbedingt vermeiden will. Auch Europa ist verunsichert und sieht die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung langsam schwinden. Teheran hat für den Fall eines Angriffs mit einer &quot;apokalyptischen Antwort&quot; gedroht.

Was meinen Sie: Iran und die Bombe - wie groß ist die Gefahr?
 
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Die Gäste der Sendung sind:

 Malte Lehming – Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik- mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte.
 
 Oliver Thränert – Nach seinem Studium forscht und lehrt der Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte als Gastwissenschaftler an der ETH Zürich sowie an der Queen’s University in Kingston, Ontario. Von 1986 bis 2001 arbeitete er im Referat Internationale Politikanalyse der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und Berlin. Heute ist er bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Sicherheitspolitik. Ihn beschäftigen vor allem die Weiterverbreitung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen und die Raketenabwehr.
 Eldad Beck – Der Deutschlandkorrespondent der größten israelischen Tageszeitung &quot;Yedioth Ahronot&quot; stammt aus Haifa. An der Pariser Sorbonne studierte der Israeli Arabisch und Islamwissenschaften. Seit 1994 lebt er in Berlin.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Syrien - kommt Assad davon? 
 Die Hartnäckigkeit und die Gewalttätigkeit mit der Syriens Präsident Assad seine Machtposition verteidigt ist schockierend. Obwohl der internationale Druck wächst, geht er mit immer noch größerer Gewalt gegen Oppositionelle vor. Stur massakriert er mit Artillerieangriffen die eigene Bevölkerung. Seit Beginn der Ausschreitungen im März wurden, nach UN- Angaben über 3000 Menschen getötet und die Zusammenstöße werden immer härter.

 Die Internationale Gemeinschaft erkennt den zwingenden Handlungsbedarf und sucht Assad zur Umkehr zu bewegen. Doch er denkt nicht daran. Im Gegenteil. Mit markigen Worten warnt er die westlichen Länder vor einem Militäreinsatz wie in Libyen. Wenn der Westen in Syrien militärisch eingreife, dann werde die gesamte Region in Flammen aufgehen, droht Assad. Europa und die NATO lassen sich davon nicht beeindrucken, wollen aber selbst auch keinen weiteren Einsatz nach libyschem Muster. Die Arabische Liga hat Assad ein letztes Mal die Vermittlung mit den Oppositionellen angeboten. Sie fordert Assads Abzug aus de Hochburgen der Protestbewegung, die Freilassung der Gefangenen und Verhandlungen mit der Exil- Opposition. Wenn er nicht darauf eingehen werde, dann werde er aus der Arabischen Liga ausgeschlossen werden.

 Der UN- Sicherheitsrat konnte sich bislang keiner Syrien-Resolution durchringen. China und Russland legten ihr Veto ein. Sie wollen keine Grundlage legen, die eine Militärintervention zulässt. Sollte die Arabische Liga Assad fallen lassen, dann überdenken vielleicht auch die Veto-Länder ihre Entscheidung. Auch die Frage nach Sanktionen wird dann wieder bemüht werden. Inzwischen hat selbst die Türkei Assad die Freundschaft aufgekündigt und verhandelt schon mit der Opposition. Erdogan zeigt sich im arabischen Umbruch lieber an der Seite der Sieger. In einem Punkt sind sich alle einig: Der Konflikt in Syrien darf sich zu keinem langwierigen und blutigen Bürgerkrieg auswachsen, zumal dies zu einer gefährlichen Destabilisierung der arabischen Welt führen würde. Auf diese Befürchtung setzt Assad und das könnte ihn retten.

Was meinen Sie: Syrien - kommt Assad davon?
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Die Gäste der Sendung sind: 

 Heiko Wimmen - Das Forschungsgebiet des Politikwissenschaftlers umfasst politische Systeme und Dynamik innerer Konflikte in ethnisch-religiös gemischten Gesellschaften im Nahen Osten und auf dem Balkan. Von 1997 bis 2002 arbeitete er als freier Rundfunkjournalist in Beirut, Libanon. Zur Zeit arbeitet er bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in der Forschungsgruppe: Naher Osten und Afrika in Berlin. 


 Ibrahim Mohamad - Der Wirtschaftsjournalist ist in Lattakia, Syrien geboren. Seine beruflichen Stationen: Redakteur DW-TV/Arabisch. Chefredakteur des deutsch-arabischen Wirtschaftsmagazins &quot;SOUQ&quot;. Freier Autor und Redakteur beim Wirtschaftsmagzin &quot;Al-Iktisad Wal-Aamal&quot; und der Tageszeitung &quot;Al Hayat&quot;. Seit 2002 Teamleiter DW-WORLD.DE/Arabisch.


 Alexander Bühler - Nach seinem Studium, Geschichte, Politikwissenschaft und Anthropologie in Heidelberg, Mexico City und Köln arbeitet der Journalist für deutsche Zeitungen und Zeitschriften, wie Der Spiegel, Die Zeit, NZZ und Cicero, sowie für nationale und internationale Radiosender und die Fernsehsender ARD und ARTE. Er berichtet vor allem aus und über Krisengebiete. Er bereist Länder wie die Demokratischen Republik Kongo, das Kosovo, Haiti, Kolumbien und Syrien. Er macht Dokumentarfilme über die Nothilfe in Haiti und Pakistan und berichtet über vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Naturkatastrophen in Bolivien. Er lebt und arbeitet zur Zeit in Hamburg.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Schicksalswoche - hat Europa die Krise jetzt im Griff? Europas Krisenmanager haben einen dramatischen Gipfelmarathon hinter sich. Harte Diskussionen in der Euro-Gruppe, schwierige Auseinandersetzungen mit den Banken und herbe Auflagen für die Pleitestaaten prägten die lange Nacht der Euro-Rettung, und es hat sich gelohnt. Europas Regierungschefs haben die Rettung Griechenlands eingeleitet und erste Beschlüsse gefasst. Die wichtigsten Entscheidungen sind: 50 Prozent Schuldenschnitt für Griechenland, eine Rekapitalisierung der Banken, eine Hebelung des Rettungsschirms EFSF auf eine Billion und ein drastisches Sparprogramm für das marode Italien.

 „Es gibt nicht den einzigen Paukenschlag, aber dies hier ist ein wichtiges Paket auf dem Weg zu mehr Stabilität und zu einer Stabilitätsunion“, so die deutsche Bundeskanzlerin. Aber sie ist vorsichtig geworden und will nicht ganz ausschließen, dass die Rettungsversuche auch schiefgehen könnten. Nach aller Kritik im Vorfeld wird Angela Merkel jetzt im eigenen politischen Umfeld, aber auch international, für ihr umsichtiges und bedächtiges Vorgehen gelobt. Europas Schuldenkrise scheint gestoppt, aber noch lange nicht überwunden.

 Die Anleger an den Börsen zeigen sich in Kauflaune und die Finanzmärkte haben sich vorerst beruhigt. Die Analysten hingegen zeigen sich weit weniger zuversichtlich. Die Skeptiker unter ihnen glauben nicht, dass sich Staatsverschuldung auf diese Weise abbauen lässt, eine Dauerkrise immer weiter vor sich hergeschoben wird. Die Umsetzung der Gipfelbeschlüsse allein lässt noch viele Fragen offen, die in der kürze der Zeit nicht geregelt werden konnten. Mit Geld alleine lässt sich das Problem nicht lösen. Die Eurozone braucht Reformen und die werden Europas Regierungschefs noch einige schwierige Gipfelnächte bescheren. 


Was meinen Sie?: Schicksalswoche - hat Europa die Krise jetzt im Griff?

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Die Gäste der Sendung sind:
 
 Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.




 Gennaro Pellino - Nach seinem Germanistikstudium und mehreren Lehraufträgen macht er beim italienischen Sender RAI seine journalistische Ausbildung. Seit1992 arbeitet er als Redakteur und Reporter in verschiedenen Ressorts für die Rai. Sein Schwerpunkt ist die internationale Politik. So wird er 1996 Korrespondent für außenpolitische Belange. Heute berichtet er für die RAI aus Berlin.




 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Krisengipfel - letzte Chance für Europa Europas Regierungschefs stehen unter mächtigem Entscheidungsdruck. Die Erwartungen an den bevorstehende EU-Krisengipfel sind hoch wie nie, geht es doch am Ende um nichts weniger als um die Rettung Europas. Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy hatte, auch um Zeit zu schinden, das Treffen um eine Woche verschoben. Zusätzlich tagt fast zeitgleich die Euro-Gruppe (Ecofin) zum Thema Finanztransaktionssteuer. Auch die Rückkehr der Finanzprüfer aus Griechenland war noch abzuwarten. Jetzt hofft er, dass die Zeit reicht, um praktikable und geeignete Maßnahmen gegen die Schuldenkrise zu finden. Die mehr als brisante Lage schreit nach raschem Handeln den die horrenden Schuldenberge einiger Mitgliedsländer türmen sich weiter unaufhaltsam auf. 

 Den großen Befreiungsschlag, der Europa direkt aus der Krise führt, wird es wohl nicht geben. &quot;Man hoffe aber in Brüssel ein ordentliches Stück voranzukommen&quot;, baut die deutsche Kanzlerin vor. Sie und ihre Mitstreiter stehen vor schwiegigen Beratungen, denn die Vorstellungen von Rettungsmaßnahmen gehen weit auseinander. Für Griechenland muss jetzt rasch ein Konzept zur Entschuldung gefunden werden, sonst droht die Insolvenz, die manch einer schon als das bessere Konzept ansieht. Ein zweites Rettungspaket und die Beteiligung privater Banken und Versicherungen, sowie die Möglichkeit einer harten Umschuldung müssen vorrangig beraten und entschieden werden. Die Stabilisierung und die auch zwangsweise Rekapitalisierung europäischer Banken sind ein gewichtiges Thema. Die Finanz- und Kreditinstitute lehnen staatliche Einmischung strikt ab. Auch der Vorschlag künftig Investment- Banking vom klassischem Bankgeschäft trennen zu wollen stößt auf wenig Gegenliebe. 

 Während Europas Regierungschefs händeringend nach Lösungen suchen, wächst der Unmut in der Bevölkerung. Die Bürger sind immer weniger bereit für die Misswirtschaft anderer Länder und die Spekulationsgier der Banken zu bezahlen. Griechenland befindet sich im Generalstreik gegen den massiven Sparhaushalt der Regierung. Weltweit gewinnt eine neue Protestwelle, die gut organisierte &quot;Occupy- Bewegung&quot; immer mehr Zulauf. Ihr Protest richtet sich gegen Banken, Kreditinstitute und Spekulationshaie. Der Unmut schwillt langsam und ernstzunehmend an. Noch haben die Krisenmanager das Heft in der Hand, aber lange hält Europa den jetzigen Zustand nicht mehr durch. 

Was meinen Sie?: Krisengipfel – letzte Chance für Europa

Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de 

Die Gäste der Sendung sind:

 Claus Hulverscheidt – Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre mit sozialwissenschaftlicher Richtung an der Universität Köln und seiner Ausbildung an der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft arbeitet er zunächst als Wirtschaftsredakteur und Politikreporter für die Nachrichtenagentur Reuters in Bonn. Danach berichtet er für die Financial Times Deutschland aus Berlin über deutsche Politik und Wirtschaft. Heute ist er als Leitender Redakteur für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter der Parlamentsredaktion für die Süddeutsche Zeitung in Berlin tätig. 

 Ulrike Guérot – Nach ihrem Studium arbeitet die Politikwissenschaftlerin zunächst als Juniorprofessorin an der amerikanischen Johns Hopkins University im Fachbereich European Studies. Später wird sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Organisation Notre Europe in Paris sowie Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Büro von Karl Lamers. Als Leiterin der Forschungsgruppe Europa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) kommt sie nach Berlin und arbeitet dann 2004 beim German Marshall Fund. Heute leitet die Politikwissenschaftlerin das Berliner Büro des European Council on Foreign Relations. Dort forscht sie in den Bereichen Europäischer Integrationsprozess, Europäische Institutionen, Deutsch-Französische Beziehungen und Deutsch-Amerikanische Beziehungen; derzeit schwerpunktmäßig zu Deutschlands Rolle in Europa. 

 Ursula Weidenfeld – Die Journalistin promoviert in Bonn am Lehrstuhl für Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Nach einem Volontariat an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule in Düsseldorf wird sie Berlin-Korrespondentin und stellvertretende Ressortleiterin bei der Wirtschaftswoche. Anschließend arbeitet sie als Ressortleiterin bei der Financial Times Deutschland. 2001 übernimmt sie die Leitung des Ressorts Wirtschaft beim Tagesspiegel. Nebenbei arbeitet sie als Moderatorin und Kommentatorin für verschiedenen Fernseh- und Hörfunksender. 2008 wechselt sie als Chefredakteurin zum Kölner Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und wird mit dem „Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik“ ausgezeichnet. Heute ist sie als freie Journalistin für verschiedene Medien tätig und betreibt die Internetseiten www.starke-meinungen.de und www.das-tut-man-nicht.de.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Ägypten - vom Frühling direkt in den Herbst des Zorns Der arabische Frühling, ein Synonym für den von so großer Hoffnung getragenen Kampf der Ägypter für Freiheit und Demokratie. Jetzt hat das Land einen schweren Rückschlag erlitten. Im Januar haben Regimegegner und Armee, Seite an Seite, in gut organisierten Massenprotesten, ihren Diktator samt Gefolgschaft aus dem Amt gejagt und gemeinsam für Freiheit gekämpft. Heute steht Hosni Mubarak wegen Menschenrechtsverletzung vor Gericht. Seit Beginn der Revolution ist es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Regimegegnern und Staatsmacht gekommen. Doch jetzt, wo der Termin für demokratische Parlamentswahlen und die Wahl eines neuen ägyptischen Präsidenten näherrückt, wird die Stimmung im Lande immer aggressiver.

 Die jüngste Auseinandersetzung zwischen koptischen Christen, muslimischen Schlägertruppen und schwer bewaffneten Soldaten endete in einer grauenvollen Straßenschlacht. Die Schreckensbilanz: 25 Tote und über 300 Verletzte. Auslandskorrespondenten berichten von einem regelrechten Blutbad, schildern wie Soldaten mit Militärfahrzeugen ungebremst in die Menschenmenge rasen und mit aller Gewalt in die Gruppe der Kopten schießen. Die Christen, aber auch andere Beobachter machen die Armee für das Massaker verantwortlich. Ursache der Ausschreitung war vermutlich die Ankündigung der Übergangsregierung in Kürze ein neues Gesetz vorlegen zu wollen, das den Bau von Gotteshäusern vorsieht. Die verfolgten Kopten hingegen protestierten gegen den erneuten Abriss einer ihrer Kirchen zum Unmut der muslimischen Gegner. 

 Die Bevölkerung fürchtet weitere Ausschreitungen, Anarchie und Chaos. Das neu gewonnene Vertrauen in die Armee wurde schwer missbraucht. Es wird vermutet, dass die radikalen Kräfte in der Militärregierung mit Gewalt ihr Comeback inszenieren wollen. Eine weitere Destabilisierung der Sicherheitslage würde einen friedlichen Übergang in eine gut funktionierende Demokratie nahezu unmöglich machen. Die Anhänger des alten Regimes verstehen religiöse Spannungen je nach Bedarf zu befeuern und für sich zu nutzen. So ist das vom Militärrat erlassene Verbot von religiösen Slogans im Wahlkampf für die Moslembrüdern eine herbe Entscheidung. Droht Ägypten ein Herbst des Zorns?

Was meinen Sie?: Ägypten - vom Frühling direkt in den Herbst des Zorns
 
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Die Gäste der Sendung sind:

Michael A. Lange – Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet nach seinem Studium zunächst an verschiedenen Forschungsprojekten.1981 geht er zur Konrad Adenauer Stiftung und leitet als Auslandsmitarbeiter die Länderprogramme in Jordanien (1981-85), Tunesien (1985-88) und Israel (1989-94). Anschließend setzt er seine Arbeit in der Zentrale in Deutschland fort. In St. Augustin leitet er zunächst das Ländereferat USA, wird dann Abteilungsleiter für Nordamerika und Westeuropa. 1996 geht er wieder ins Ausland und leitet nacheinander die Länderprogramme in Südafrika und in Ägypten. 2007 wird er Koordinator für Nahost und Vernetzte Sicherheit im Team Außen-, Sicherheits- und Europapolitik der Hauptabteilung Politik. Heute leitet er das Ressort Politikdialog und Analyse in der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit.

Yassin Musharbash – Der Sohn eines jordanischen Vaters und einer deutschen Mutter studiert in Göttingen und an der Bir Zeit- Universität in den Palästinensischen Gebieten Arabistik und Politikwissenschaft. Schon während seines Studiums schreibt er für die deutsche Tageszeitung „taz“ über islamische Organisationen in Deutschland. Heute berichtet er als Redakteur von „SPIEGEL ONLINE“ über die Arabische Welt, islamistischen Terrorismus und die Propaganda von Al- Qaida im Internet. 

Samir Grees – Nach seinem Studium in Kairo und Mainz arbeitet der Ägypter zunächst als freiberuflicher Dolmetscher und Journalist, sowie als Lektor für Arabisch an der Uni Bonn. Er hat eine große Zahl deutscher Literatur ins arabische übersetzt, wie zum Beispiel: Ingo Schulze: Simple Storys, Elfriede Jelinek: Die Klavierspielerin, Michael Kleeberg: Das Tier, das weint und Martin Walser: Ein liebender Mann. Er arbeitet auch er in der arabischen Online- Redaktion der Deutschen Welle.
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                            &lt;br /&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Europa um jeden Preis - Politik und Glaubwürdigkeit In einem Punkt herrscht europäische Einigkeit: Es muss alles getan werden um Europa und den Euro zu retten. Den Regierungs- und Finanzchefs ist bewusst, dass dies nur mit enormen nationalen Kraftanstrengungen gelingen kann. Die europäische Schuldenkrise, eine für die Politik beispiellose Herausforderung. Der EU- Vertrag sieht den Untergang eines Mitgliedstaates bislang nicht vor und ist somit auch kein guter Ratgeber für Krisenlagen.
 
 Die Politik sucht händeringend nach den richtigen Strategien. Griechenland retten, Spanien, Italien und Portugal stützen, den Euro stabilisieren und Europa bewahren, um jeden Preis. Nie waren sich Politik, Banken und Wirtschaftsvertreter so uneinig wie heute. Ein Krisentreffen jagt das andere, ein Beschluss den nächsten. Milliardenhilfen werden um Milliarden aufgestockt und am Ende reicht es wieder nicht. Ist die Herausforderung zu groß, fehlt es den Krisenmanagern an Mut und Innovation oder einfach nur an guten Beratern und Sachkenntnis?
 
 Die Öffentlichkeit traut ihren Volksvertretern nicht mehr viel zu. Die Menschen fühlen sich von der eigenen Regierung übergangen und von den europäischen Pleitestaaten  ausgenutzt. Es entstehen auf nationaler Ebene gefährliche Gemengelagen und  Europa wird immer mehr in Frage gestellt. Die Vereinigten Staaten von Europa, längst nur noch eine Vision. Das Vertrauen der Bürger schwindet und damit auch das Vertrauen in die Demokratie. Immer häufiger drohen Entscheidungen nicht parlamentarisch abgestimmt, sondern auf höchster Regierungsebene beschlossen zu werden. Den Bürgern werden Sparmaßnahmen verordnet und aus Steuergeldern finanzierte Rettungsschirme zugemutet. Die Erklärung des deutschen Finanzministers fällt knapp aus: &quot;Scheitert der Euro, scheitert Europa und das zum Nachteil Deutschlands&quot;.
 
Was meinen Sie?: Europa um jeden Preis - Politik und Glaubwürdigkeit
 
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Die Gäste der Sendung sind:

 Georgios Pappas – Nach seinem Studium der Politikwissenschaften in Athen und München arbeitet der Grieche zunächst für mehrere Jahre als Hörfunkredakteur beim Bayerischen Rundfunk in München. Danach geht er zur Deutschen Welle und arbeitet dort für das griechische Radioprogramm. Heute ist er als Korrespondent für das staatliche Fernsehen Griechenlands, ERT in Berlin beschäftigt. 
 Holger Zschäpitz – Der Journalist arbeitet heute als leitender Wirtschaftsredakteur für die Tageszeitung die WELT und die Welt am Sonntag. Seine Spezialgebiete sind Verhaltensökonomie, Staatsfinanzen und die Kapitalmärkte. Der Zusammenbruch der DDR hat ihn dafür sensibilisiert, welche Ideen Menschen antreiben und was die Welt im innersten zusammenhält. Der Systemcrash von 1989 macht aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung einen leidenschaftlichen Ökonom und begeisterten Journalisten. Er baut neben seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1999 den eigenständigen Finanzteil der WELT mit auf. Er ist Autor mehrerer Bücher. In seinem Buch „Schulden ohne Sühne?“ schreibt er über die Schuldensucht der Staaten. 

 Ulrike Herrmann – Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.
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                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2824725/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2824725/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
                        &lt;/p&gt;
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                                                                        <pubDate>Fri, 07 Oct 2011 21:30:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Demokratie auf Russisch - der ewige Putin  Russlands Präsident Medwedew will 2012 nicht mehr für das höchste Amt des Landes kandidieren. Damit hat er für Wladimir Putin den Weg zurück an die Macht frei gemacht. Der machtbewusste Premierminister wird sein oberstes Ziel erreichen und nach der verfassungsgemäßen Zwangspause im Frühjahr erneut als Präsident aus den Wahlen hervorgehen. Er kehrt in den Kreml zurück. Gleichzeitig schlägt er den bisherigen Präsidenten Medwedew als Ministerpräsidenten vor.

 Wirklich überrascht hat in Moskau die abgekartete Rochade und Putins Comeback wohl niemand. Überraschend ist eher der Zeitpunkt. Die Kandidatenkür war nicht für den Parteitag vorgesehen und wurde erst nach den Parlamentswahlen im Dezember erwartet. Ein herber Schlag für die Medwedew- Anhänger. Russlands liberale Elite hat ihren Hoffnungsträger verloren und mit ihm sehen sie auch die Demokratisierung und Modernisierung des Landes schwinden. Medwedew selbst hingegen wirkt, als wäre jetzt eine schwere Last von ihm genommen.

 Putin nutzt die Bühne des Moskauer Parteitages um seinen Machtanspruch zu zeigen und findet große Worte. Russland muss stark sein, so seine Parole. Er verspricht Wirtschaftsaufschwung, will die Industrie modernisieren und Millionen Arbeitsplätze schaffen. Wie er das mit Blick auf Energie- und Finanzkrise erreichen will, das sagt er nicht. Sogar unter seinen Vertrauten findet sich leise Kritik. Einer bringt es dann aber auf den Punkt: &quot;Machtlosigkeit ist eine tödliche Gefahr für Russland&quot;. Machtbewusstsein, das zeigt Putin immer auf ein Neues, davon hat er genug. Schnelle Veränderungen wird es mit ihm nicht geben.

Was meinen Sie?: Demokratie auf Russisch – der ewige Putin
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Alexander Rahr – Nach seinem Studium, Geschichte und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty in München und als Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln. Er fungierte als Berater für die RAND Corporation in Santa Monica, ist im Vorstand von Yalta European Strategy (YES) und Mitglied des Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs. Heute ist er der Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums – Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien in der DGAP. Er ist Autor der Biographien von Michael Gorbatschow (1986) und Wladimir Putin (2000). Sein Buch “Russland gibt Gas” erschien 2008, “Putin nach Putin” 2009 und “Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen” 2011.

 Sergey Lagodinsky – wurde in Russland geboren und emigrierte 1993 nach Deutschland. Er ist Fellow am &quot;Global Public Policy Institute&quot;, ein unabhängiges Forschungsinstitut in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind die transatlantischen Beziehungen, globale Sicherheit und internationales Recht. Im russischen Fernsehsender RTVi ist er häufig als politischer Kommentator zu sehen. Zur Zeit ist er als Rechtsanwalt in der Kanzlei Orrick Hölters &amp; Elsing tätig.

 Lucian Kim –  Nach seinem Fremdsprachen- und Geographiestudium an der Clark University in Worcester, Massachusetts und seinem Masterabschluß in &quot;Nationalism Studies&quot; an der Central European University in Budapest arbeitet er von 1996 - 2002 als Berlin Korrespondent für &quot;The Christian Science Monitor&quot;. Er beschäftigt sich intensiv mit dem Kosovokonflikt und mit Afghanistan. 2003 geht er nach Russland und arbeitet dort für die Moskow Times und als Korrespondent für Bloomberg News. Zur Zeit schreibt er ein Buch über die Ära Putin.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Demokratie auf Russisch - der ewige Putin  Russlands Präsident Medwedew will 2012 nicht mehr für das höchste Amt des Landes kandidieren. Damit hat er für Wladimir Putin den Weg zurück an die Macht frei gemacht. Der machtbewusste Premierminister wird sein oberstes Ziel erreichen und nach der verfassungsgemäßen Zwangspause im Frühjahr erneut als Präsident aus den Wahlen hervorgehen. Er kehrt in den Kreml zurück. Gleichzeitig schlägt er den bisherigen Präsidenten Medwedew als Ministerpräsidenten vor.

 Wirklich überrascht hat in Moskau die abgekartete Rochade und Putins Comeback wohl niemand. Überraschend ist eher der Zeitpunkt. Die Kandidatenkür war nicht für den Parteitag vorgesehen und wurde erst nach den Parlamentswahlen im Dezember erwartet. Ein herber Schlag für die Medwedew- Anhänger. Russlands liberale Elite hat ihren Hoffnungsträger verloren und mit ihm sehen sie auch die Demokratisierung und Modernisierung des Landes schwinden. Medwedew selbst hingegen wirkt, als wäre jetzt eine schwere Last von ihm genommen.

 Putin nutzt die Bühne des Moskauer Parteitages um seinen Machtanspruch zu zeigen und findet große Worte. Russland muss stark sein, so seine Parole. Er verspricht Wirtschaftsaufschwung, will die Industrie modernisieren und Millionen Arbeitsplätze schaffen. Wie er das mit Blick auf Energie- und Finanzkrise erreichen will, das sagt er nicht. Sogar unter seinen Vertrauten findet sich leise Kritik. Einer bringt es dann aber auf den Punkt: &quot;Machtlosigkeit ist eine tödliche Gefahr für Russland&quot;. Machtbewusstsein, das zeigt Putin immer auf ein Neues, davon hat er genug. Schnelle Veränderungen wird es mit ihm nicht geben.

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 Alexander Rahr – Nach seinem Studium, Geschichte und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty in München und als Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln. Er fungierte als Berater für die RAND Corporation in Santa Monica, ist im Vorstand von Yalta European Strategy (YES) und Mitglied des Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs. Heute ist er der Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums – Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien in der DGAP. Er ist Autor der Biographien von Michael Gorbatschow (1986) und Wladimir Putin (2000). Sein Buch “Russland gibt Gas” erschien 2008, “Putin nach Putin” 2009 und “Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen” 2011.

 Sergey Lagodinsky – wurde in Russland geboren und emigrierte 1993 nach Deutschland. Er ist Fellow am &quot;Global Public Policy Institute&quot;, ein unabhängiges Forschungsinstitut in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind die transatlantischen Beziehungen, globale Sicherheit und internationales Recht. Im russischen Fernsehsender RTVi ist er häufig als politischer Kommentator zu sehen. Zur Zeit ist er als Rechtsanwalt in der Kanzlei Orrick Hölters &amp; Elsing tätig.

 Lucian Kim –  Nach seinem Fremdsprachen- und Geographiestudium an der Clark University in Worcester, Massachusetts und seinem Masterabschluß in &quot;Nationalism Studies&quot; an der Central European University in Budapest arbeitet er von 1996 - 2002 als Berlin Korrespondent für &quot;The Christian Science Monitor&quot;. Er beschäftigt sich intensiv mit dem Kosovokonflikt und mit Afghanistan. 2003 geht er nach Russland und arbeitet dort für die Moskow Times und als Korrespondent für Bloomberg News. Zur Zeit schreibt er ein Buch über die Ära Putin.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Eurokrise – Zerreißprobe für die Regierung Merkel

 Griechenland droht die Staatspleite, Italiens Bonität wird von Rating-Agenturen herabgestuft. Die Sorge um den Euro ist so groß wie nie. Ganz Europa schaut auf Deutschland. Kommen von hier die Ideen, die den Euro retten, kommen von hier die Milliarden, mit denen Schuldenländern wie Griechenland geholfen werden soll? Tatsächlich treiben diese hohen Erwartungen Deutschland geradewegs in eine Regierungskrise. Die Koalition aus CDU, CSU und FDP kann sich nicht auf eine gemeinsame Strategie zur Eurorettung einigen.

 Vorläufiger Tiefpunkt: FDP-Parteichef Rösler versucht es mit Anti-Euro-Populismus und scheitert damit bei der Berlin-Wahl krachend. Die FDP ist am Boden, die Koalition noch mehr zerstritten. Hinzu kommt, dass selbst die kleine Schwesterpartei CSU eine griechische Insolvenz nicht mehr ausschließt. Und zu guter Letzt kritisiert auch der neue Bundesbankpräsident Weidmann die Politik der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank.
 Was tun? Vor allem Griechenland braucht dringend weitere Milliardenhilfen, um den Staatsbankrott zu verhindern, hat aber im Gegenzug nicht viel Erfolg mit seinen Konsolidierungsbemühungen. Tiefgreifende Reformen aber sind Voraussetzung für die europäische Solidarität. Die wackelt mittlerweile auch in anderen europäischen Geberländern. Aber nirgendwo ist die politische Lage so verfahren wie im wirtschaftsstärksten und größten Land Europas. 

Was meinen Sie: Eurokrise – Zerreißprobe für die Regierung Merkel?

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Die Gäste der Sendung sind:

 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.

 Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Ulrike Guérot - Nach ihrem Studium arbeitet die Politikwissenschaftlerin zunächst als Juniorprofessorin an der amerikanischen Johns Hopkins University im Fachbereich European Studies. Später wird sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Organisation Notre Europe in Paris sowie Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Büro von Karl Lamers. Als Leiterin der Forschungsgruppe Europa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) kommt sie nach Berlin und arbeitet dann 2004 beim German Marshall Fund. Heute leitet die Politikwissenschaftlerin das Berliner Büro des European Council on Foreign Relations. Dort forscht sie in den Bereichen Europäischer Integrationsprozess, Europäische Institutionen, Deutsch-Französische Beziehungen und Deutsch-Amerikanische Beziehungen; derzeit schwerpunktmäßig zu Deutschlands Rolle in Europa.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Umbruch im Nahen Osten - Israel im Abseits Der politische Umbruch im Nahen Osten macht Israel schwer zu schaffen. Premierminister Netanjahu gerät immer stärker unter Druck. In Kairo stürmen aufgebrachte Massen die israelische Botschaft, die Beziehung zur Türkei befindet sich an einem gefährlichen Tiefpunkt und die Palästinenser planen ihre Staatsgründung ohne Israel.

 Die einst politischen Freunde beziehen Stellung. Der türkische Regierungschef Erdogan verzeiht Netanjahu den Angriff auf die Gaza- Hilfsflotte nicht und hat den israelischen Botschafter des Landes verwiesen. Israel habe dadurch seinen strategischen Partner verloren. Mit der Türkei oder der türkischen Ehre sei nicht zu spielen, so Erdogan. Und ausgerechnet in Kairo bekräftigt er seinen Anspruch auf eine Führungsrolle in der islamischen Welt. Zudem bringt sein Besuch zum jetzigen Zeitpunkt Netanjahu in eine schwierige Lage, denn auch Ägypten hat er gegen sich aufgebracht. Israelische Sicherheitskräfte hatten bei der Verfolgung mutmaßlicher palästinensischer Terroristen fünf ägyptische Grenzbeamte erschossen. Nur nach Drängen ließ sich Israel dazu herab sein Bedauern zu äußern. In Kairo hat sich die Verärgerung angestaut und dann in einer gewaltigen Erstürmung der Botschaft und Vertreibung der israelischen Botschaftsangehörigen entladen. Ägypten, wie auch die Türkei lehnen Israels Politik gegenüber den Palästinensern ab.

 Die Palästinenser nutzen die Gunst der Stunde und wollen nächste Woche die Anerkennung und Aufnahme des Staates Palästina in die UNO beantragen. Erstmals stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Auch wenn die USA, Europa und Israel dagegen sind, so könnte die Vollversammlung sich dafür entscheiden. Für den Sicherheitsrat hat der amerikanische Präsident Obama schon sein Veto angedroht. Er hält diese Aktion für kontraproduktiv und fordert, dass beide Parteien sich endlich wieder kompromissbereit an den Verhandlungstisch setzen und gemeinsam eine Zweistaatenlösung erarbeiten. 

Mit seinem harten Konfrontationskurs gegen alles und jeden treibt Netanjahu Israel in die Isolation, so die Kritik auch der US- Regierung. Die Frage ist, wie lange die Bevölkerung, angesichts des arabischen Frühlings, dem Kurs der eigenen Regierung noch folgt. Die Forderungen nach einem Politikwechsel werden immer lauter und Israels unzufriedene Jugend hat schon bewiesen, dass auch sie mit Ausdauer demonstrieren kann. 

Was meinen Sie: &quot;Umbruch im Nahen Osten – Israel im Abseits&quot;?

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Die Gäste der Sendung sind:

 Margret Johannsen – Sie studiert in Berlin und Hamburg. Ihr Studium beendet sie mit der Promotion über das Thema &quot;Amerikanische Atomwaffen in Europa&quot;. Von 1987 bis 1997 gestaltet sie den friedenspädagogischen Service am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Seit 1997 gehört sie dem Institut als Senior Research Fellow an und ist Mitherausgeberin des jährlichen Friedensgutachtens. Sie ist Dozentin im Postgraduiertenstudiengang &quot;Master of Peace and Security Studies - M.P.S.&quot; der Universität Hamburg. In ihren Büchern und zahlreichen Artikeln beschäftigt sie sich vor allem mit Analysen über den Nahostkonflikt.

Abdul-Rahman Alawi – Der gebürtige Palästinenser wurde in einem kleinen Dorf in Israel geboren. Nach seinem Studium der Politikwissenschaften wurde er 1983 Leiter des PLO-Büros in den Niederlanden. Von 1984-1985 leitete er das PLO-Büro in Norwegen, zwischen 1986 und 1994 das in Dänemark. Jetzt arbeitet er als freier Journalist in Köln und ist Korrespondent der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA.

Eldad Beck – Der Deutschlandkorrespondent der größten israelischen Tageszeitung &quot;Yedioth Ahronot&quot; stammt aus Haifa. An der Pariser Sorbonne studierte der Israeli Arabisch und Islamwissenschaften. Seit 1994 lebt er in Berlin.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Veränderte Welt - Europa und der 11. September 

 Der 11. September 2001 markiert weltweit eine historische Zäsur. Die schockierenden Terroranschläge auf die Supermacht USA haben tiefe Wunden hinterlassen. Auch heute, nach10 Jahren, sind die Auswirkungen im politischen Leben wie im Alltag spürbar. Die Zeitzeugen haben recht behalten: Die Welt hat sich seither verändert. Die Supermacht USA hat im Kampf gegen den Terror ihre Vormachtstellung riskiert.

 Auch in Europa, selbst ins Visier von Terroristen geraten, sind die Auswirkungen deutlich zu spüren. Terroristen mitten in Deutschland, Anschläge in Madrid und London, all das verunsichert und schockiert die Gesellschaft. Die Innenpolitik, wie auch die Außenpolitik der europäischen Länder stehen vor neuen Herausforderungen. Die gemeinsame Terrorismusbekämpfung fordert Zusammenarbeit bei Strafverfolgung und Wirtschaftskriminalität. Sicherheits- und Verteidigungspolitik gewinnen an Bedeutung. Langwierige und schwierige Debatten um Militäreinsätze prägen den politischen Alltag. Der Einsatz in Afghanistan ist noch lange nicht ausgestanden. Sicherheitsbehörden werden mit neuen Kompetenzen ausgestattet. Die Folge: Mehr Kontrolle und mehr Überwachung auf Kosten der Freiheit. 

 Der Kampf gegen die radikalen Islamisten hat nach wie vor höchste Priorität und prägt den politischen wie gesellschaftlichen Umgang mit dem Islam und den Moslems. Osama Bin Laden ist tot, das Terrornetzwerk Al Kaida ist geschwächt. Die Jugend in der arabischen Welt will ihre Forderungen nach Arbeit und Freiheit mit anderen Mitteln durchsetzen: Kommunikation statt Terror. Europa ist auf den Umbruch der Arabischen Welt wenig vorbereitet. 

Was meinen Sie?: Veränderte Welt – Europa und der 11. September
 
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Die Gäste der Sendung sind: 

 Malte Lehming - Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik- mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „ Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte. 
 Rob Savelberg- Der niederländische Journalist lebt seit 1998 in Berlin und arbeitet als Korrespondent für die Zeitung „De Telegraaf“. Er absolvierte sein Studium in Geschichte, German Studies und Journalismus in Amsterdam, Rotterdam und Berlin. In 2009 erschien sein Buch ,,Berlijn beweegt. Oude hoofdstad in een nieuw land&quot;. Er arbeitet als freier Journalist auch für Deutsche Tageszeitungen. 
 Quentin Peel - Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Hunger und Krieg - das Elend Somalias Es war eine Katastrophe mit Ansage: Nordafrika wird von der schwersten Dürre seit 60 Jahren heimgesucht. 12 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht, zehntausende bereits gestorben. Der afrikanische Kontinent ist wieder einmal nicht in der Lage, sich selbst zu helfen.
 Besonders betroffen ist das vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerrissene Somalia. Die UNO will 2,4 Milliarden US Dollar als akute Nothilfe auftreiben.
Doch in Somalia kassieren seit Jahren die Warlords einen Großteil der Hilfsgüter. Die UN Monitoring Group stellte fest, dass jedes Jahr etwa die Hälfte aller Nahrungsmittelhilfen für Somalia im Wert von 450 Millionen US Dollar an Warlords und korrupte lokale Mitarbeiter gehen. Mittlerweile wird vermutet, dass dieser Anteil auf 80 Prozent gestiegen ist.   In Somalia wird so die radikal-islamische al-Shabaab Miliz auch durch die internationale Hilfe mitfinanziert. 
Das Elend wird so also nicht beseitigt, sondern der Krieg verlängert. Lokale Märkte werden zerstört und die Menschen in ewiger Abhängigkeit von Almosen gehalten.
 Die internationale Gemeinschaft kennt diese Probleme, steckt aber fest in einem Dilemma. Denn trotz allem gilt das humanitäre Gebot: Jeder Mensch in Not hat ein Recht auf Hilfe. 
 Anfang August ein erster Erfolg. Ein Großteil der al-Shabaab Miliz zieht sich nach schweren Kämpfen mit Regierungstruppen aus der Hauptstadt Mogadischu zurück. Der Flughafen ist wieder frei. Frei für Lebensmittellieferungen für die Hungernden.
Was meinen Sie?: Hunger und Krieg - das Elend Somalias
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.deDie Gäste der Sendung sind: 

 Bastian Hartig - lebt und arbeitet als freier Journalist in Berlin. Nach seinem Studium der Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit dem Schwerpunkt Südostasien in Passau, wechselt er nach London. Dort macht er noch seinen Master in &quot;Chinese Studies&quot;. Sein Volontariat absolvierte er bei der Deutschen Welle. Für die war er auch als VJ in Nordafrika unterwegs. 
 Abdirizak Sheikh - ist Diplom Politologe und arbeitet als freier Journalist und Übersetzer in Deutschland. In Somalia verbrachte er seine Kindheit. Später zog er mit seiner Familie nach Italien und in die USA. Zum Studium kam er dann nach Deutschland. Von ihm ist bisher das Buch „Kein Frieden für Somalia?“ erschienen. 
 Markus Virgil Höhne - geboren 1975, arbeitet am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung. Seine Doktorarbeit zu Staats- und Identitätsbildung in Nordsomalia (Somaliland und Puntland) hat er 2011 abgeschlossen. Zusammen mit Virginia Luling hat er das Buch Milk and peace, drought and war: Somali culture, society and politics (London, 2010) herausgegeben.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Umsturz in Libyen - Was kommt nach Gaddafi? Die Aufständischen in Tunesien und in Ägypten haben es vorgemacht. Sie haben ihre Despoten Ben Ali und Mubarak gestürzt. Und die Rebellen in Libyen stehen nach einem halben Jahr blutiger Kämpfe an genau dem gleichen Punkt: Der Sturz ihres Diktators Muammar al-Gaddafi ist nur noch eine Frage von Tagen. 
 Der Westen hat sich früh mit einer UN Resolution an die Seite der Rebellen gestellt, sie beim Kampf gegen Gaddafi mit Luftangriffen unterstützt. 
Doch wer ist dieser Nationale Übergangsrat der Rebellen, der nach dem Sturz das Machtvakuum in Libyen füllen will? Er ist weder durch Wahlen legitimiert, noch sind alle seine Mitglieder bekannt. Vor einigen Wochen wurde der Verteidigungsminister der Rebellen, Abdel Fattah Juni, vermutlich von seinen eigenen Leuten ermordet.
 Wer also übernimmt jetzt die Macht in Libyen? Sind es Regimegegner und demokratische Oppositionelle wie Abdel Hafis Ghoga, der Vizechef des Rebellen-Rates und das Gesicht des Aufstandes? Oder sind es Stammesfürsten, die sich vor allem ihren Anteil an den reichen Erdölvorkommen sichern wollen? Und welchen Einfluss haben die Islamisten? Bricht das Land am Ende gar auseinander?
 Das Mandat der Nato läuft im September aus. Doch der Kampf um die Macht in Libyen ist mit dem Sturz von Gaddafi noch nicht zu Ende.
Was meinen Sie: Umsturz in Libyen - Was kommt nach Gaddafi?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.deDie Gäste der Sendung sind: 
 Stefan Buchen - Studium der Arabischen und Französischen Sprache in Germersheim, danach Studium der Arabischen Sprache und Literatur. Ab 1995 Korrespondent im AFP-Büro Jerusalem und Producer im Nahen Osten. 2000 Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk, danach fester freier Mitarbeiter bei &quot;Panorama&quot; sowie freier Autor bei &quot;arte&quot;. Zahlreiche Reportagen und Berichte u.a. aus Iran, Irak, Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Nordafrika und der arabischen Welt. 
 Hamed Abdel-Samad - Der Ägypter ist Sohn eines sunnitischen Imams. Im Alter von 23 Jahren kommt er nach Deutschland. Er studiert Politik in Augsburg, Englisch und Französisch an der Universität in Kairo. Nach seinem Studium lehrt er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München. Seit 2009 arbeitet er ausschließlich als freier Autor und Journalist. Mit seinen Büchern „Mein Abschied vom Himmel: Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland“, dem Buch „Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose“ oder das gemeinsam mit dem deutschen Publizisten Henryk M. Broder verfasste „Entweder Broder - Die Deutschland-Safari“ machte er sich einen Namen als Islamkritiker.
 Cécile Calla - Die Französin ist in Paris geboren und aufgewachsen. Sie studierte Geschichte, Politik und Soziologie und verbringt ein Jahr als Erasmus-Studentin an der Universität Würzburg. Danach beginnt ihre journalistische Laufbahn bei der französischen Zeitung „Le Figaro“. 2006 kommt sie als Korrespondentin für „Le Monde“ nach Berlin. Seit 2010 arbeitet sie als freie Journalistin nicht nur für französische Medien, sondern auch für Deutsche wie „Spiegel online“ und „die Tageszeitung“.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2590094/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/&quot;&gt;Zur Detailseite bei podcast.de&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2590094/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2590094/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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 Der Westen hat sich früh mit einer UN Resolution an die Seite der Rebellen gestellt, sie beim Kampf gegen Gaddafi mit Luftangriffen unterstützt. 
Doch wer ist dieser Nationale Übergangsrat der Rebellen, der nach dem Sturz das Machtvakuum in Libyen füllen will? Er ist weder durch Wahlen legitimiert, noch sind alle seine Mitglieder bekannt. Vor einigen Wochen wurde der Verteidigungsminister der Rebellen, Abdel Fattah Juni, vermutlich von seinen eigenen Leuten ermordet.
 Wer also übernimmt jetzt die Macht in Libyen? Sind es Regimegegner und demokratische Oppositionelle wie Abdel Hafis Ghoga, der Vizechef des Rebellen-Rates und das Gesicht des Aufstandes? Oder sind es Stammesfürsten, die sich vor allem ihren Anteil an den reichen Erdölvorkommen sichern wollen? Und welchen Einfluss haben die Islamisten? Bricht das Land am Ende gar auseinander?
 Das Mandat der Nato läuft im September aus. Doch der Kampf um die Macht in Libyen ist mit dem Sturz von Gaddafi noch nicht zu Ende.
Was meinen Sie: Umsturz in Libyen - Was kommt nach Gaddafi?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.deDie Gäste der Sendung sind: 
 Stefan Buchen - Studium der Arabischen und Französischen Sprache in Germersheim, danach Studium der Arabischen Sprache und Literatur. Ab 1995 Korrespondent im AFP-Büro Jerusalem und Producer im Nahen Osten. 2000 Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk, danach fester freier Mitarbeiter bei &quot;Panorama&quot; sowie freier Autor bei &quot;arte&quot;. Zahlreiche Reportagen und Berichte u.a. aus Iran, Irak, Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Nordafrika und der arabischen Welt. 
 Hamed Abdel-Samad - Der Ägypter ist Sohn eines sunnitischen Imams. Im Alter von 23 Jahren kommt er nach Deutschland. Er studiert Politik in Augsburg, Englisch und Französisch an der Universität in Kairo. Nach seinem Studium lehrt er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München. Seit 2009 arbeitet er ausschließlich als freier Autor und Journalist. Mit seinen Büchern „Mein Abschied vom Himmel: Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland“, dem Buch „Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose“ oder das gemeinsam mit dem deutschen Publizisten Henryk M. Broder verfasste „Entweder Broder - Die Deutschland-Safari“ machte er sich einen Namen als Islamkritiker.
 Cécile Calla - Die Französin ist in Paris geboren und aufgewachsen. Sie studierte Geschichte, Politik und Soziologie und verbringt ein Jahr als Erasmus-Studentin an der Universität Würzburg. Danach beginnt ihre journalistische Laufbahn bei der französischen Zeitung „Le Figaro“. 2006 kommt sie als Korrespondentin für „Le Monde“ nach Berlin. Seit 2010 arbeitet sie als freie Journalistin nicht nur für französische Medien, sondern auch für Deutsche wie „Spiegel online“ und „die Tageszeitung“.
                        &lt;br /&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Schuldenkrise - hängt Europas Schicksal an Berlin?Europa versinkt immer tiefer im Schuldenstrudel und die Deutschen sollen das bezahlen? Eine Horrorvorstellung für Angela Merkel. Auf die deutsche Kanzlerin richten sich derzeit alle Augen in Europa. Als Chefin der größten und stabilsten Volkswirtschaft in der EU trägt sie schwer an der Verantwortung für den Euro und für die Europäische Union. Alle bisher beschlossenen Stabilitätsmaßnahmen und Rettungsschirme scheinen die Finanzmärkte nicht wirklich zu beruhigen. 

In dieser Woche haben Merkel und Sarkozy ihre Vorschläge präsentiert. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa soll umstrukturiert werden. Deutschland und Frankreich wollen bilateral besser zusammen arbeiten. Zur Bewältigung der Krise planen sie eine Wirtschaftsregierung. In dem Gremium sollen die 17 Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone sitzen unter dem Vorsitz des jetzigen EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy. Ebenso wollen sie eine Steuer auf Transaktionen einführen und eine verbindliche Schuldengrenze für alle Euro-Länder. Versuche Stabilität zu schaffen, wo keine mehr ist: Griechenland, Portugal, Irland befinden sich bereits unter dem Rettungsschirm. Nun schwappt die Krise auf Italien, Spanien, vielleicht sogar auf Frankreich über - und damit auf Kerneuropa. Hält die Union das aus? Zumindest muss sie sich über ein neues Gesicht Gedanken machen. Rollen neu verteilen. Die Rolle Deutschlands als Währungs- und Stabilitätsgarant wird jedenfalls immer wichtiger.

Doch das behagt den Deutschen gar nicht. Angela Merkel appelliert an die nationale Verantwortung der hoch verschuldeten Euro-Länder, ihre Schuldenkrisen selbst in den Griff zu bekommen, und sie nicht weiter auf die anderen Mitgliedsländer abzuwälzen. Euro-Bonds, also gemeinsame Staatsanleihen aller 17 Euro-Länder, lehnt die Kanzlerin und ihre Regierung bisher als Stabilitätsmechanismus für den Euro strikt ab. Für Deutschland wäre die Einführung solcher Euro-Bonds teuer, ein gewaltiger Einschnitt und ein Bruch aller EU-Verträge. Denn bisher gilt: jeder Schuldner muss für seine Schulden selbst einstehen. In der FDP gibt es bereits Stimmen, die mit Koalitionsbruch drohen. Doch wenn Deutschland in Europa keine stärkere Verantwortung und Führungsrolle übernimmt, droht die Währungsunion dann auseinanderzubrechen? Dann könnte Deutschland als stark exportabhängiges Land zu den Hauptverlierern gehören. So oder so: Deutschland muss handeln. Es steht viel auf dem Spiel.

Was meinen Sie: Schuldenkrise - hängt Europas Schicksal an Berlin?Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Heike Göbel – Nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg arbeitet sie zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Im Anschluss absolviert sie ein Volontariat bei den „Stuttgarter Nachrichten“. Im April 1992 wechselt Göbel in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie von 1994 an in Bonn und Berlin die Finanz- und Rentenpolitik beobachtet. 2002 kehrt sie als verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik in die Zentrale zurück. Die Journalistin wird 2005 mit dem Karl-Bräuer-Preis des Steuerzahlerbundes und 2006 mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.
 Frank Paul Weber – Seit 1999 arbeitet der Franzose als Korrespondent für die in Paris erscheinende Zeitung „La Tribune“. Er berichtet zunächst aus Deutschland und dann aus Italien. Vor seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent hat er als Sozialwissenschaftler an den Universitäten in New York, Paris, Berlin und Warschau gearbeitet. Heute lebt und arbeitet er wieder in Berlin. 

 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.
                        &lt;br /&gt;
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                            &lt;br /&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2568420/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
                        &lt;/p&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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In dieser Woche haben Merkel und Sarkozy ihre Vorschläge präsentiert. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa soll umstrukturiert werden. Deutschland und Frankreich wollen bilateral besser zusammen arbeiten. Zur Bewältigung der Krise planen sie eine Wirtschaftsregierung. In dem Gremium sollen die 17 Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone sitzen unter dem Vorsitz des jetzigen EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy. Ebenso wollen sie eine Steuer auf Transaktionen einführen und eine verbindliche Schuldengrenze für alle Euro-Länder. Versuche Stabilität zu schaffen, wo keine mehr ist: Griechenland, Portugal, Irland befinden sich bereits unter dem Rettungsschirm. Nun schwappt die Krise auf Italien, Spanien, vielleicht sogar auf Frankreich über - und damit auf Kerneuropa. Hält die Union das aus? Zumindest muss sie sich über ein neues Gesicht Gedanken machen. Rollen neu verteilen. Die Rolle Deutschlands als Währungs- und Stabilitätsgarant wird jedenfalls immer wichtiger.

Doch das behagt den Deutschen gar nicht. Angela Merkel appelliert an die nationale Verantwortung der hoch verschuldeten Euro-Länder, ihre Schuldenkrisen selbst in den Griff zu bekommen, und sie nicht weiter auf die anderen Mitgliedsländer abzuwälzen. Euro-Bonds, also gemeinsame Staatsanleihen aller 17 Euro-Länder, lehnt die Kanzlerin und ihre Regierung bisher als Stabilitätsmechanismus für den Euro strikt ab. Für Deutschland wäre die Einführung solcher Euro-Bonds teuer, ein gewaltiger Einschnitt und ein Bruch aller EU-Verträge. Denn bisher gilt: jeder Schuldner muss für seine Schulden selbst einstehen. In der FDP gibt es bereits Stimmen, die mit Koalitionsbruch drohen. Doch wenn Deutschland in Europa keine stärkere Verantwortung und Führungsrolle übernimmt, droht die Währungsunion dann auseinanderzubrechen? Dann könnte Deutschland als stark exportabhängiges Land zu den Hauptverlierern gehören. So oder so: Deutschland muss handeln. Es steht viel auf dem Spiel.

Was meinen Sie: Schuldenkrise - hängt Europas Schicksal an Berlin?Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Heike Göbel – Nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg arbeitet sie zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Im Anschluss absolviert sie ein Volontariat bei den „Stuttgarter Nachrichten“. Im April 1992 wechselt Göbel in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie von 1994 an in Bonn und Berlin die Finanz- und Rentenpolitik beobachtet. 2002 kehrt sie als verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik in die Zentrale zurück. Die Journalistin wird 2005 mit dem Karl-Bräuer-Preis des Steuerzahlerbundes und 2006 mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.
 Frank Paul Weber – Seit 1999 arbeitet der Franzose als Korrespondent für die in Paris erscheinende Zeitung „La Tribune“. Er berichtet zunächst aus Deutschland und dann aus Italien. Vor seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent hat er als Sozialwissenschaftler an den Universitäten in New York, Paris, Berlin und Warschau gearbeitet. Heute lebt und arbeitet er wieder in Berlin. 

 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Weltwirtschaft aus den Fugen – Politik ohne Werkzeug
 Die Angst vor dem weltweiten Börsencrash zwingt die Politik zu raschem Handeln. In dringlichen Telefonkonferenzen suchen die Regierungschefs der größten Industrienationen, Europas Finanzchefs und der amerikanische Präsident nach geeigneten Maßnahmen um einen weltweiten Finanzkollaps aufzuhalten. Doch durch Aktionismus allein lassen sich die Börsen nicht beruhigen. Die Handelsplätze in USA, Asien und Europa reagieren panisch und verzeichnen massive Kursverluste. Die Weltwirtschaft gerät aus den Fugen und die Finanzmärkte treiben die Politik vor sich her. Die Folge sind kurzfristige Übergangslösungen. Die Erhöhung des Rettungsfonds wird zum Regelfall, der Abkauf von Staatsanleihen wird zum Normalfall und riskante Kapitalerhöhungen werden von Fall zu Fall beschlossen. In Raten von einem Crash zum anderen.

 Amerikas Schuldenlast und die Herabstufung der Bonität durch die Ratingagentur Standard&amp;Poor’s haben die Finanzkrise heraufbeschworen. Asien und Europa können sich dem Sog nicht entziehen und der Politik wird die Bewältigung der Krise immer weniger zugetraut. Obamas optimistische und beschwichtigende Rede an die Nation war wenig beruhigend. Noch während seiner TV-Ansprache brach die Börse ein. Amerika und die Welt glauben nicht an Sparhaushalt und Schuldentilgung, und die US- Volkswirtschaft scheint schwächer als gedacht, korrigieren Experten. Es ist die Angst vor Rezession, die zu schaffen macht. Das trifft auch auf Asien zu. Auch dort brechen die Börsen ein. Der Nikkei verlor zwischenzeitlich mehr als vier Prozent. Auch der Dax erreicht immer neue Tiefststände und die Sorge um Weltkonjunktur wächst. Erstmals seit langem ist der Ölpreis unter die 100 Dollar- Marke gefallen. 

 Europas Regierungschefs haben derweil mit ihrer eigenen Schuldenkrise und Glaubwürdigkeit zu kämpfen. Die Europäische Zentralbank kauft in Spanien und Italien Staatsanleihen auf, um deren Schuldenlast abzufedern. Die Politik will damit die Finanzmärkte beruhigen, doch die Börsen reagieren nicht - zu groß ist die Verunsicherung angesichts der Krisenlage. Dazu kommt, dass die Investoren der Politik ohnehin die Fähigkeit absprechen, ganze Nationen aus der Krise zu führen. Außer dem Abkauf von Staatsanleihen hat die Politik dann auch nicht mehr viel zu bieten. 

Was meinen Sie: Weltwirtschaft aus den Fugen – Politik ohne Werkzeug
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Ursula Weidenfeld – Die Journalistin promoviert in Bonn am Lehrstuhl für Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Nach einem Volontariat an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule in Düsseldorf wird sie Berlin-Korrespondentin und stellvertretende Ressortleiterin bei der Wirtschaftswoche. Anschließend arbeitet sie als Ressortleiterin bei der Financial Times Deutschland. 2001 übernimmt sie die Leitung des Ressorts Wirtschaft beim Tagesspiegel. Nebenbei arbeitet sie als Moderatorin und Kommentatorin für verschiedenen Fernseh- und Hörfunksender. 2008 wechselt sie als Chefredakteurin zum Kölner Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und wird mit dem „Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik“ ausgezeichnet. Heute ist sie als freie Journalistin für verschiedene Medien tätig und betreibt die Internetseiten www.starke-meinungen.de und www.das-tut-man-nicht.de.
 Kai A. Konrad – Nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München forscht und unterrichtet der Wirtschaftswissenschaftler zunächst an den Universitäten in München, Bonn, Bergen (Norwegen) und an der University of California in Irvine. Dann folgt bis 2009 die Professur an der Freien Universität Berlin. Gleichzeitig ist er auch als Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung tätig. 2008 wird er dann wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Heute ist er der Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Seit 2007 schreibt er als Co-Editor für das Journal of Public Economic. In seinen Forschungen und Publikationen in vielen wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Zeitschriften beschäftigt er sich vor allem mit Finanzwissenschaft, Mikroökonomie und New Political Economy. Des Weiteren ist er auch Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, und seit 2011 dessen Vorsitzender.

 Marcus Walker – Der britische Staatsbürger wurde in Leipzig geboren und wuchs in England auf. 
Er zog 2000 nach Deutschland und arbeitet seitdem für die amerikanische Wirtschaftszeitung „The Wall Street Journal“. Seit 2005 ist er in Berlin und schreibt über europäische Volkswirtschaft und deutsche Politik.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2523421/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/&quot;&gt;Zur Detailseite bei podcast.de&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2523421/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2523421/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Weltwirtschaft aus den Fugen – Politik ohne Werkzeug
 Die Angst vor dem weltweiten Börsencrash zwingt die Politik zu raschem Handeln. In dringlichen Telefonkonferenzen suchen die Regierungschefs der größten Industrienationen, Europas Finanzchefs und der amerikanische Präsident nach geeigneten Maßnahmen um einen weltweiten Finanzkollaps aufzuhalten. Doch durch Aktionismus allein lassen sich die Börsen nicht beruhigen. Die Handelsplätze in USA, Asien und Europa reagieren panisch und verzeichnen massive Kursverluste. Die Weltwirtschaft gerät aus den Fugen und die Finanzmärkte treiben die Politik vor sich her. Die Folge sind kurzfristige Übergangslösungen. Die Erhöhung des Rettungsfonds wird zum Regelfall, der Abkauf von Staatsanleihen wird zum Normalfall und riskante Kapitalerhöhungen werden von Fall zu Fall beschlossen. In Raten von einem Crash zum anderen.

 Amerikas Schuldenlast und die Herabstufung der Bonität durch die Ratingagentur Standard&amp;Poor’s haben die Finanzkrise heraufbeschworen. Asien und Europa können sich dem Sog nicht entziehen und der Politik wird die Bewältigung der Krise immer weniger zugetraut. Obamas optimistische und beschwichtigende Rede an die Nation war wenig beruhigend. Noch während seiner TV-Ansprache brach die Börse ein. Amerika und die Welt glauben nicht an Sparhaushalt und Schuldentilgung, und die US- Volkswirtschaft scheint schwächer als gedacht, korrigieren Experten. Es ist die Angst vor Rezession, die zu schaffen macht. Das trifft auch auf Asien zu. Auch dort brechen die Börsen ein. Der Nikkei verlor zwischenzeitlich mehr als vier Prozent. Auch der Dax erreicht immer neue Tiefststände und die Sorge um Weltkonjunktur wächst. Erstmals seit langem ist der Ölpreis unter die 100 Dollar- Marke gefallen. 

 Europas Regierungschefs haben derweil mit ihrer eigenen Schuldenkrise und Glaubwürdigkeit zu kämpfen. Die Europäische Zentralbank kauft in Spanien und Italien Staatsanleihen auf, um deren Schuldenlast abzufedern. Die Politik will damit die Finanzmärkte beruhigen, doch die Börsen reagieren nicht - zu groß ist die Verunsicherung angesichts der Krisenlage. Dazu kommt, dass die Investoren der Politik ohnehin die Fähigkeit absprechen, ganze Nationen aus der Krise zu führen. Außer dem Abkauf von Staatsanleihen hat die Politik dann auch nicht mehr viel zu bieten. 

Was meinen Sie: Weltwirtschaft aus den Fugen – Politik ohne Werkzeug
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

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 Ursula Weidenfeld – Die Journalistin promoviert in Bonn am Lehrstuhl für Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Nach einem Volontariat an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule in Düsseldorf wird sie Berlin-Korrespondentin und stellvertretende Ressortleiterin bei der Wirtschaftswoche. Anschließend arbeitet sie als Ressortleiterin bei der Financial Times Deutschland. 2001 übernimmt sie die Leitung des Ressorts Wirtschaft beim Tagesspiegel. Nebenbei arbeitet sie als Moderatorin und Kommentatorin für verschiedenen Fernseh- und Hörfunksender. 2008 wechselt sie als Chefredakteurin zum Kölner Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und wird mit dem „Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik“ ausgezeichnet. Heute ist sie als freie Journalistin für verschiedene Medien tätig und betreibt die Internetseiten www.starke-meinungen.de und www.das-tut-man-nicht.de.
 Kai A. Konrad – Nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München forscht und unterrichtet der Wirtschaftswissenschaftler zunächst an den Universitäten in München, Bonn, Bergen (Norwegen) und an der University of California in Irvine. Dann folgt bis 2009 die Professur an der Freien Universität Berlin. Gleichzeitig ist er auch als Direktor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung tätig. 2008 wird er dann wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Heute ist er der Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Seit 2007 schreibt er als Co-Editor für das Journal of Public Economic. In seinen Forschungen und Publikationen in vielen wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Zeitschriften beschäftigt er sich vor allem mit Finanzwissenschaft, Mikroökonomie und New Political Economy. Des Weiteren ist er auch Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, und seit 2011 dessen Vorsitzender.

 Marcus Walker – Der britische Staatsbürger wurde in Leipzig geboren und wuchs in England auf. 
Er zog 2000 nach Deutschland und arbeitet seitdem für die amerikanische Wirtschaftszeitung „The Wall Street Journal“. Seit 2005 ist er in Berlin und schreibt über europäische Volkswirtschaft und deutsche Politik.
                        &lt;br /&gt;
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                            &lt;br /&gt;
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                            &lt;br /&gt;
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                                    <description>Tod in Syrien - die Welt schaut zu Syriens Präsident Assad geht mit blutiger Gewalt gegen sein Volk vor. Über 1800 Zivilisten wurden seit Beginn des Aufstandes von regimetreuen Militärs auf brutale Weise getötet, über 12 000 Menschen sitzen als politische Gefangene in Haft. Mancher Regimegegner ist einfach nicht mehr aufzufinden. Beim letzten großen Angriff stürmten syrische Truppen die Rebellenhochburg Hama und richteten ein Gemetzel an. 140 Menschen fielen der Gewalt angeblich zum Opfer. Es ist schwierig, unabhängige Berichte zu erhalten, da die syrischen Behörden Journalisten die Einreise verweigern. 

 Assads Angriffe auf sein eigenes Volk werden weltweit verurteilt. Zu Sanktionen konnte sich der UN-Sicherheitsrat noch nicht durchringen. Vor allem Russland und China verweigern bislang ihre Zustimmung. Derweil lässt Präsident Assad weiter auf seine Bevölkerung schießen. Er rechtfertigt die blutigen Angriffe damit, sich gegen Verschwörer wehren zu müssen.

 Ein militärisches Eingreifen des Westens scheint ausgeschlossen. Dazu gibt es weder ein Mandat der Vereinten Nationen noch der Arabischen Liga – wie es in Libyen der Fall war. Auch die Regimegegner rufen bisher nicht nach militärischer Hilfe. Sie fürchten um ihre Legitimation. Die zögerliche Haltung des Westens und der Arabischen Liga rührt auch von der Angst, dass der Konflikt sich in die Nachbarländer ausweiten könnte. Syrien ist ethnisch und religiös zersplittert. Zusammengezwungen nur durch die eiserne Faust Assads. Ein militärisches Eingreifen und ein Sturz Assads könnten einen Flächenbrand auslösen. Mit unübersehbaren Folgen für die gesamte Region.

Was meinen Sie?: Tod in Syrien – die Welt schaut zu
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Salam Said – Die Syrerin studiert nach ihrem Abitur zunächst Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Volkswirtschaft und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität in Damaskus. 2001 kommt sie nach Deutschland und promoviert an der Universität Bremen. Danach ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Instituten tätig, vor allem in Hamburg und Berlin. Zur Zeit ist sie als Postdoctoral Fellow am „Centre for Iraq Studies“ am Institut für Gegenwartsbezogene Orientforschung der Fakultät Wirtschaftswissenschaft an der Friedrich Alexander Universität in Erlangen-Nürnberg tätig. Ihre Themenschwerpunkte sind der wirtschaftliche Wandel im arabischen Raum, die syrisch- europäische Wirtschaftspartnerschaft, internationale Handelsbeziehungen und die Globalisierung der Weltmärkte.

 Michael Stürmer – Der Journalist arbeitet seit 1989 als Chefkorrespondent für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. Geboren 1938 in Kassel, studierte Stürmer Geschichte, Philosophie und Sprachen in London, Berlin und Marburg. Seit 1973 ist er außerdem Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen.

 Kristin Helberg – Sie studiert in Hamburg und Barcelona Politikwissenschaften und Journalistik. 2001 geht sie als freie Korrespondentin nach Syrien und berichtet aus Damaskus. Sie arbeitet für Radiosender, wie ARD, DRS oder den ORF, und auch für deutschsprachige Printmedien, wie die Tageszeitung. Seit 2009 ist sie zurück in Deutschland und lebt und arbeitet heute als freie Journalistin in Berlin. Ihr Themenschwerpunkt bleibt der Nahe Osten. Daher reist sie auch weiterhin regelmäßig in die Region und berichtet von dort.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
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                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502718/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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 Assads Angriffe auf sein eigenes Volk werden weltweit verurteilt. Zu Sanktionen konnte sich der UN-Sicherheitsrat noch nicht durchringen. Vor allem Russland und China verweigern bislang ihre Zustimmung. Derweil lässt Präsident Assad weiter auf seine Bevölkerung schießen. Er rechtfertigt die blutigen Angriffe damit, sich gegen Verschwörer wehren zu müssen.

 Ein militärisches Eingreifen des Westens scheint ausgeschlossen. Dazu gibt es weder ein Mandat der Vereinten Nationen noch der Arabischen Liga – wie es in Libyen der Fall war. Auch die Regimegegner rufen bisher nicht nach militärischer Hilfe. Sie fürchten um ihre Legitimation. Die zögerliche Haltung des Westens und der Arabischen Liga rührt auch von der Angst, dass der Konflikt sich in die Nachbarländer ausweiten könnte. Syrien ist ethnisch und religiös zersplittert. Zusammengezwungen nur durch die eiserne Faust Assads. Ein militärisches Eingreifen und ein Sturz Assads könnten einen Flächenbrand auslösen. Mit unübersehbaren Folgen für die gesamte Region.

Was meinen Sie?: Tod in Syrien – die Welt schaut zu
 
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 Salam Said – Die Syrerin studiert nach ihrem Abitur zunächst Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Volkswirtschaft und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität in Damaskus. 2001 kommt sie nach Deutschland und promoviert an der Universität Bremen. Danach ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Instituten tätig, vor allem in Hamburg und Berlin. Zur Zeit ist sie als Postdoctoral Fellow am „Centre for Iraq Studies“ am Institut für Gegenwartsbezogene Orientforschung der Fakultät Wirtschaftswissenschaft an der Friedrich Alexander Universität in Erlangen-Nürnberg tätig. Ihre Themenschwerpunkte sind der wirtschaftliche Wandel im arabischen Raum, die syrisch- europäische Wirtschaftspartnerschaft, internationale Handelsbeziehungen und die Globalisierung der Weltmärkte.

 Michael Stürmer – Der Journalist arbeitet seit 1989 als Chefkorrespondent für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. Geboren 1938 in Kassel, studierte Stürmer Geschichte, Philosophie und Sprachen in London, Berlin und Marburg. Seit 1973 ist er außerdem Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen.

 Kristin Helberg – Sie studiert in Hamburg und Barcelona Politikwissenschaften und Journalistik. 2001 geht sie als freie Korrespondentin nach Syrien und berichtet aus Damaskus. Sie arbeitet für Radiosender, wie ARD, DRS oder den ORF, und auch für deutschsprachige Printmedien, wie die Tageszeitung. Seit 2009 ist sie zurück in Deutschland und lebt und arbeitet heute als freie Journalistin in Berlin. Ihr Themenschwerpunkt bleibt der Nahe Osten. Daher reist sie auch weiterhin regelmäßig in die Region und berichtet von dort.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Massaker in Norwegen - Anschlag auf Offenheit und Toleranz 

 Noch Tage nach dem schrecklichen Massaker befindet sich Norwegen im Schockzustand. Tiefe Trauer und Fassungslosigkeit liegt über dem ganzen Land. Unfassbar der brutale Doppelanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo und das Jugendcamp auf der Insel Utöya.Anders Behring Breivik, der Attentäter, richtet nach jahrelanger und minutiöser Vorbereitung mit einem kaltblütigen und menschenverachtenden Gewaltakt über 76 Menschen hin. Der unscheinbar wirkende 32-jährige Mann konnte verhaftet werden. Er sitzt jetzt isoliert in Untersuchungshaft. Bei seinem ersten Haftprüfungstermin setzt er seinen Gräueltaten noch die Krone auf, indem er auf &quot;nicht schuldig&quot; plädiert. Er habe sein Land vor dem Islam und dem Marxismus verteidigen und der sozialdemokratischen Arbeiterpartei größtmöglichen Schaden zufügen wollen. 
 Die Ermittler gehen bislang von einem Einzeltäter aus, auch wenn Breivik von sich selbst behauptet mehreren rechtsextremen Gruppen anzugehören. So hat er kurz vor seinen Bluttaten ein 1500 Seiten langes Pamphlet, getarnt als &quot;europäische Unabhängigkeitserklärung&quot;, an mehrere hundert E-Mail-Adressen von Rechtsextremen in Europa und USA verschickt. Eine Botschaft an Gesinnungsgenossen, die, wie er, eine multikulturelle Gesellschaft ablehnen, und die sind nicht nur im rechtsextremen Lager zu finden, so die Sicherheitsexperten. Mit Sorge wird national und international ermittelt, denn der Fremdenhass ist nicht nur in dieser Szene groß.
 Das Massaker hat die norwegische Gesellschaft tief ins Herz getroffen. Ministerpräsident Jens Stoltenberg spricht von einer &quot;nationalen Tragödie&quot; und seine Antwort auf die Gewalttat ist: &quot;mehr Demokratie, mehr Menschlichkeit, aber nicht mehr Naivität&quot;. Die Norweger stehen wie kaum ein anderes Land für Offenheit und Toleranz. Es bietet kaum Angriffsflächen für Unzufriedenheit. Es mangelt weder an Wohlstand noch an Arbeit. Doch auch das scheint weder Ruhe noch Sicherheit zu garantieren. Wie in Dänemark oder Finnland wächst auch in Norwegen der Einfluss der Rechtspopulisten. Neben der parteipolitischen Diskussion wird auch die Sicherheitsfrage relevant. Mehr Sicherheit aber heißt auch mehr Kontrolle, und das ist kein Attribut einer offenen Gesellschaft.
Was meinen Sie?: Massaker in Norwegen - Anschlag auf Offenheit und Toleranz
Schreiben Sie uns an: Quadriga @dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Alan Posener wurde in London geboren und verbrachte seine Schulzeit in Kuala Lumpur und Berlin (West). Nach dem Studium wurde er Lehrer, verzichtete Jedoch auf das Beamtendasein zugunsten der Freuden der freien Autorenschaft und des Journalismus. Zurzeit ist er Kommentarchef der &quot;Welt am Sonntag&quot;. Posener hat diverse Bücher geschrieben, darunter Biographien von John F. Kennedy, 
Franklin D. Roosevelt und Elvis Presley. 
 
 Asbjörn Svarstad - nach seinem Studium der Geschichte arbeitet der Norweger zunächst als freier Journalist für mehrere norwegische Tageszeitungen. 
1987 geht er als Korrespondent nach Kopenhagen. Heute berichtet er für die größte norwegische Tageszeitung „Dagbladet“ als deren Korrespondent aus Berlin.
 
 Peter Carstens - Sein Studium der Geschichte und Politik führt den Deutschen nach Paris, Wien und Berlin. 1994 beginnt er seine journalistische Arbeit bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach seiner Korrespondententätigkeit in Sachsen kommt er 2001 nach Berlin in die Hauptstadtredaktion der Zeitung. Neben der Innenpolitik beschäftigt er sich mit Sicherheits- und Verteidigungsfragen.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Massaker in Norwegen - Anschlag auf Offenheit und Toleranz 

 Noch Tage nach dem schrecklichen Massaker befindet sich Norwegen im Schockzustand. Tiefe Trauer und Fassungslosigkeit liegt über dem ganzen Land. Unfassbar der brutale Doppelanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo und das Jugendcamp auf der Insel Utöya.Anders Behring Breivik, der Attentäter, richtet nach jahrelanger und minutiöser Vorbereitung mit einem kaltblütigen und menschenverachtenden Gewaltakt über 76 Menschen hin. Der unscheinbar wirkende 32-jährige Mann konnte verhaftet werden. Er sitzt jetzt isoliert in Untersuchungshaft. Bei seinem ersten Haftprüfungstermin setzt er seinen Gräueltaten noch die Krone auf, indem er auf &quot;nicht schuldig&quot; plädiert. Er habe sein Land vor dem Islam und dem Marxismus verteidigen und der sozialdemokratischen Arbeiterpartei größtmöglichen Schaden zufügen wollen. 
 Die Ermittler gehen bislang von einem Einzeltäter aus, auch wenn Breivik von sich selbst behauptet mehreren rechtsextremen Gruppen anzugehören. So hat er kurz vor seinen Bluttaten ein 1500 Seiten langes Pamphlet, getarnt als &quot;europäische Unabhängigkeitserklärung&quot;, an mehrere hundert E-Mail-Adressen von Rechtsextremen in Europa und USA verschickt. Eine Botschaft an Gesinnungsgenossen, die, wie er, eine multikulturelle Gesellschaft ablehnen, und die sind nicht nur im rechtsextremen Lager zu finden, so die Sicherheitsexperten. Mit Sorge wird national und international ermittelt, denn der Fremdenhass ist nicht nur in dieser Szene groß.
 Das Massaker hat die norwegische Gesellschaft tief ins Herz getroffen. Ministerpräsident Jens Stoltenberg spricht von einer &quot;nationalen Tragödie&quot; und seine Antwort auf die Gewalttat ist: &quot;mehr Demokratie, mehr Menschlichkeit, aber nicht mehr Naivität&quot;. Die Norweger stehen wie kaum ein anderes Land für Offenheit und Toleranz. Es bietet kaum Angriffsflächen für Unzufriedenheit. Es mangelt weder an Wohlstand noch an Arbeit. Doch auch das scheint weder Ruhe noch Sicherheit zu garantieren. Wie in Dänemark oder Finnland wächst auch in Norwegen der Einfluss der Rechtspopulisten. Neben der parteipolitischen Diskussion wird auch die Sicherheitsfrage relevant. Mehr Sicherheit aber heißt auch mehr Kontrolle, und das ist kein Attribut einer offenen Gesellschaft.
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 Alan Posener wurde in London geboren und verbrachte seine Schulzeit in Kuala Lumpur und Berlin (West). Nach dem Studium wurde er Lehrer, verzichtete Jedoch auf das Beamtendasein zugunsten der Freuden der freien Autorenschaft und des Journalismus. Zurzeit ist er Kommentarchef der &quot;Welt am Sonntag&quot;. Posener hat diverse Bücher geschrieben, darunter Biographien von John F. Kennedy, 
Franklin D. Roosevelt und Elvis Presley. 
 
 Asbjörn Svarstad - nach seinem Studium der Geschichte arbeitet der Norweger zunächst als freier Journalist für mehrere norwegische Tageszeitungen. 
1987 geht er als Korrespondent nach Kopenhagen. Heute berichtet er für die größte norwegische Tageszeitung „Dagbladet“ als deren Korrespondent aus Berlin.
 
 Peter Carstens - Sein Studium der Geschichte und Politik führt den Deutschen nach Paris, Wien und Berlin. 1994 beginnt er seine journalistische Arbeit bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach seiner Korrespondententätigkeit in Sachsen kommt er 2001 nach Berlin in die Hauptstadtredaktion der Zeitung. Neben der Innenpolitik beschäftigt er sich mit Sicherheits- und Verteidigungsfragen.
                        &lt;br /&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Griechenland gerettet – Europas Krise im Griff?
 Während Europas Regierungschefs sich über geeignete Rettungsmaßnahmen streiten, liegt der griechische Patient auf der Intensivstation und kämpft ums Überleben. Auch andere Euroländer hat das Schuldenvirus längst gepackt. Irland, Portugal, Spanien und jetzt auch Italien straucheln. Europas Regierungschefs und den Finanzmärkten bleibt nicht mehr viel Zeit zum Handeln.

 Ideen und Vorschläge gibt es genug, doch niemand wagt eine Prognose über die langfristige Wirkung der einzelnen Maßnahmen. Die einen plädieren für einen sofortigen Schuldenerlass. Die Bundesbank hingegen warnt eindringlich vor diesem Schritt. Die Grundfesten des Euro würden untergraben, der Stabilisierungserfolg wäre nicht sicher. Brüssels Krisenmanager befürchten außerdem, dass ein radikaler Schuldenschnitt den Anreiz zur Sanierung der griechischen Staatsfinanzen bremsen würde- und ein schlechtes Vorbild wäre für andere Wackelkandidaten.

 Wenn kein Schuldenerlass, was dann? Ein neuer milliardenschwerer Rettungsschirm würde Griechenland vermutlich nur vorübergehend helfen. Probleme würden weiter verschoben aber nicht gelöst. Und Eurobonds? Eine umstrittene Idee. Gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder würde zwar das hoch verschuldete Griechenland entlasten- aber es steigt die Ansteckungsgefahr. Umstritten auch, wie genau private Gläubiger an den Kosten beteiligt werden können. 

Bislang haben Europas Krisenmanager nur Flickschusterei betrieben. Doch jetzt ist eine europäische Gesamtlösung gefragt, für Griechenland, den Euro und für Europa. 

Was meinen Sie: Griechenland gerettet – Europas Krise im Griff?
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Frank Paul Weber - Seit 1999 arbeitet der Franzose als Korrespondent für die in Paris erscheinende Zeitung „La Tribune“. Er berichtet zunächst aus Deutschland und dann aus Italien. Vor seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent hat er als Sozialwissenschaftler an den Universitäten in New York, Paris, Berlin und Warschau gearbeitet. Heute lebt und arbeitet er wieder in Berlin. 

 Cornelius Adebahr - Nach seinem Studium, Politikwissenschaft, Philosophie, Öffentliches Recht und Internationale Wirtschaft in Tübingen, Paris und Berlin, geht er 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik (DGAP) nach Berlin. Er forscht dort im Programm für Europäische Außen- und Sicherheitspolitik. Seit 2009 ist er am Alfred von Oppenheim- Zentrum für Europäische Zukunftsfragen beschäftigt. In seinen Publikationen beschäftigt er sich mit Fragen des europäischen Krisenmanagements und den Reformen europäischer Wirtschafts- und Finanzpolitik. 

 Panagiotis Kouparanis -  er arbeitet seit 1993 als Korrespondent bei der Deutschen Welle. Sein Fachgebiet ist die deutsche Innenpolitik, aber auch alles was seine griechische Heimat betrifft. So beschäftigt er sich mit dem Staatshaushalt Griechenlands ebenso wie mit dem türkisch- zypriotischen Konflikt.
                        &lt;br /&gt;
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                        &lt;/p&gt;
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 Während Europas Regierungschefs sich über geeignete Rettungsmaßnahmen streiten, liegt der griechische Patient auf der Intensivstation und kämpft ums Überleben. Auch andere Euroländer hat das Schuldenvirus längst gepackt. Irland, Portugal, Spanien und jetzt auch Italien straucheln. Europas Regierungschefs und den Finanzmärkten bleibt nicht mehr viel Zeit zum Handeln.

 Ideen und Vorschläge gibt es genug, doch niemand wagt eine Prognose über die langfristige Wirkung der einzelnen Maßnahmen. Die einen plädieren für einen sofortigen Schuldenerlass. Die Bundesbank hingegen warnt eindringlich vor diesem Schritt. Die Grundfesten des Euro würden untergraben, der Stabilisierungserfolg wäre nicht sicher. Brüssels Krisenmanager befürchten außerdem, dass ein radikaler Schuldenschnitt den Anreiz zur Sanierung der griechischen Staatsfinanzen bremsen würde- und ein schlechtes Vorbild wäre für andere Wackelkandidaten.

 Wenn kein Schuldenerlass, was dann? Ein neuer milliardenschwerer Rettungsschirm würde Griechenland vermutlich nur vorübergehend helfen. Probleme würden weiter verschoben aber nicht gelöst. Und Eurobonds? Eine umstrittene Idee. Gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder würde zwar das hoch verschuldete Griechenland entlasten- aber es steigt die Ansteckungsgefahr. Umstritten auch, wie genau private Gläubiger an den Kosten beteiligt werden können. 

Bislang haben Europas Krisenmanager nur Flickschusterei betrieben. Doch jetzt ist eine europäische Gesamtlösung gefragt, für Griechenland, den Euro und für Europa. 

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 Frank Paul Weber - Seit 1999 arbeitet der Franzose als Korrespondent für die in Paris erscheinende Zeitung „La Tribune“. Er berichtet zunächst aus Deutschland und dann aus Italien. Vor seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent hat er als Sozialwissenschaftler an den Universitäten in New York, Paris, Berlin und Warschau gearbeitet. Heute lebt und arbeitet er wieder in Berlin. 

 Cornelius Adebahr - Nach seinem Studium, Politikwissenschaft, Philosophie, Öffentliches Recht und Internationale Wirtschaft in Tübingen, Paris und Berlin, geht er 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik (DGAP) nach Berlin. Er forscht dort im Programm für Europäische Außen- und Sicherheitspolitik. Seit 2009 ist er am Alfred von Oppenheim- Zentrum für Europäische Zukunftsfragen beschäftigt. In seinen Publikationen beschäftigt er sich mit Fragen des europäischen Krisenmanagements und den Reformen europäischer Wirtschafts- und Finanzpolitik. 

 Panagiotis Kouparanis -  er arbeitet seit 1993 als Korrespondent bei der Deutschen Welle. Sein Fachgebiet ist die deutsche Innenpolitik, aber auch alles was seine griechische Heimat betrifft. So beschäftigt er sich mit dem Staatshaushalt Griechenlands ebenso wie mit dem türkisch- zypriotischen Konflikt.
                        &lt;br /&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2434292/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/&quot;&gt;Zur Detailseite bei podcast.de&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Italiens Schulden - Sprengsatz für den Euro Eine Krisensitzung jagt die nächste. Europa droht der finanzielle Gau. Die Finanz- und Währungshüter, ratlos und gefordert wie nie. Nach Griechenland, Irland und Portugal steht nun Italien vor dem Ruin. Der einstige Wirtschaftsriese ist in das Visier der Ratingagenturen und Finanzmärkte gerückt. Brüssel, noch mit der Rettung Griechenlands beschäftigt, kommt mit dem schnüren immer neuer milliardenschwerer Rettungspakete nicht mehr nach. Italiens Schuldenberg kann auch Europa nicht mehr bezwingen, so die Meinung der Experten. Eine Horrorvorstellung für die Zukunft des Euro, die Eurozone und Europa. 
 Italien zählte, schon auf Grund der permanent verworrenen Innenpolitik, noch nie zu den solidesten Europäern. Dennoch hat sich das einstige EG-Gründungsmitglied lange als drittgrößte Wirtschaftskraft halten können. Italien gehört bislang zu den G8- Staaten, den international führenden Industrienationen. Kaum zu glauben in Anbetracht einer über Jahre angewachsenen Staatsverschuldung von jetzt 1,8 Billionen Euro. Die Schuldenlast ist damit höher als das Bruttoinlandsprodukt. Die Regierung muss allein für dieses Jahr rund 340 Milliarden Euro aufbringen um die Schulden zu finanzieren und diese Summe wird sich steigern. Italien im Strudel der Schuldenkrise. Italiens Ministerpräsident Berlusconi hat zwar ein Sparpaket angekündigt, doch dass dies das Land aus den Schulden bringt, wird momentan nicht nur von Investoren bezweifelt. Einen Rettungsschirm für Italien könnte Europa nicht mehr leisten.
 Was die Politik seit Jahren zu verhindern sucht und Finanzexperten durch gewagte und umstrittene Aktionen aufhalten wollen, scheint immer realer zu werden. EZB-Chef Trichet, Euro-Gruppenchef Juncker, Währungskommissar Rehn und Kommissionspräsident Barroso suchen händeringend nach Lösungen. Was tun gegen Börsen, die zum Abverkauf italienischer Vermögenswerte blasen und den Handel mit Papieren der Großbank Unicredit bei einem Minusstand von 6,6 Prozent aussetzen. Was tun gegen die oft fragwürdigen Herabstufungen der drei US-Ratingagenturen. Sind sie wirklich nur Brandstifter und üble Spekulanten, denen das Handwerk gelegt werden sollte, wie die deutsche Kanzlerin Merkel meint? Oder liegen Sie mit ihren Bewertungen richtig und sollten deren Warnungen lieber früher ernst und wahrgenommen werden? Wo bleibt eine gut organisierte europäische Agentur als Warnsystem? Die Politik reagiert oft nur noch von Fall zu Fall. Für überlegte Langzeitplanung fehlen die Zeit und vielleicht bald auch das Geld.
Was meinen Sie?: Italiens Schulden - Sprengsatz für den Euro
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.

 Angelo Conte - Neben seinem Studium, Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Trient, arbeitet der Italiener als freier Journalist. Seit 1999 ist er bei der Lokaltageszeitung L'Adige zu Trient fest beschäftigt. Er ist für die Wirtschaftsredaktion verantwortlich und interessiert sich für die Deutsch-Italienischen Beziehungen. Heute lebt und arbeitet er im Wechsel in Trient und in Berlin. Neben seiner Korrespondententätigkeit schreibt er immer wieder auch für deutsche Medien, wie Dpa, Tagesspiegel und Berliner Morgenpost.

 Sven Afhüppe - Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster macht er seine journalistische Ausbildung an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Seit 1999 ist er als Redakteur tätig, zunächst als Hauptstadtkorrespondent für die Wirtschaftswoche, seit 2004 in gleicher Funktion für den SPIEGEL. Heute ist er als leitender Redakteur im Berliner Büro des Handelsblatts beschäftigt. Seine Themenschwerpunkte sind die Wirtschafts- und Finanzpolitik.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502721/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/&quot;&gt;Zur Detailseite bei podcast.de&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502721/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502721/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
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                                    <description>Italiens Schulden - Sprengsatz für den Euro Eine Krisensitzung jagt die nächste. Europa droht der finanzielle Gau. Die Finanz- und Währungshüter, ratlos und gefordert wie nie. Nach Griechenland, Irland und Portugal steht nun Italien vor dem Ruin. Der einstige Wirtschaftsriese ist in das Visier der Ratingagenturen und Finanzmärkte gerückt. Brüssel, noch mit der Rettung Griechenlands beschäftigt, kommt mit dem schnüren immer neuer milliardenschwerer Rettungspakete nicht mehr nach. Italiens Schuldenberg kann auch Europa nicht mehr bezwingen, so die Meinung der Experten. Eine Horrorvorstellung für die Zukunft des Euro, die Eurozone und Europa. 
 Italien zählte, schon auf Grund der permanent verworrenen Innenpolitik, noch nie zu den solidesten Europäern. Dennoch hat sich das einstige EG-Gründungsmitglied lange als drittgrößte Wirtschaftskraft halten können. Italien gehört bislang zu den G8- Staaten, den international führenden Industrienationen. Kaum zu glauben in Anbetracht einer über Jahre angewachsenen Staatsverschuldung von jetzt 1,8 Billionen Euro. Die Schuldenlast ist damit höher als das Bruttoinlandsprodukt. Die Regierung muss allein für dieses Jahr rund 340 Milliarden Euro aufbringen um die Schulden zu finanzieren und diese Summe wird sich steigern. Italien im Strudel der Schuldenkrise. Italiens Ministerpräsident Berlusconi hat zwar ein Sparpaket angekündigt, doch dass dies das Land aus den Schulden bringt, wird momentan nicht nur von Investoren bezweifelt. Einen Rettungsschirm für Italien könnte Europa nicht mehr leisten.
 Was die Politik seit Jahren zu verhindern sucht und Finanzexperten durch gewagte und umstrittene Aktionen aufhalten wollen, scheint immer realer zu werden. EZB-Chef Trichet, Euro-Gruppenchef Juncker, Währungskommissar Rehn und Kommissionspräsident Barroso suchen händeringend nach Lösungen. Was tun gegen Börsen, die zum Abverkauf italienischer Vermögenswerte blasen und den Handel mit Papieren der Großbank Unicredit bei einem Minusstand von 6,6 Prozent aussetzen. Was tun gegen die oft fragwürdigen Herabstufungen der drei US-Ratingagenturen. Sind sie wirklich nur Brandstifter und üble Spekulanten, denen das Handwerk gelegt werden sollte, wie die deutsche Kanzlerin Merkel meint? Oder liegen Sie mit ihren Bewertungen richtig und sollten deren Warnungen lieber früher ernst und wahrgenommen werden? Wo bleibt eine gut organisierte europäische Agentur als Warnsystem? Die Politik reagiert oft nur noch von Fall zu Fall. Für überlegte Langzeitplanung fehlen die Zeit und vielleicht bald auch das Geld.
Was meinen Sie?: Italiens Schulden - Sprengsatz für den Euro
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.

 Angelo Conte - Neben seinem Studium, Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Trient, arbeitet der Italiener als freier Journalist. Seit 1999 ist er bei der Lokaltageszeitung L'Adige zu Trient fest beschäftigt. Er ist für die Wirtschaftsredaktion verantwortlich und interessiert sich für die Deutsch-Italienischen Beziehungen. Heute lebt und arbeitet er im Wechsel in Trient und in Berlin. Neben seiner Korrespondententätigkeit schreibt er immer wieder auch für deutsche Medien, wie Dpa, Tagesspiegel und Berliner Morgenpost.

 Sven Afhüppe - Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster macht er seine journalistische Ausbildung an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Seit 1999 ist er als Redakteur tätig, zunächst als Hauptstadtkorrespondent für die Wirtschaftswoche, seit 2004 in gleicher Funktion für den SPIEGEL. Heute ist er als leitender Redakteur im Berliner Büro des Handelsblatts beschäftigt. Seine Themenschwerpunkte sind die Wirtschafts- und Finanzpolitik.
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                                    <description>Deutsche Alleingänge - wohin will Angela Merkel? Deutschland ist erfolgreich wie kaum ein zweites Land aus der Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen. Die Wirtschaft brummt, der Export floriert und die Arbeitslosenzahlen sinken kontinuierlich. Mit Bewunderung schauen viele im Ausland auf die Bundesrepublik. Aber auch mit wachsender Skepsis. Denn die Regierung Merkel ist auch berüchtigt für ihre nationalen Alleingänge und unberechenbaren Wendemanöver.
 Die Kritik an Merkels Führungsstil wächst im In- und Ausland. Die meisten Entscheidungen fallen hinter verschlossenen Türen im Kanzleramt. Mal um Mal überrascht sie Koalitionspartner, Partei, Parlament, auch europäische Nachbarn. Atomausstieg, Abschaffung der Wehrpflicht, Griechenlandhilfen – schnelle Wenden oder Zickzack-Kurs, so etwas irritiert.
 Viele halten die deutsche Regierung mittlerweile für unberechenbar. So hat die Enthaltung bei der Libyen-Resolution im UN- Sicherheitsrat die USA und andere NATO-Partner nachhaltig verärgert. Merkels einsilbige Erklärung für den deutschen Sonderweg: „Nicht jeder kann bei allem mitmachen“. 
 In Europa hingegen will sie mitmachen, den Euro deutsche Art retten. Ihr &quot;Pakt für Wettbewerbsfähigkeit&quot; aber stößt bei den Partnern auf wenig Gegenliebe. Die Deutschen lavieren, zögern und stellen in der Euro-Krise immer neue Bedingungen. Richtig oder falsch - Deutschland scheint vor allem eins zu fehlen: eine klare außenpolitische Linie. 
Was meinen Sie: Deutsche Alleingänge – wohin will Angela Merkel?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw.world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Michael Stürmer - Der Journalist arbeitet seit 1989 als Chefkorrespondent für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. Geboren 1938 in Kassel, studierte Stürmer Geschichte, Philosophie und Sprachen in London, Berlin und Marburg. Seit 1973 ist er außerdem Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen.

 Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Almut Möller - Nach ihrem Studium ist die Politikwissenschaftlerin zunächst als Trainerin und Moderatorin in der europäischen Bildungsarbeit tätig. Nach verschiedenen Lehraufträgen in München folgen mehrere Forschungsaufenthalte in Peking, Kairo und Washington. 2008 geht sie als freiberufliche Autorin, Trainerin und Beraterin nach London. Als Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet sie an dem Projekt zur internen Reform der erweiterten EU und leitet zeitweise das EU-Mittelmeerprojekt.Seit 2010 ist sie die Programmleiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen (AOZ) der DGAP. Nebenbei ist sie auch Associate Fellow am Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES) in Österreich und Herausgeberin von berlinbrief, einem Briefing zu deutscher Außenpolitik in englischer Sprache.
                        &lt;br /&gt;
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 Die Kritik an Merkels Führungsstil wächst im In- und Ausland. Die meisten Entscheidungen fallen hinter verschlossenen Türen im Kanzleramt. Mal um Mal überrascht sie Koalitionspartner, Partei, Parlament, auch europäische Nachbarn. Atomausstieg, Abschaffung der Wehrpflicht, Griechenlandhilfen – schnelle Wenden oder Zickzack-Kurs, so etwas irritiert.
 Viele halten die deutsche Regierung mittlerweile für unberechenbar. So hat die Enthaltung bei der Libyen-Resolution im UN- Sicherheitsrat die USA und andere NATO-Partner nachhaltig verärgert. Merkels einsilbige Erklärung für den deutschen Sonderweg: „Nicht jeder kann bei allem mitmachen“. 
 In Europa hingegen will sie mitmachen, den Euro deutsche Art retten. Ihr &quot;Pakt für Wettbewerbsfähigkeit&quot; aber stößt bei den Partnern auf wenig Gegenliebe. Die Deutschen lavieren, zögern und stellen in der Euro-Krise immer neue Bedingungen. Richtig oder falsch - Deutschland scheint vor allem eins zu fehlen: eine klare außenpolitische Linie. 
Was meinen Sie: Deutsche Alleingänge – wohin will Angela Merkel?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw.world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Michael Stürmer - Der Journalist arbeitet seit 1989 als Chefkorrespondent für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. Geboren 1938 in Kassel, studierte Stürmer Geschichte, Philosophie und Sprachen in London, Berlin und Marburg. Seit 1973 ist er außerdem Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen.

 Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Almut Möller - Nach ihrem Studium ist die Politikwissenschaftlerin zunächst als Trainerin und Moderatorin in der europäischen Bildungsarbeit tätig. Nach verschiedenen Lehraufträgen in München folgen mehrere Forschungsaufenthalte in Peking, Kairo und Washington. 2008 geht sie als freiberufliche Autorin, Trainerin und Beraterin nach London. Als Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet sie an dem Projekt zur internen Reform der erweiterten EU und leitet zeitweise das EU-Mittelmeerprojekt.Seit 2010 ist sie die Programmleiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen (AOZ) der DGAP. Nebenbei ist sie auch Associate Fellow am Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES) in Österreich und Herausgeberin von berlinbrief, einem Briefing zu deutscher Außenpolitik in englischer Sprache.
                        &lt;br /&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2385366/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Afghanistan - der verlorene Krieg Es ist der Anfang vom Ende eines inzwischen 10 Jahre dauernden verlustreichen Krieges in Afghanistan. Der amerikanische Präsident hat angekündigt, seine Soldaten nach Hause zu holen. In Anbetracht von 15 Billionen Dollar Staatsschulden, allein eine Billion Kriegsausgaben nur für Afghanistan, 14 Millionen Arbeitslosen und bevorstehenden Wahlen, hat Barack Obama den Entschluss gefasst, bis 2014 alle Soldaten vom Hindukusch abzuziehen. Schon 2012 soll ein Drittel der Truppe wieder zu Hause sein. Eine politische Entscheidung entgegen der Empfehlung seiner Generäle. Sowohl Demokraten als auch Republikaner haben Bedenken gegenüber dem präsidialen Paradigmenwechsel. &quot;Ein überstürzter Abzug könne den Erfolg sabotieren&quot;, sagt einer der Kritiker.
 Die Aussichten, den Krieg gegen die Taliban zu gewinnen, verschlechtern sich in jüngster Zeit zusehends. Auch der Versuch, das Land zu demokratisieren, ist missglückt. Tausende zivile Opfer und gefallene Soldaten sind zu beklagen. Der Kampf gegen Warlords und gegen den Drogenanbau ist ein Kampf gegen Windmühlen. Der versprochene Wiederaufbau des Landes ist in Ansätzen stecken geblieben. Und immer noch ist es um die Menschenrechte und die Gleichstellung von Frauen nicht gut bestellt. Die Grenzen des Machbaren sind erreicht. Jetzt, wo Terroristenchef Osama bin Laden tot ist, können die Amerikaner aber wenigstens halbwegs ihr Gesicht wahren. 

 Obama hat einen Schlussstrich gezogen. Ein Signal für die Verbündeten, es ihm gleich zu tun. Deutschland will seine Truppe noch in diesem Jahr reduzieren. Trotzdem soll mit einer letzten Kraftanstrengung die Ausbildung von einheimischen Sicherheitskräften forciert werden. Afghanistans Präsident Karzai begrüßt die Abzugspläne, die Taliban hingegen bezeichnen diese als einen rein symbolischen Akt. Trotzdem setzen die USA auf eine politische Lösung, die Friedensgespräche mit den Taliban einschließt. Alle haben erfahren müssen, dass dieser Krieg militärisch nicht zu gewinnen ist.

Was meinen Sie: Afghanistan – der verlorene Krieg

Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de 

Die Gäste der Sendung sind:

 Michael Lüders - geboren 1959 in Bremen, Studium der arabischen Literatur in Damaskus, der Islamwissenschaft, Politologie und Publizistik in Berlin. Promotion über das ägyptische Kino. Dokumentarfilme für den SWF Baden-Baden. Langjähriger Nahostredakteur der ZEIT. Lebt als Politikberater, Publizist und Autor in Berlin.

 Andrew B. Denison - Der amerikanische Politikwissenschaftler absolviert sein Studium in Deutschland und den USA. In Bonn arbeitet er zunächst als Autor und Wissenschaftler am Institut für Strategische Analysen. Heute ist er Direktor des Forschungsverbunds „Transatlantic Networks“ mit Sitz in Königswinter. Sein Schwerpunkt ist die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Themen: Obama und das zweite amerikanische Jahrhundert, das Verhältnis der amerikanischen und der europäischen Wirtschaftspolitik, die Zukunft der NATO – Pax Atlantica für den Pax Humana und Moore`s Law und die Sicherheitspolitik von Morgen. 
 
 Abdul Ahmad Rashid - Als Sohn eines Afghanen und einer Deutschen studiert er in Köln, Damaskus und Kairo Islamwissenschaft, Germanistik und vergleichende Religionswissenschaft. Nach einer journalistischen Ausbildung beim Deutschlandfunk in Köln arbeitete er als freier Journalist für verschiedene ARD- Hörfunkanstalten und berichtet über außenpolitische Themen mit dem Schwerpunkt orientalisch- islamische Welt. Seit Juni 2007 gehört Abdul Ahmad Rashid der Redaktion “Forum am Freitag“ beim ZDF an.
                        &lt;br /&gt;
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                            &lt;br /&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Afghanistan - der verlorene Krieg Es ist der Anfang vom Ende eines inzwischen 10 Jahre dauernden verlustreichen Krieges in Afghanistan. Der amerikanische Präsident hat angekündigt, seine Soldaten nach Hause zu holen. In Anbetracht von 15 Billionen Dollar Staatsschulden, allein eine Billion Kriegsausgaben nur für Afghanistan, 14 Millionen Arbeitslosen und bevorstehenden Wahlen, hat Barack Obama den Entschluss gefasst, bis 2014 alle Soldaten vom Hindukusch abzuziehen. Schon 2012 soll ein Drittel der Truppe wieder zu Hause sein. Eine politische Entscheidung entgegen der Empfehlung seiner Generäle. Sowohl Demokraten als auch Republikaner haben Bedenken gegenüber dem präsidialen Paradigmenwechsel. &quot;Ein überstürzter Abzug könne den Erfolg sabotieren&quot;, sagt einer der Kritiker.
 Die Aussichten, den Krieg gegen die Taliban zu gewinnen, verschlechtern sich in jüngster Zeit zusehends. Auch der Versuch, das Land zu demokratisieren, ist missglückt. Tausende zivile Opfer und gefallene Soldaten sind zu beklagen. Der Kampf gegen Warlords und gegen den Drogenanbau ist ein Kampf gegen Windmühlen. Der versprochene Wiederaufbau des Landes ist in Ansätzen stecken geblieben. Und immer noch ist es um die Menschenrechte und die Gleichstellung von Frauen nicht gut bestellt. Die Grenzen des Machbaren sind erreicht. Jetzt, wo Terroristenchef Osama bin Laden tot ist, können die Amerikaner aber wenigstens halbwegs ihr Gesicht wahren. 

 Obama hat einen Schlussstrich gezogen. Ein Signal für die Verbündeten, es ihm gleich zu tun. Deutschland will seine Truppe noch in diesem Jahr reduzieren. Trotzdem soll mit einer letzten Kraftanstrengung die Ausbildung von einheimischen Sicherheitskräften forciert werden. Afghanistans Präsident Karzai begrüßt die Abzugspläne, die Taliban hingegen bezeichnen diese als einen rein symbolischen Akt. Trotzdem setzen die USA auf eine politische Lösung, die Friedensgespräche mit den Taliban einschließt. Alle haben erfahren müssen, dass dieser Krieg militärisch nicht zu gewinnen ist.

Was meinen Sie: Afghanistan – der verlorene Krieg

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 Michael Lüders - geboren 1959 in Bremen, Studium der arabischen Literatur in Damaskus, der Islamwissenschaft, Politologie und Publizistik in Berlin. Promotion über das ägyptische Kino. Dokumentarfilme für den SWF Baden-Baden. Langjähriger Nahostredakteur der ZEIT. Lebt als Politikberater, Publizist und Autor in Berlin.

 Andrew B. Denison - Der amerikanische Politikwissenschaftler absolviert sein Studium in Deutschland und den USA. In Bonn arbeitet er zunächst als Autor und Wissenschaftler am Institut für Strategische Analysen. Heute ist er Direktor des Forschungsverbunds „Transatlantic Networks“ mit Sitz in Königswinter. Sein Schwerpunkt ist die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Themen: Obama und das zweite amerikanische Jahrhundert, das Verhältnis der amerikanischen und der europäischen Wirtschaftspolitik, die Zukunft der NATO – Pax Atlantica für den Pax Humana und Moore`s Law und die Sicherheitspolitik von Morgen. 
 
 Abdul Ahmad Rashid - Als Sohn eines Afghanen und einer Deutschen studiert er in Köln, Damaskus und Kairo Islamwissenschaft, Germanistik und vergleichende Religionswissenschaft. Nach einer journalistischen Ausbildung beim Deutschlandfunk in Köln arbeitete er als freier Journalist für verschiedene ARD- Hörfunkanstalten und berichtet über außenpolitische Themen mit dem Schwerpunkt orientalisch- islamische Welt. Seit Juni 2007 gehört Abdul Ahmad Rashid der Redaktion “Forum am Freitag“ beim ZDF an.
                        &lt;br /&gt;
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                                    <description>Griechische Dauerkrise - Fass ohne Boden? Wie umgehen mit dem abgebrannten Schuldner Griechenland? Ziemlich ratlos erweisen sich Europas Regierungschefs. Die Parole: Erst einmal den Staatsbankrott verhindern! Sie beschließen ein neues Hilfspaket in Milliardenhöhe. Die Solidarität der EU-Partner wird auf eine harte Probe gestellt, denn die versprochenen Reformen kommen nicht in Gang. Immer mehr stellt sich deshalb die Frage: Ist Griechenland überhaupt noch zu retten? 

 Ratlosigkeit. Keiner weiß die Antwort auf entscheidende Fragen: Werden immer neue und noch höhere Kredite dem Land auf die Beine helfen oder wird hier nur gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen? Soll man die Schulden gleich erlassen und so einen Neuanfang ermöglichen? Die Euro-Partner rechnen ohnehin mit Milliarden-Verlusten, egal ob Gelder zurückgezahlt werden oder nicht. Deutschland und Frankreich haben nun Banken und private Gläubiger aufgefordert ebenfalls einen &quot;freiwilligen&quot; Beitrag zu leisten, zumal sie bislang durch hohe Zinsen für Anleihen von der Misere profitiert haben. Ein Vorschlag mit geringen Erfolgsaussichten.

 In der Zwischenzeit versagt die griechische Politik auf ganzer Linie. Dem sparwilligen Regierungschef Papandreou fehlt der Rückhalt seiner eigenen Partei, und die konservative Opposition, die die Schuldenkrise vor Jahren erst verursacht hat, will von Zusammenarbeit mit der Regierung nichts wissen.

 So schwindet das Verständnis der europäischen Nachbarn. Die Geberländer sehen, auch in Anbetracht eigener Probleme, nicht ein, für ein Land aufzukommen, das selbst keinen Sparwillen zeigt. Deutschland und Frankreich werden von den Griechen sogar beschimpft, obwohl gerade sie zu den größten Geld- und Kreditgebern zählen. Die Krise droht die europäischen Länder gegeneinander aufzubringen. 


Was meinen Sie: Griechische Dauerkrise – Fass ohne Boden?

Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.

 Holger Zschäpitz - Der Journalist arbeitet heute als leitender Wirtschaftsredakteur für die Tageszeitung die WELT und die Welt am Sonntag. Seine Spezialgebiete sind Verhaltensökonomie, Staatsfinanzen und die Kapitalmärkte. Der Zusammenbruch der DDR hat ihn dafür sensibilisiert, welche Ideen Menschen antreiben und was die Welt im innersten zusammenhält. Der Systemcrash von 1989 macht aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung einen leidenschaftlichen Ökonom und begeisterten Journalisten. Er baut neben seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1999 den eigenständigen Finanzteil der WELT mit auf. Er ist Autor mehrerer Bücher. In seinem Buch „Schulden ohne Sühne?“ schreibt er über die Schuldensucht der Staaten.

 Miltiades Arsenopoulos - Nach seinem Studium der Politikwissenschaften an der FU in Berlin arbeitet der Grieche zunächst als freier Journalist für verschiedene Medien. Für das Fernsehprogramm der Deutschen Welle erstellt er als freier Autor Nachrichten- und Magazinbeiträge, vorrangig für die Politik- und Wirtschaftsredaktion. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise in Griechenland berichtet er regelmäßig für die Wirtschaftsredaktion der Deutschen Welle TV aus Athen.
                        &lt;br /&gt;
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 Ratlosigkeit. Keiner weiß die Antwort auf entscheidende Fragen: Werden immer neue und noch höhere Kredite dem Land auf die Beine helfen oder wird hier nur gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen? Soll man die Schulden gleich erlassen und so einen Neuanfang ermöglichen? Die Euro-Partner rechnen ohnehin mit Milliarden-Verlusten, egal ob Gelder zurückgezahlt werden oder nicht. Deutschland und Frankreich haben nun Banken und private Gläubiger aufgefordert ebenfalls einen &quot;freiwilligen&quot; Beitrag zu leisten, zumal sie bislang durch hohe Zinsen für Anleihen von der Misere profitiert haben. Ein Vorschlag mit geringen Erfolgsaussichten.

 In der Zwischenzeit versagt die griechische Politik auf ganzer Linie. Dem sparwilligen Regierungschef Papandreou fehlt der Rückhalt seiner eigenen Partei, und die konservative Opposition, die die Schuldenkrise vor Jahren erst verursacht hat, will von Zusammenarbeit mit der Regierung nichts wissen.

 So schwindet das Verständnis der europäischen Nachbarn. Die Geberländer sehen, auch in Anbetracht eigener Probleme, nicht ein, für ein Land aufzukommen, das selbst keinen Sparwillen zeigt. Deutschland und Frankreich werden von den Griechen sogar beschimpft, obwohl gerade sie zu den größten Geld- und Kreditgebern zählen. Die Krise droht die europäischen Länder gegeneinander aufzubringen. 


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 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.

 Holger Zschäpitz - Der Journalist arbeitet heute als leitender Wirtschaftsredakteur für die Tageszeitung die WELT und die Welt am Sonntag. Seine Spezialgebiete sind Verhaltensökonomie, Staatsfinanzen und die Kapitalmärkte. Der Zusammenbruch der DDR hat ihn dafür sensibilisiert, welche Ideen Menschen antreiben und was die Welt im innersten zusammenhält. Der Systemcrash von 1989 macht aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung einen leidenschaftlichen Ökonom und begeisterten Journalisten. Er baut neben seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1999 den eigenständigen Finanzteil der WELT mit auf. Er ist Autor mehrerer Bücher. In seinem Buch „Schulden ohne Sühne?“ schreibt er über die Schuldensucht der Staaten.

 Miltiades Arsenopoulos - Nach seinem Studium der Politikwissenschaften an der FU in Berlin arbeitet der Grieche zunächst als freier Journalist für verschiedene Medien. Für das Fernsehprogramm der Deutschen Welle erstellt er als freier Autor Nachrichten- und Magazinbeiträge, vorrangig für die Politik- und Wirtschaftsredaktion. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise in Griechenland berichtet er regelmäßig für die Wirtschaftsredaktion der Deutschen Welle TV aus Athen.
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Menschenrechte online - die Facebook-Revolutionen Es sind wichtige Errungenschaften der modernen Welt: Handy und Internet. Sie revolutionieren unseren Alltag und das gesellschaftliche Zusammenleben. Mit den neuen Kommunikationsmitteln schaffen wir immer verzweigtere soziale Netzwerke, organisieren und verarbeiten Informationen in atemberaubender Geschwindigkeit. Wurden Twitter und Blogger anfangs als launige Gesellschaftsspielchen belächelt, so nimmt deren Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen zu. Eine unaufhaltsame Bewegung der freien Meinungsäußerung ist in Gang gekommen - vor allem in der arabischen Welt.
 Die Despoten dieser Welt hassen Internet, Facebook und Blogger, denn das bedroht deren Existenz. Die Jugend der arabischen Welt hat die Chance ergriffen und stemmt sich gegen die autoritären Machthaber. Sie organisieren Netzwerke online und mobilisieren Massen gegen das verhasste Regime. Das Netz kennt keine Grenzen. Der Geist der Revolution packt ein Land nach dem andern. Tunesiens und Ägyptens Machthaber haben sie vertrieben. Andere Diktaturen wehren sich mit aller Macht gegen das eigene Volk. In Libyen muss sogar die internationale Gemeinschaft die Regimegegner vor deren Machthaber Gaddafi schützen.
 Für Despoten ist das Internet die Keimzelle allen Übels. Die ägyptische Regierung sperrte den Zugang zu sozialen Netzwerken und schaltete das Handynetz teilweise ab um die Facebook-Revolution zu stoppen. Das ganze Land war wie abgeschnitten, aber der Freiheitskampf hatte sich längst vom Internet auf die Straße verlagert, unaufhaltsam. 
Was meinen Sie: Menschenrechte online - die Facebook-Revolutionen
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502725/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/&quot;&gt;Zur Detailseite bei podcast.de&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502725/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502725/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Menschenrechte online - die Facebook-Revolutionen Es sind wichtige Errungenschaften der modernen Welt: Handy und Internet. Sie revolutionieren unseren Alltag und das gesellschaftliche Zusammenleben. Mit den neuen Kommunikationsmitteln schaffen wir immer verzweigtere soziale Netzwerke, organisieren und verarbeiten Informationen in atemberaubender Geschwindigkeit. Wurden Twitter und Blogger anfangs als launige Gesellschaftsspielchen belächelt, so nimmt deren Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen zu. Eine unaufhaltsame Bewegung der freien Meinungsäußerung ist in Gang gekommen - vor allem in der arabischen Welt.
 Die Despoten dieser Welt hassen Internet, Facebook und Blogger, denn das bedroht deren Existenz. Die Jugend der arabischen Welt hat die Chance ergriffen und stemmt sich gegen die autoritären Machthaber. Sie organisieren Netzwerke online und mobilisieren Massen gegen das verhasste Regime. Das Netz kennt keine Grenzen. Der Geist der Revolution packt ein Land nach dem andern. Tunesiens und Ägyptens Machthaber haben sie vertrieben. Andere Diktaturen wehren sich mit aller Macht gegen das eigene Volk. In Libyen muss sogar die internationale Gemeinschaft die Regimegegner vor deren Machthaber Gaddafi schützen.
 Für Despoten ist das Internet die Keimzelle allen Übels. Die ägyptische Regierung sperrte den Zugang zu sozialen Netzwerken und schaltete das Handynetz teilweise ab um die Facebook-Revolution zu stoppen. Das ganze Land war wie abgeschnitten, aber der Freiheitskampf hatte sich längst vom Internet auf die Straße verlagert, unaufhaltsam. 
Was meinen Sie: Menschenrechte online - die Facebook-Revolutionen
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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                                    <description>Merkel und Obama - Partner auf Distanz Angela Merkel zu Gast bei Barack Obama. Der amerikanische Präsident lässt der deutschen Kanzlerin alle Ehren zu Teil werden. Ein privates Abendessen in Georgetown, militärische Ehren, Regierungskonsultationen und ein festliches Bankett im Weißen Haus. Zum krönenden Abschluss erhält Angela Merkel die Freiheitsmedaille des Präsidenten, die höchste zivile Auszeichnung, die Amerika zu vergeben hat. Doch der fulminante Empfang kann nicht über Schwierigkeiten im deutsch- amerikanischen Verhältnis hinwegtäuschen.

 Merkel und Obama pflegen einen respektvollen, manche sagen sogar einen kühlen, Umgang miteinander. Ganz anders als einst Helmut Kohl und Bill Clinton, die befreundet waren. Das heißt aber nicht, dass sie ihn geringschätzte. Sie ist durchaus davon beeindruckt, wie er die Probleme seines Landes zu lösen versucht. Er hingegen schätzt ihre Zuverlässigkeit. In wichtigen Themen aber gibt es deutliche Differenzen. So in der Atom- und Klimapolitik, die unterschiedliche Haltung in der Libyenfrage. Auch in der Wirtschafts- und Finanzpolitik gehen die Vorstellungen weit auseinander. 

 Aber auch Merkel hadert mit Obama. Sein Vorgehen im Nahostkonflikt sagt ihr nicht zu. Die Libyen-Intervention hält sie für voreilig. In der Wirtschaftspolitik haben Kanzlerin und Präsident sehr unterschiedliche Vorstellungen, wie man der Finanzkrise am besten begegnet. 

 Dazu kommt: Deutschland - und Europa insgesamt - hat für die USA an Wichtigkeit verloren. Obamas Fokus liegt auf Asien und vor allem auf der fernöstlichen Supermacht China. Aber auch Deutschland hat sich aus der Abhängigkeit von den USA gelöst. Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Mauer haben sich die politischen und die wirtschaftlichen Achsen verschoben. Das transatlantische Verhältnis ist kein Selbstläufer mehr.

Was meinen Sie?: Merkel und Obama - Partner auf Distanz

Schreiben Sie uns an : Quadriga@dw-world.de 

Die Gäste der Sendung sind:

 Malte Lehming - Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik- mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „ Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte.

 Charles King Mallory IV - Der gebürtige Amerikaner verbringt seine Schulzeit in Deutschland und Großbritannien. Nach seinem Studium der Russischen Literatur und Internationalen Beziehungen in den USA arbeitet er für das Stockholm International Peace Research Institute und die Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen. Als Geschäftsführer ist er für den Credit Swiss Investment Fonds in Moskau tätig, bevor er zur Allied Capital Corporation wechselt. Von 2002 bis 2007 ist er als Senior Advisor für Angelegenheiten des Nahen Ostens im U.S. Department of State tätig. Heute steht er als Direktor dem Aspen Instituts in Berlin vor.

 Michael Stürmer - Der Journalist arbeitet seit 1989 als Chefkorrespondent für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. Geboren 1938 in Kassel, studierte Stürmer Geschichte, Philosophie und Sprachen in London, Berlin und Marburg. Seit 1973 ist er außerdem Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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 Merkel und Obama pflegen einen respektvollen, manche sagen sogar einen kühlen, Umgang miteinander. Ganz anders als einst Helmut Kohl und Bill Clinton, die befreundet waren. Das heißt aber nicht, dass sie ihn geringschätzte. Sie ist durchaus davon beeindruckt, wie er die Probleme seines Landes zu lösen versucht. Er hingegen schätzt ihre Zuverlässigkeit. In wichtigen Themen aber gibt es deutliche Differenzen. So in der Atom- und Klimapolitik, die unterschiedliche Haltung in der Libyenfrage. Auch in der Wirtschafts- und Finanzpolitik gehen die Vorstellungen weit auseinander. 

 Aber auch Merkel hadert mit Obama. Sein Vorgehen im Nahostkonflikt sagt ihr nicht zu. Die Libyen-Intervention hält sie für voreilig. In der Wirtschaftspolitik haben Kanzlerin und Präsident sehr unterschiedliche Vorstellungen, wie man der Finanzkrise am besten begegnet. 

 Dazu kommt: Deutschland - und Europa insgesamt - hat für die USA an Wichtigkeit verloren. Obamas Fokus liegt auf Asien und vor allem auf der fernöstlichen Supermacht China. Aber auch Deutschland hat sich aus der Abhängigkeit von den USA gelöst. Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Mauer haben sich die politischen und die wirtschaftlichen Achsen verschoben. Das transatlantische Verhältnis ist kein Selbstläufer mehr.

Was meinen Sie?: Merkel und Obama - Partner auf Distanz

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Die Gäste der Sendung sind:

 Malte Lehming - Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik- mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „ Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte.

 Charles King Mallory IV - Der gebürtige Amerikaner verbringt seine Schulzeit in Deutschland und Großbritannien. Nach seinem Studium der Russischen Literatur und Internationalen Beziehungen in den USA arbeitet er für das Stockholm International Peace Research Institute und die Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen. Als Geschäftsführer ist er für den Credit Swiss Investment Fonds in Moskau tätig, bevor er zur Allied Capital Corporation wechselt. Von 2002 bis 2007 ist er als Senior Advisor für Angelegenheiten des Nahen Ostens im U.S. Department of State tätig. Heute steht er als Direktor dem Aspen Instituts in Berlin vor.

 Michael Stürmer - Der Journalist arbeitet seit 1989 als Chefkorrespondent für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. Geboren 1938 in Kassel, studierte Stürmer Geschichte, Philosophie und Sprachen in London, Berlin und Marburg. Seit 1973 ist er außerdem Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen.
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                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2289822/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
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                                    <description>Foulspiel im Fußball - wie korrupt ist die FIFA? Korruptionsskandale und Machtkämpfe erschüttern den Fußballweltverband. Die FIFA in der Krise, die Jahreshauptversammlung ein Tollhaus und für den Fußball alles ein riesen Desaster. Der Schweizer Joseph Blatter, seit 1998 Präsident des Verbandes kämpft mit aller Kraft um seine vierte und letzte Amtszeit. Potentiele Gegner und Mitbewerber wurden im Vorfeld erfolgreich abserviert, im Zweifel mit Geld. Blatter wird vorgeworfen, bei der Vergabe des WM-Turniers an Katar Manipulationen zugelassen zu haben. Gleich mehrere FIFA-Exekutivmitglieder stehen unter Korruptionsverdacht. Mohamed bin Hammam, Blatters Gegenkandidat hat seine Bewerbung um den Chefposten nach einem undurchschaubaren Verfahren wieder zurückgezogen. Die FIFA- Ethikkommission hat ihn vorläufig suspendiert. 

 Die Schlammschlacht ist in vollem Gange. Innerhalb weniger Tage werden Blatters Gegner zu aufmunternden Wahlhelfern. Für neue Enthüllungen werden Pressekonferenzen angesetzt und plötzlich kurzfristig wieder abgesagt. Sicher ist nur, schon immer ist viel Geld geflossen. Jetzt plötzlich aber stellt sich die Frage: an wen und wohin?

 In Katar bangen die Scheiche jetzt darum, die Wüstenmeisterschaft 2022 wieder zu verlieren. Auch die Sponsoren fürchten wirtschaftliche Einbußen. Konzerne wie Adidas oder Coca Cola sind über Blatters arrogante Haltung empört. Doch er lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er sieht keine Krise, höchstens ein paar Schwierigkeiten, &quot;…die wir innerhalb der FIFA-Familie lösen werden&quot;. So spricht ein Don. 

Was meinen Sie: Foulspiel im Fußball – wie korrupt ist die FIFA?
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:
 Jens Weinreich - Nach seiner Ausbildung zum Sportjournalisten arbeitet er zunächst als Redakteur für die Junge Welt und dann als freier Journalist für verschiedene Medien. 1996 geht er zur Berliner Zeitung und wird dort Ressortleiter Sport. Seit 2008 arbeitet er wieder als frei. In zahlreichen Publikationen und Filmen berichtet er über nationale und internationale Sportpolitik, u.a. IOC, FIFA, DOSB, Olympische Spiele und über Bewerbungen um Mega-Events. Seine Schwerpunkte sind Korruption, Doping, Sportvermarktung, Vergabe von TV-Rechten, Demokratie- und Transparenzfragen, Sportgeschichte und Transformationsprozesse. Regelmäßig berichtet er über die weltweit größten Sportereignisse. In seinem Blog . 
 Wolfgang Maennig - Der Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik lehrt an der Universität in Hamburg. Der ehemalige Olympiasieger hat seinen Bezug zum Sport beibehalten. So beschäftigt er sich heute mit Sportökonomik und hat zahlreiche Publikationen verfasst. Zudem wird er häufig als Gutachter bei der Vorbereitung von Großveranstaltungen im Sportbereich hinzugezogen, wie auch jetzt zur Fußball- WM 2006.


 Lars Wallrodt – Der studierte Sportwissenschaftler schreibt seit 2008 für die Tageszeitung „Die Welt“ und ist derzeit Chef des Resorts Fußball. Seine Schwerpunkte sind Fußball , Sportpolitik und Sportinstitutionen, wie FIFA oder DFB.
                        &lt;br /&gt;
                        &lt;p&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502727/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/&quot;&gt;Zur Detailseite bei podcast.de&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502727/Quadriga%25253A%252BDer%252Binternationale%252BTalk/#comments&quot;&gt;Kommentare lesen&lt;/a&gt;
                            &lt;br /&gt;
                            &lt;a href=&quot;http://www.podcast.de/episode/2502727/herunterladen/&quot;&gt;Sendung hier herunterladen&lt;/a&gt;
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                        <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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 Die Schlammschlacht ist in vollem Gange. Innerhalb weniger Tage werden Blatters Gegner zu aufmunternden Wahlhelfern. Für neue Enthüllungen werden Pressekonferenzen angesetzt und plötzlich kurzfristig wieder abgesagt. Sicher ist nur, schon immer ist viel Geld geflossen. Jetzt plötzlich aber stellt sich die Frage: an wen und wohin?

 In Katar bangen die Scheiche jetzt darum, die Wüstenmeisterschaft 2022 wieder zu verlieren. Auch die Sponsoren fürchten wirtschaftliche Einbußen. Konzerne wie Adidas oder Coca Cola sind über Blatters arrogante Haltung empört. Doch er lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er sieht keine Krise, höchstens ein paar Schwierigkeiten, &quot;…die wir innerhalb der FIFA-Familie lösen werden&quot;. So spricht ein Don. 

Was meinen Sie: Foulspiel im Fußball – wie korrupt ist die FIFA?
 
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Die Gäste der Sendung sind:
 Jens Weinreich - Nach seiner Ausbildung zum Sportjournalisten arbeitet er zunächst als Redakteur für die Junge Welt und dann als freier Journalist für verschiedene Medien. 1996 geht er zur Berliner Zeitung und wird dort Ressortleiter Sport. Seit 2008 arbeitet er wieder als frei. In zahlreichen Publikationen und Filmen berichtet er über nationale und internationale Sportpolitik, u.a. IOC, FIFA, DOSB, Olympische Spiele und über Bewerbungen um Mega-Events. Seine Schwerpunkte sind Korruption, Doping, Sportvermarktung, Vergabe von TV-Rechten, Demokratie- und Transparenzfragen, Sportgeschichte und Transformationsprozesse. Regelmäßig berichtet er über die weltweit größten Sportereignisse. In seinem Blog . 
 Wolfgang Maennig - Der Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik lehrt an der Universität in Hamburg. Der ehemalige Olympiasieger hat seinen Bezug zum Sport beibehalten. So beschäftigt er sich heute mit Sportökonomik und hat zahlreiche Publikationen verfasst. Zudem wird er häufig als Gutachter bei der Vorbereitung von Großveranstaltungen im Sportbereich hinzugezogen, wie auch jetzt zur Fußball- WM 2006.


 Lars Wallrodt – Der studierte Sportwissenschaftler schreibt seit 2008 für die Tageszeitung „Die Welt“ und ist derzeit Chef des Resorts Fußball. Seine Schwerpunkte sind Fußball , Sportpolitik und Sportinstitutionen, wie FIFA oder DFB.
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