Deutsche Welle - Quadriga: Der internationale Talk 20.08.10 19:30 Uhr

Deutsche Welle - Quadriga: Der internationale Talk

Video Quadriga: Der internationale Talk

Flut in Pakistan: menschliches Leid - politisches VersagenDas Wasser steigt immer höher in Pakistan. Es spült ganze Dörfer einfach weg. Fast 5 Millionen Menschen haben ihre Häuser, ihre Existenz verloren. Ein Fünftel des Landes steht unter Wasser. Auch die Ernten: Zuckerrohr, Baumwolle, Reis, Weizen - alles vernichtet. Die ersten Kinder sterben an Hunger. Es besteht akute Seuchengefahr. „Nichts ist wie das hier“, sagt der schockierte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach seinem Besuch in einem Lager für Flutopfer in Pakistan und ruft zu Nothilfen in Höhe von 459 Millionen Dollar auf. Die Spendenbereitschaft ist bisher gering, obwohl das Flüchtlingshilfswerk UNHCR die Katastrophe in Pakistan für noch größer hält, als das Erdbeben in Haiti, oder den Tsunami rund um den Indischen Ozean. 20 Millionen Menschen befinden sich in Not, ohne Nahrung, ohne Wasser, von den Fluten eingeschlossen. Bisher hat die pakistanische Regierung versagt. Zwar versuchen 60 000 Soldaten zu helfen, weitaus mehr werden aber an der Grenze zum Erzfeind Indien und im Kampf gegen die Taliban eingesetzt. Der Präsident Asif Ali Zardari glänzte durch Abwesenheit als sein Land bereits im Schlamm versank. Er reiste zu politischen Gesprächen nach Frankreich und England. Die Pakistani fühlen sich von ihrer Regierung im Stich gelassen. Das hat dem Chef der Armee genutzt, der sofort Helikopter eingesetzt hat und vor allem den Taliban. Sie drängen in das Machtvakuum. Die Taliban haben die Regierung in Islamabad aufgerufen, auf internationale Hilfe zu verzichten. Die Islamisten leisten humanitäre Hilfe im Wettlauf mit Hilfsorganisationen aus dem Westen. Die westlichen Staaten haben die Katastrophe bisher unterschätzt, und erst in den vergangenen Tagen ihre Hilfszusagen erheblich aufgestockt. Am meisten gefordert sind die USA. Sie stellen ihrem Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus 150 Millionen Dollar Hilfsgelder zur Verfügung, schicken Helikopter, um Menschen zu evakuieren, um für sich zu werben und die Regierung im Atomstaat Pakistan zu stabilisieren. Denn die humanitäre Katastrophe könnte zu einer Staatskrise werden. Was meinen Sie: Flut in Pakistan: menschliches Leid - politisches Versagen Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de Die Gäste der Sendung sind: Kishwar Mustafa – Die Journalistin aus Pakistan studiert nach ihrem Magisterabschluss in Politikwissenschaften zusätzlich Iranistik an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsthemen sind Militante Konflikte in Südasien, Islam und Muslime in Europa. Nach dem Studium arbeitet sie beim ZMO in Berlin an verschiedenen Projekten über islamische Bewegungen in Südasien. An der Erfurter Universität lehrt sie in Urdu- Sprache. Seit 2001 arbeitet sie als Journalistin bei der deutschen Welle im Asien / Urdu- Programm. Ulrich Ladurner – geboren 1962 in Meran/Südtirol, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Innsbruck. Seit 1999 berichtet er als Auslandsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT aus Irak und Iran, Afghanistan und Pakistan. Er lebt in Hamburg. Pankaj Chattopadhyay – Der gebürtige Inder kam 1973 nach Deutschland, um in Berlin Germanistik, Publizistik und Politologie zu studieren. Herr Chattopadhyay arbeitete 7 Jahre lang als Europa-Korrespondent für eine indische Tageszeitung. Heute ist er freier Journalist für verschiedene Medien, u.a. auch für die Deutsche Welle Hörfunk tätig. Tickets, please! - Fare dodgers in SaarbrückenIt is estimated that five per cent of the people using public transport in Germany do so without paying. They cost public transport authorities millions of euros.Gitte and Fabienne work as ticket inspectors on the trams in Saarbrücken. Their job can sometimes involve some tricky situations.Cinema of Hope – The reopened Cinema JeninIn his prizewinning documentary film ”The Heart of Jenin”, German filmmaker Marcus Vetter told an almost unbelievable story. The father of a Palestinian child who was killed ended up donating the child’s heart – to a hospital in Israel.After the film’s success, the director wanted to do something for Palestine. After months of construction work, he is reopening Jenin’s old movie house. Arts 21 on an unusual and controversial project. Cinema of Hope – The reopened Cinema JeninIn his prizewinning documentary film ”The Heart of Jenin”, German filmmaker Marcus Vetter told an almost unbelievable story. The father of a Palestinian child who was killed ended up donating the child’s heart – to a hospital in Israel.After the film’s success, the director wanted to do something for Palestine. After months of construction work, he is reopening Jenin’s old movie house. Arts 21 on an unusual and controversial project. Cinema of Hope – The reopened Cinema JeninIn his prizewinning documentary film ”The Heart of Jenin”, German filmmaker Marcus Vetter told an almost unbelievable story. The father of a Palestinian child who was killed ended up donating the child’s heart – to a hospital in Israel.After the film’s success, the director wanted to do something for Palestine. After months of construction work, he is reopening Jenin’s old movie house. Arts 21 on an unusual and controversial project.
Diese Folge ist ein Video aus der Serie des Podcast-Angebotes Deutsche Welle - Quadriga: Der internationale Talk.

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